Alcaraz nach US-Open-Aus: "Bin nicht enttäuscht"
Der Spanier meldete sich nach seiner Handgelenksverletzung in New York eindrucksvoll zurück. Für die Titelverteidigung hat es dennoch nicht gereicht.
Um 3:38 Uhr früh Ortszeit, so spät wie noch nie bei den US Open, hatten die New Yorker ihre Sensation!
Ben Shelton bezwang im Viertelfinale den als Nummer zwei gesetzten Titelverteidiger Carlos Alcaraz nach 4:28 Stunden und einem Fünf-Satz-Thriller 6:7(5), 6:1, 6:3, 1:6, 7:6(7). Zum Spielbericht >>>
Ein US-Amerikaner fix im Finale
"Die USA-USA-Sprechchöre haben mich bis zum Schluss gepusht, danke, dass ihr bis nach 03.00 Uhr geblieben seid", meinte Shelton noch auf dem Platz nach seinem ersten Sieg über einen Top-3-Spieler. "Es ist unglaublich, das ist das tollste Stadion der Welt, die tollste Sportstadt der Welt. Gott hat mich in so vieler Hinsicht gesegnet."
Damit steht fix ein US-Amerikaner im Endspiel, denn Shelton trifft nun auf Landsmann Frances Tiafoe. Dieser hatte zuvor in 4:39 Stunden das US-Duell mit Alex Michelsen in fünf Sets gewonnen.
Alcaraz bleibt positiv
Für Alcaraz hingegen enden die US Open im Viertelfinale. Die Nummer drei der Welt stand erstmals nach seiner Handgelenksverletzung wieder bei einem Turnier auf dem Court. Sein letzter Auftritt war im April in Barcelona.
Nach seinem Aus gegen Shelton und der damit verpassten Titelverteidigung in New York, äußerte sich der 23-Jährige überraschend positiv: "Es war knapp, wirklich knapp. Deshalb bin ich nicht enttäuscht, dass ich am Ende nicht gewonnen habe. Ich verlasse den Platz glücklich und gesund, mit einem Lächeln, und genau das habe ich gebraucht."
Für seinen Gegner hatte er viel Lob übrig: "Nach dem dritten Satz war ich wirklich müde, aber ich habe einen Weg gefunden, mich zu pushen. Im fünften Satz habe ich immer besser gespielt, aber er ist ein Biest. Shelton ist ein unglaublich kraftvoller Spieler."
"Episches Spiel"
In viereinhalb Stunden verlangten sich die beiden nahezu alles ab. Am Ende fiel die Entscheidung im Tiebreak im Entscheidungssatz. Shelton sprach von einem "epischen Spiel. Das war das unterhaltsamste Match meiner Karriere."
Shelton wird sich unabhängig vom weiteren Turnierverlauf auf ATP-Rang vier, sein bisher bestes Ranking, verbessern, Alcaraz bleibt Dritter.