Bitter! Thiem scheitert beim Wimbledon-Auftakt

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Bitterer Auftritt von Dominic Thiem beim Rasen-Klassiker in Wimbledon.

Der Lichtenwörther muss sich bereits in der 1. Runde des Tennis-Klassikers dem durchaus als guten Rasen-Spieler bekannten US-Amerikaner Sam Querrey in vier Sätzen mit 7:6(4), 6:7(1), 3:6 und 0:6 geschlagen geben.

Der 25-jährige Österreicher entscheidet den ersten Satz knapp aber doch im Tie-Break für sich und ist auch im zweiten Durchgang auf einem guten Weg. Thiem vergibt jedoch zwei Satzbälle, vor allem einen, wo ihm der Punkt schon sicher schien. Diesmal ist Querrey im Tie-Break der Glücklichere.

Danach bricht der Rhythmus beim Niederösterreicher. Die Körpersprache verheißt nichts Gutes und Thiem ist von seinem besten Tennis weit entfernt.

Thiem ergibt sich Querrey quasi kampflos

Der dritte Satz ist eine klare Angelegenheit für den US-Amerikaner, im vierten Satz wird es noch deutlicher. Thiem macht kein Game und muss eine Schmach von 0:6 hinnehmen - ein bitterer und früher Abschied vom traditionsreichen Turnier.

Damit erleidet Thiem das gleiche Schicksal wie etwa Alexander Zverev - beide topgesetzten Spieler scheitern bereits in der 1. Runde in Wimbledon.

Vom "heiligen Rasen" geht es auf den Sand nach Hamburg

Damit bleibt das Achtelfinale 2017 Thiems bestes Wimbledon-Ergebnis. Sein nächster Einsatz ist in der Woche ab 22. Juli auf Sand in Hamburg.

Es ist Thiems insgesamt drittes Auftakt-Out in Wimbledon bei sechs Antritten. Später am Dienstag spielt noch der niederösterreichische Qualifikant Dennis Novak gegen den Ungarn Marton Fucsovics um den Einzug in die zweite Runde.

Thiem bis zu zwei vergebenen Satzbällen auf gutem Weg

Thiem war gegen den gefährlichen Querrey auf einem guten Weg, zwei vergebene Satzbälle im zweiten Durchgang und vor allem das Break gegen sich zum 3:5 im dritten Satz brachten aber die Wende.

Danach machte der Weltranglistenvierte gegen einen weiter konzentriert spielenden Gegner kein Game mehr. Auch wirkte Thiem da nicht mehr besonders motiviert, wenn nicht sogar lustlos. Einziges Positivum ist, dass er im Vergleich zu 2018 keine Punkte einbüßt.

Der erste Satz des 2:28-Stunden-Matches verlief für Thiem nach Plan. Er konnte zwar einen Breakball bei 1:1 und deren zwei bei 3:3 nicht nutzen, doch schon alleine die Erarbeitung dieser Chancen war positiv. Er returnierte recht gut, bewegte Querrey, und dieser rettete sich mehrmals nur durch seinen Aufschlag vor einem Break-Rückstand. Aber auch die Serviceleistung Thiems war lange sehr gut, Querrey kam mehr als zweieinhalb Sätze zu keiner einzigen Breakchance.

Einen kleinen Fehler des Weltranglisten-79. im ersten Tiebreak nutzte Thiem für das Mini-Break zum 5:3 und ließ einen starken Aufschlag folgen. Ein Out-Ball Querreys bedeutete die Satzführung, ehe der zweite Durchgang lange ähnlich verlief. Bei 5:4 fand Thiem nach schwächerer Serviceleistung Querreys zwei Satzbälle vor, wobei bei der zweiten Chance auf ein 2:0 in Sätzen ein Rahmenball des 1,98-m-Manns für ihn glücklich vor Thiems Grundlinie fiel.

Querrey: "Thiem ist trotzdem ein sehr guter Spieler"

Im zwei Games später folgenden Tiebreak hatte Thiem den Fokus verloren. Ein schnelles Minibreak gegen sich machte er zwar gleich wett, danach aber keinen Punkt mehr. Davon schien sich der zweifache French-Open-Finalist insofern zu erfangen, als es erneut ohne Break bis zum 4:3 für Querrey ging. Im siebenten Game des dritten Satzes ließ Thiem seinen sechsten und letzten Breakball per Return aus. Gleich darauf glückte Querrey das entscheidende 5:3.

"Ich hatte einen Breakpunkt, und er hat die Rückhand out geschlagen", sah auch Querrey darin den entscheidenden Ball. "Er hatte eine Reihe von Breakbällen, ich bis dahin nur den einen. Den habe ich genutzt, das ist der Unterschied." Weil Thiem Ranking-Vierter sei, sei der Druck auf dessen Seite gewesen. "Rasen ist nicht sein bester Untergrund, aber er ist trotzdem ein sehr guter Spieler. Mir hat das Eastbourne-Finale eine Menge Selbstvertrauen gegeben", betonte Querrey.

Hatten die Sätze eins und zwei je rund 50 Minuten gedauert, waren die beiden weiteren gemeinsam genauso schnell herum. Thiems gute Serviceleistung verdeutlichen 15 Asse (Querrey 21), er brachte mehr erste Aufschläge ins Feld. Auch am Netz und beim Return war kein großer Unterschied - jedoch bei der Breakballstatistik: Thiem verwertete 0 von 6, Querrey 4 von 4.

Hier kannst du alle Ballwechsel nachlesen:


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Textquelle: © LAOLA1.at

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