Thiem: "Bin ich aus Österreich gewohnt"

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Während der Start bei den US Open für Dominic Thiem vor ein paar Wochen noch etwas holprig über die Bühne ging, konnte der Niederösterreicher in Roland Garros gleich vom ersten Punkt weg überzeugen.

Mit 6:4, 6:3, 6:3 über Marin Cilic feierte der Weltranglisten-Dritte immerhin ausgerechnet über jenen Mann einen glatten Drei-Satz-Erfolg, der ihm noch in New York den bis zum Endspiel einzigen Satzverlust zufügte.

„Ich habe schnell einen guten Rhythmus gefunden. Am Anfang waren gleich einige lange Rallyes dabei und ich bin gut mit den Bedingungen zurechtgekommen“, zog Thiem im ORF-Interview dementsprechend eine mehr als zufriedene Bilanz nach seinem Auftaktspiel bei den French Open.

Da der Sandplatz-Klassiker wegen der Coronavirus-Pandemie von Mai auf Ende September verschoben werden musste, müssen die Spieler aktuell mit ungewohnt kühlen Temperaturen in Paris umgehen. Für Thiem sei das aber kein Problem.

"Aus Österreich gewohnt"

„Ich bin es aus Österreich gewohnt“, lächelte der Lichtenwörther. Bei früheren Future-Turnieren in der Heimat hätte es schließlich ebenfalls manchmal nicht mehr als zehn Grad Celsius gehabt. „Ich mag das sogar ganz gerne.“

Es war sicher auch ein Vorteil gegen Marin, weil er eben fast keine freien Punkte mit dem Aufschlag gehabt hat.

Thiem über die kühlen Bedingungen in Paris

Da die Bälle bei heißen Bedingungen schneller fliegen, kam Thiem dies im Spiel gegen Cilic sogar zu Gute. „Eigentlich taugt es mir sehr, wenn ich ein bisserl weiter hinten sein kann. Es war sicher auch ein Vorteil gegen Marin, weil er eben fast keine freien Punkte mit dem Aufschlag gehabt hat. Ich habe ihm alles rein retournieren können wegen den langsamen Bedingungen."

Obwohl er damit auch nach vier Duellen mit Cilic immer noch ungeschlagen ist, sei so ein klarer Erfolg über Cilic für Thiem keine Selbstverständlichkeit. „Das ist immerhin ein echter Champion, der schon Grand-Slam- und 1000er-Turniere gewonnen hat. Dementsprechend bin ich glücklich, so glatt hier gewonnen zu haben.“

Frühere Premiere unter neuem Dach

Für den zweifachen Paris-Finalisten gab es auf dem Court Chatrier sogar eine frühe Premiere: Schon in seinem ersten Spiel durfte er erstmals unter dem neuen ausfahrbaren Dach am Court Philippe Chatrier sein Können zeigen.

„Es war lässig, hier unter dem Dach zu spielen. Einmal habe ich hier letzte Woche unter offenem Dach trainiert. Es ist wirklich wunderschön geworden. Vielleicht ist es sogar der schönste Platz, den es derzeit gibt. Das Dach wird in den kommenden Tagen sicher helfen.“

Freude bereitet Thiem auch der Umstand, dass im Gegensatz zu den US Open auch wieder Zuschauer dem Geschehen am Platz beiwohnen konnten. „Besser vor 1000 Fans als vor null. Die Nachtmatches in New York waren schon sehr, sehr einsam. Hier ist es ein bisschen anders. Es ist ein Leben in der Stadt, deshalb ist es nicht ganz so schlimm wie in New York. Zudem ist das französische Tennis-Publikum extrem fachkundig.“

Nächster Auftritt gegen Jack Sock

Dementsprechend fiebert Thiem auch schon seinem nächsten Auftritt gegen den US-Amerikaner Jack Sock entgegen. Im Head-to-Head liegt er gegen den ehemaligen Weltranglisten-Achten mit 3:1 voran.

In den letzten beiden Jahren hatte der 28-jährige Sock mit zahlreichen Problemen zu kämpfen und flog Ende des vergangenen Jahres im Einzel sogar aus dem ATP-Ranking. Durch seine erfolgreiche Qualifikation für die French Open und den Erstrunden-Sieg über Landsmann Reilly Opelka wird er nach Paris zumindest wieder unter die Top 250 zurückkehren.

Textquelle: © LAOLA1.at

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