Nadal ist für Thiem eine Nummer zu groß

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Für Österreichs Tennis-Held Dominic Thiem enden die French Open wie im Vorjahr im Halbfinale.

Der 23-jährige Niederösterreicher muss sich einem überragenden Rafael Nadal relativ deutlich mit 3:6, 4:6, 0:6 geschlagen geben. Für den Spanier ist es im siebenten Duell mit Thiem der fünfte Sieg.

Nadal will am Sonntag im Endspiel gegen Stan Wawrinka seinen 10. Paris-Titel holen.

Der Schweizer schlug zuvor den schottischen Vorjahres-Finalisten Andy Murray erst nach fünf hartumkämpften Sätzen.


Thomas Muster, der die French Open 1995 gewonnen hatte, bleibt damit vorerst der einzige Österreicher in einem Major-Einzel-Endspiel.

Bresnik über schwache Leistung verwundert

"Für mich unerklärlich, wie erschreckend schwach er war. Er hat sich sehr schlecht bewegt, hatte kaum Druck auf der Rückhand und hat viel schlechter serviert als zuletzt in Rom bei seinem Sieg über Nadal", meinte Thiem-Coach Günter Bresnik in einer ersten Stellungnahme.

Nadal kämpft am Sonntag gegen Stan Wawrinka, der zuvor Andy Murray in fünf Sets in 4:34 Stunden bezwungen hatte, um seinen zehnten French-Open-Titel. Das zweite Halbfinale, das als das Duell der beiden in dieser Saison besten Sandplatz-Spieler eine höhere Klasse hatte erwarten lassen, konnte an das erste nicht anschließen.

Befürchtungen bestätigten sich

Die leichten Befürchtungen Thiems vor dem Spiel bewahrheiteten sich: "Bisher habe ich im Match nach einem Sieg über einen Topspieler immer viel schlechter gespielt. Also ich hoffe, dass ich das verbessern kann", hatte der Weltranglisten-Siebente, der ab Montag um einen Platz zurückrutscht, nach seinem Drei-Satz-Erfolg im Viertelfinale über Titelverteidiger Novak Djokovic gemeint. Zuletzt war es ihm in Rom nach dem 6:4,6:3-Sieg im Viertelfinale über Nadal im Halbfinale gegen Djokovic so ergangen.

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Das Match begann auf dem Center Court Philippe Chatrier zunächst zwar für Thiem nach Wunsch. Er nutzte gleich den ersten Breakball im ersten Game zur 1:0-Führung.

Doch der Lichtenwörther musste gleich im darauffolgenden Spiel selbst sein Service abgeben. In der Folge ließ Thiem zu viele Gelegenheiten aus: Sowohl im dritten als auch im fünften Game hatte er je zwei Breakbälle gegen den Weltranglisten-Vierten. Er selbst gab den Aufschlag aber zum 1:3 erneut ab.

Nadal wird immer stärker

Thiem agierte mit sehr viel Power, aber zu fehlerhaft. Nicht nur bei den Risikoschlägen, sondern auch bei vermeintlich einfacheren. Nach 45 Minuten hatte der neunfache French-Open-Sieger mit 6:3 bereits die Weichen in Richtung 22. Grand-Slam-Finale gestellt. Ein Nadal wird, in Führung liegend, immer stärker, darum kam dem Auftaktsatz auch große Bedeutung zu.

Als der als Nummer 6 gesetzte Thiem bei einer 1:0-Führung im zweiten Satz neuerlich zwei Breakbälle zum 2:0 nicht nutzte und er zum 1:2 den Aufschlag abgeben musst, war schon eine kleine Vorentscheidung gefallen. In diesem Satz sollte Thiem keine Gelegenheit mehr bekommen, ein Rebreak zu schaffen. Nadal war in seinem Aufschlag-Games unantastbar und stellte nach 96 Minuten die 2:0-Satzführung her.

Gleich zu Beginn des dritten Durchgangs gab Thiem seinen Aufschlag ab. Der ohne Satzverlust in sein zweites French-Open-Halbfinale gekommene Schützling von Günter Bresnik sollte auch beim zweiten Versuch, in ein Major-Endspiel einzuziehen, keinen Satz gewinnen. Vor einem Jahr hatte Thiem im Halbfinale gegen Novak Djokovic 0:3 in Sätzen verloren.

Thiem darf trotzdem zufrieden sein

Thiem darf aber nach seinem zweiten Halbfinale en suite in Roland Garros dennoch zufrieden bilanzieren. Er stockte sein Karriere-Preisgeld mit 530.000 Euro auf umgerechnet gesamt 7,645 Millionen Dollar auf.

Zudem hat er wieder 720 ATP-Punkte geholt. Der achtfache Turniersieger wird am Montag aber wegen des Wegfalls des Stuttgart-Titels in der Weltrangliste trotzdem einen Platz verlieren und Achter sein.

Für Thiem geht es nun nach Hause und dann in eine drei Turniere umfassende Rasen-Saison. Er spielt ab 19. Juni in Halle, danach in Antalya sowie in Wimbledon.

Textquelle: © LAOLA1/APA

So erlebte ich den unglaublichen 11. Juni 1995

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