Paszek: "Ich bin noch nicht ready um aufzuhören"

 

Tamira Paszek ist zurück!

Die 29-jährige Vorarlbergerin gibt beim ab 25. Mai beginnenden Generali Austrian Pro Series (LIVE bei LAOLA1) ihr Comeback auf der Tennis-Bühne. Für Paszek ist es das erste Turnier seit März 2019, als sie nach zahlreichen Verletzungen erneut ein kurzes Comeback wagte.

"Ich habe mehrfach darüber nachgedacht aufzuhören", sagt Paszek im "JM*pions TALK" mit Jürgen Melzer bei LAOLA1. "Das waren Zeiten, wo ich mir gedacht habe: Warum soll ich mir das antun? Da habe ich gemerkt, dass die Gesundheit auch nach dem Sport wichtig ist. Aber es ist noch was da, wo ich sage, ich habe meine persönlichen Ziele noch nicht so verwirklicht. Ich bin noch nicht ready zum Abschließen."

Paszeks letzer Auftritt bei einem großen Turnier war bei der US-Open-Quali 2016. Seither wurde sie immer wieder durch zahlreiche Verletzungen und Erkrankungen zurückgeworfen. Nach einer kombinierten Mandel-, Nebenhöhlen- und Kieferhöhlen-Operation Ende Oktober 2016 glaubte die Vorarlbergerin chronische Probleme behoben zu haben. Doch erst dann begann der Leidensweg so richtig: Möglicherweise mitausgelöst durch diese Operation erkrankte Paszek an einer Trigeminusneuralgie, eine schmerzhafte Nervenerkrankung im Gesicht. Diese hat sie mittlerweile im Griff. Comeback-Versuche 2018 und 2019 waren nur von kurzer Dauer.

"Es war etwas unglücklich, es ging immer von einer Verletzung zur nächsten. So konnte nie wirklich ein Comeback gelingen", sagt die Wimbledon-Viertelfinalistin von 2011 und 2012.

Paszek: "Die Denkweise hat sich verändert"

Trotz der vielen Rückschläge und der langen Pause sieht sich Paszek weiter als Profi-Tennisspielerin. "Damit identifiziere ich mich auf jeden Fall", stellt die 29-Jährige klar.

Ihre Sichtweise und Einstellung zum Tennis-Sport hat sich durch das Erlebte in den letzten Jahren jedoch verändert. "Die Pause war wichtig. Es war einfach an der Zeit, mal aus dem Hamsterrad raus zu kommen."

"In der Pause sind mir Dinge bewusst geworden", so Paszek. "Die Denkweise hat sich verändert. Früher habe ich es eher als Leidenschaft gesehen, durch die Pause habe ich erst realisiert, dass nicht immer alles Spaß macht und super ist und man sich nicht jeden Tag aufs Training freut. Wenn ich zum Training gehe, sehe ich das bewusst als meine Arbeit. Das hilft mir wiederum, den Fokus und die Intensität hoch zu halten, sodass ich danach zufrieden vom Platz gehen kann."

Für Paszek zählen längst nicht mehr nur Punkte, Games und Siege. "Man muss es niemandem mehr beweisen. Es sind persönliche Gründe, wo man als Sportler oder als Mensch andere Ziele hat. Klar will man gewinnen, dafür trainiert man ja. Aber es sind gewisse andere Sachen, die im Vordergrund stehen und wo sich im Alter die Denkweise sicher ändert", erklärt die 29-Jährige.

VIDEO - Der JM*pions Talk mit Tamira Paszek in voller Länge:

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

Paszek: "Ich fange bei Null an"

Diese persönlichen Gründe sind es, die Paszek den Tennis-Schläger noch nicht in die Ecke stellen lassen. Auch wenn das abermalige Comeback kein einfaches wird. Paszek verfügt auf der WTA-Tour über kein sogenanntes protected ranking mehr, da dieses nach drei Jahren abläuft.

"Ich fange bei Null an, aber das motiviert mich, weil es wirklich ein Neustart ist", sagt die Dornbirnerin.

Der erste Schritt dieses Neustarts erfolgt beim Generali Austrian Pro Series am kommenden Wochenende. Ursprünglich wollte Paszek im Mai oder Juni wieder internationale Turniere spielen, ehe Corona dazwischenfunkte. Das notgedrungen aus dem Boden gestampfte Turnier in der Heimat, kommt da gerade recht.

"Vom Timing her passt es perfekt in meinen Plan. Und es ist genial, dass mein erstes Turnier in Österreich stattfindet", sagt Paszek voller Vorfreude. Aktuell bereitet sie sich in Dornbirn vor und ist nach eigenen Aussagen körperlich fit und genießt das Training.

Paszek ist sich aber auch bewusst: "Für mich ist es eine ganz andere Situation, als für die anderen, die heuer Turniere gespielt haben. Ich komme aus einer Inspirations-/Verletzungs-Pause und habe das Leben anders genossen. Von daher bin ich gespannt, wie das wird, wieder am Platz zu stehen. Aber ich freue mich auf jeden Fall drauf."

Tamira Paszek ist zurück!

>>> Austrian Pro Series im LIVE-STREAM bei LAOLA1 <<<

Textquelle: © LAOLA1.at

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