Alexander Zverev ZVE
Ben Shelton SHE
Beendet
3:1
6:3 , 7:6 , 5:7 , 6:2
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Zverev krönt sich erstmals zum Champion der US Open

Sechs Jahre nach der bitteren Final-Pleite gegen Dominic Thiem schließt der Deutsche mit New York seinen Frieden. Der Titel ist gegen Ben Shelton nie in Gefahr.

Zverev krönt sich erstmals zum Champion der US Open Foto: © IMAGO / Hasenkopf
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Alexander Zverev holt bei den US Open seinen zweiten Grand-Slam-Titel in diesem Jahr.

Der Deutsche gewinnt das Endspiel in Flushing Meadows gegen US-Lokalmatador Ben Shelton in vier Sätzen mit 6:3, 7:6 (2), 5:7, 6:2. Bei den French Open in Paris hatte der Weltranglisten-Zweite seinen Premierensieg bei einem Major gefeiert.

Nach etwas mehr als dreieinhalb Stunden Spielzeit schließt der 29-Jährige seinen Frieden mit New York, wo Zverev Dominic Thiem vor sechs Jahren nach Zwei-Satz-Führung im Finale noch unterlegen war.

5,5 Mio. Dollar für Zverev

Zverev ist der erste Deutsche seit Boris Becker 1989, der in Flushing Meadows das Männer-Einzel gewinnen konnte. Als Belohnung gab es auch einen Siegerscheck in der Höhe von 5,5 Millionen Dollar (4,74 Mio. Euro).

Shelton verabsäumte es, als erster männlicher Amerikaner seit Andy Roddick 2003 in New York zu triumphieren. Trösten darf sich der 23-Jährige mit 2,8 Mio. Dollar (2,42 Mio. Euro).

In der Weltrangliste zementiert Zverev seinen zweiten Platz ein, liegt nun nur mehr 1.810 Punkte hinter dem Führenden Jannik Sinner. Shelton verbessert sich nach seinem ersten Grand-Slam-Finale auf den vierten Rang.

Besserer Aufschläger setzt sich durch

Den Ausschlag im Arthur-Ashe-Stadium gibt vor allem die bessere Aufschlagleistung.

Zverev bringt deutlich mehr erste Aufschläge ins Feld und macht dabei fast immer auch den Punkt. So lässt er über die ersten zwei Sätze hinweg keine Breakchance zu.

Shelton hingegen ist bei seiner Major-Final-Premiere die Nervosität deutlich anzumerken, vor allem auch in den entscheidenden Phasen des ersten Satzes.

Zverev muss die Breakbälle, die zum 1:0 sowie 6:3 führen, gar nicht selbst verwerten, da seinem Gegenüber jeweils ein Doppelfehler unterläuft.

Tiebreak eine klare Angelegenheit für Zverev

Im zweiten Satz rettet sich Shelton nach einem 5:6 und 0:30 noch ins Tiebreak, steht dort aber auf verlorenem Posten. Schnell steht es 5:0 für den Ranglistenzweiten, ehe er gleich seine erste Chance zum 7:2 und Satzgewinn verwerten kann.

Damit gewinnt Zverev auch das fünfte Karriere-Tiebreak gegen Shelton. Und insgesamt das dritte wichtige im Turnierverlauf in Serie, nach jenen deutlich umkämpfteren in den Sätzen zwei und drei im Halbfinale gegen Karen Khachanov.

Shelton holt dritten Satz nach Leistungssteigerung

Shelton verlässt daraufhin den Platz, adaptiert sein Spiel ein bisschen und kann im dritten Satz dank einer klar besseren und stabileren Serviceleistung auch kontinuierlich vorlegen.

Bei 3:2 kommt der Außenseiter auch erstmals zu einer Breakchance, Zverev findet nach einer kurzen Schwächephase aber wieder zu seiner Servicestärke und gleicht mit drei Punkten in Folge aus.

Im letzten Game muss der Deutsche aber doch seinen ersten Aufschlagverlust hinnehmen. Shelton kann seinen zweiten Satzball verwerten.

Zverev steckt verlorenen Satz schnell weg

Den Schwung kann der Ranglistenneunte aber nicht in Durchgang vier mitnehmen.

Mit mutigem Aufschlag-Volley-Spiel kann der Viertelfinal-Bezwinger von Titelverteidiger Carlos Alcaraz eine Breakchance noch abwehren, die zweite nutzt allerdings Zverev in einer sehenswerten Rallye.

Diesen Vorteil gibt der sechsfache Grand-Slam-Finalist nicht mehr aus der Hand. Auch eine Zeitverwarnung bei 2:1 und 30:30 samt kurzer Unterhaltung mit der Schiedsrichterin bringt ihn nicht außer Tritt.

Keine Reaktion nach Sieg

Zum 5:2 nimmt er seinem Gegner noch einmal den Aufschlag ab, ehe er nach 3:33 Stunden mit seinem ersten Matchball ausserviert. Danach zeigt er keine Reaktion, erkennt erst nach kurzer Zeit, dass er gewonnen hat und lässt sich feiern.

Zverev gewinnt auch das sechste direkte Duell mit Shelton, der ihm zumindest zum zweiten Mal einen Satz abknöpfen konnte. Es bleibt dabei, dass Shelton in seiner Karriere noch nie einen Zweisatzrückstand wettmachen konnte.

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