Thiem-Gegner Johnson kämpft mit Tod des Vaters

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Es war der bislang emotionalste Moment der French Open 2017, als Steve Johnson seinen Matchball gegen Borna Coric verwertete und den Drittrunden-Einzug gegen Dominic Thiem (LIVE-Ticker) fixierte.

Unter Tränen nahm der US-Amerikaner beim Shakehands die Gratulationen seines Gegners und des Schiedsrichters entgegen.

Die Zuschauer versuchten mit ihrem Applaus dem 27-jährigen Kalifornier Trost zu spenden. Trost für den Tod seines Vaters, der erst vor wenigen Wochen überraschend im Alter von nur 58 Jahren im Schlaf verstarb.


Die bewegende Schlussphase gegen Borna Coric auf Video:


„Es ist extrem schwer“

„Der Schmerz ist sehr groß. Ich versuche einfach nur, die ganze Sache durchzustehen“, meinte Johnson nach seinem Auftaktsieg in Roland Garros über den Japaner Yuichi Sugita. „Es ist einfach extrem schwer.“

Steve Johnson senior war selbst ein begeisterter Tennis-Coach und seit drei Jahrzehnten ein geachteter Betreuer in Kalifornien. Er war zudem Gründer und Leiter einer eigenen Tennis-Akadamie in Orange County.

Enge Beziehung zum Vater

Bereits im zarten Alter von zwei Jahren weckte der Vater mit einem Micky-Maus-Schläger die Begeisterung von Steve junior für den weißen Sport. Eine Begeisterung, die Johnson in seinem weiteren Leben auf die ATP-Tour führen und bis zum heutigen Tag anhalten sollte.

Im vergangenen Jahr kratzte Steve Johnson junior als 21. an den Top 20 des ATP-Rankings. Neben zwei ATP-Titeln hat der ehemalige College-Spieler bereits über 3,6 Millionen Dollar Preisgeld erspielt. Österreichische Tennis-Fans werden sich vor allem noch an das Stadthallen-Finale 2015 zurückerinnern, das er damals nur knapp in drei Sätzen gegen David Ferrer verlor.

Die besten Bilder von den French Open 2017:

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„Alles, was ich über das Tennis weiß, hat er mir beigebracht. Seitdem ich mich erinnern kann, schlage ich mich mit ihm auf Bälle ein und habe einen Riesenspaß dabei“, erinnert sich Johnson zurück.

„Er war extrem stolz auf den Werdegang seines Sohnes“, erzählte Trainer-Kollege Peter Smith von der University of Southern California auf "tennisrecruiting.net". "Diese Vater-Sohn-Beziehung zwischen den beiden war immer etwas ganz Besonderes. Mein Herz hat jedes Mal gelacht, wenn ich die beiden gemeinsam gesehen habe."

Mutter und Schwester in Paris mit dabei

Eigentlich wollte Johnson senior bei den French Open gemeinsam mit der ganzen Familie seinen Sohn anfeuern, damit dieser in Paris erstmals in seiner Karriere den Achtelfinal-Einzug schaffen sollte. Nun finden sich nur Mutter Michelle, Schwester Alison und seine Verlobte Kendall in Johnsons Spieler-Box.

„Meine Mutter und meine Schwester haben diese Reise schon seit Jahren geplant. Sie hat erst kürzlich das College abgeschlossen und sie wollen mich nun bis zum Turnier im Londoner Queen’s Club begleiten“, so Johnson, der in diesen schweren Zeiten auf den Zusammenhalt der Familie setzen kann. „Sie alle hier zu sehen macht es leichter, aber zugleich auch schwerer für mich.“

Kampf ums Achtelfinale gegen Thiem

Am Freitag (2. Partie nach 11 Uhr auf Court 1 - LIVE-Ticker) kämpft Johnson nun gegen Thiem, um erstmals bei den French Open den Einzug unter die letzten 16 zu schaffen.

Sieg oder Niederlage sind für den Weltranglisten-26. allerdings nicht mehr so entscheidend wie noch vor einem Monat. Die Prioritäten haben sich verändert. „In den letzten zwei Wochen Tennis ging es für mich nicht wirklich um Tennis.“

Thiem zeigt Mitgefühl

Thiem steht durch diese emotionalen Umstände freilich nun eine recht unangenehme Situation bevor.

Schließlich fühlt man bei so einem tragischen Schicksalsschlag auch als Spieler-Kollege mit: "Ja, das ist sehr tragisch. Er ist ein richtig netter Kerl auch und es tut mir extrem leid", meinte der Lichtenwörther, der hofft, dieses Thema im Match ausblenden zu können. "Dadurch kann man sich selbst natürlich nicht rausbringen lassen."

Textquelle: © LAOLA1.at

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