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NEWS
Becker bleibt Namensgeber von Tennis-Akademie
Trotz seiner Verurteilung zu zweieinhalb Jahren Haft soll Boris Becker Namensgeber einer Tennis-Akademie bleiben, die derzeit in Hochheim am Main gebaut wird.
Darauf verständigte sich der Wiesbadener Unternehmer Khaled Ezzedine, der die Tennisschule zusammen mit einem Partner betreibt, nach eigenen Angaben am vergangenen Mittwoch mit Beckers Anwalt Christian-Oliver Moser.
"Die Menschen lieben es, wenn einer loyal ist und verzeihen kann und wenn man nicht auf jemanden eintritt, der schon am Boden liegt", sagte Ezzedine dem "Spiegel". Moser bestätigte dem "Spiegel" die Vereinbarung.
Zukünftig die größte Tennisschule Deutschlands
Die "Boris Becker International Tennis Academy" soll nach Angaben Ezzedines mit unter anderem 18 Außen- und 22 Hallenplätzen, einem Hotel und einem Internat für bis zu 170 Kinder die größte Tennisschule Deutschlands werden. Die Fertigstellung soll frühestens im Herbst 2024 erfolgen.
Ein Gericht in London hatte am vergangenen Freitag den dreifachen Wimbledon-Sieger zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt, wovon er mindestens die Hälfte absitzen muss. Der frühere Ausnahmesportler hatte Vermögen im Wert von mehr als einer Million Euro in seinem Insolvenzverfahren nicht offengelegt.
Eine Jury hatte Becker deshalb vor drei Wochen in mehreren Anklagepunkten schuldig gesprochen. Der 54-Jährige hatte die Vorwürfe bestritten. Er kann gegen das Urteil Rechtsmittel einlegen.