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Rybakina: "Habe noch nie so etwas gefühlt"

Rybakina: "Habe noch nie so etwas gefühlt" Foto: © getty

Wenn sich selbst das Staatsoberhaupt zum "historischen Sieg" äußert, dann wird klar, wie besonders der Triumph von Elena Rybakina in Wimbledon ist.

Die Kasachin, die ursprünglich aus Russland stammt, gewann in einem abwechslungsreichen Finale mit 3:6, 6:2, 6:2 gegen die favorisierte Tunesierin Ons Jabeur und sorgte damit für den ersten kasachischen Grand-Slam-Sieg überhaupt.

Nach der Partie tat sich Rybakina zunächst schwer, die richtigen Worte für ihren Triumph zu finden: "Ich bin sprachlos. Ich war super nervös vor und während dem Spiel. Ich bin froh, dass es vorbei ist, so etwas habe ich noch nie gefühlt."

Stolz auf die neue Heimat

Dass Rybakina in Wimbledon überhaupt antreten konnte, liegt an ihrem Nationenwechsel im Jahr 2018. Bis dahin spielte die gebürtige Moskauerin für den russischen Verband, dessen Athletinnen und Athleten bei der diesjährigen Ausgabe von Wimbledon aufgrund des russischen Angriffskriegs in der Ukraine nicht teilnehmen dürfen.

Fragen zum Krieg scheut die Siegerin nach der Partie nicht. Sie hält fest, dass sie wolle, dass er "so schnell wie möglich zu Ende ist."

Mit großer Freude spricht Rybakina über ihre neue Heimat: "Sie haben an mich geglaubt. Es gibt keine Frage mehr, wie ich mich fühle. Ich bin seit langer Zeit auf einer Reise als kasachische Spielerin."

Russen hegen keinen Groll

Kasachstans Präsident Kassym-Komart Tokayev lobte die "herausragende Sportlerin" und gratulierte zu einem "historischen Sieg."

Doch auch aus der alten Heimat gab es Meldungen zum Triumph. Shamil Tarpischev, Chef des russischen Tennisverbandes, betont den russischen Anteil am Sieg.

"Wir haben viel zu ihrer Entwicklung beigetragen. Gibt es Groll gegen sie? Nein. Das ist Sport. Jeder wählt seinen eigenen Weg. Das ist ihr Recht", so der russische Tennis-Chef.

Jabeur "inspiriert Generationen"

Doch auch für die unterlegene Jabeur gab es großes Lob. Die Tunesierin, die zur ersten afrikanischen Grand-Slam-Siegerin werden hätte können, wurde mit ihrem Lauf bis ins Finale zum Star in ihrer nordafrikanischen Heimat.

"Ich bin froh, dass ich so viele Generationen aus meinem Land inspiriert habe", sagte die 27-Jährige nach der Partie über die Tennis-Euphorie in Tunesien. 

Auch ihre Gegenspielerin sparte nicht mit dem Lob für Jabeur: "Du bist eine Inspiration nicht nur für Junioren, sondern für jeden. Du hast ein unglaubliches Spiel, ich genieße es so sehr, gegen dich zu spielen."

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