Musetti hatte in seinem ersten Grand-Slam-Turnier schon mit Siegen über David Goffin und Marco Cecchinato auf sich aufmerksam gemacht. Und gegen Djokovic winkte nun gar die große Sensation.
Denn zwei Sätze lang war der junge Italiener immer am richtigen Ort und hatte auf alles, was Djokovic versuchte, die richtige Antwort. Wie sehr Musetti den Weltranglisten-Ersten verunsicherte, zeigte sich an den ungewöhnlich vielen unerzwungenen Fehlern, die der Serbe produzierte. 35 waren es in den ersten beiden Sätzen.
Nach dem zweiten Tiebreak verließen beide den Platz und kehrten wie verwandelt zurück. Musetti verlor komplett den Tritt und machte Djokovic die Aufholjagd überraschend leicht. Nach fast dreieinhalb Stunden Spielzeit gab der körperlich angeschlagene Außenseiter auf.
Schwartzman besiegt Struff
Bereits zuvor hatte der als Nummer 10 gereihte Argentinier Diego Schwartzman seinen Lauf fortgesetzt: Der Südamerikaner blieb auch in seinem vierten Match in Paris ohne Satzverlust und bezwang den Deutschen Jan-Lennard Struff mit 7:6 (9), 6:4, 7:5.
Struff vergab allerdings im ersten Durchgang sieben Satzbälle. Schwartzman bekommt es im Viertelfinale entweder mit Topfavorit Rafael Nadal oder dem Italiener Jannick Sinner zu tun.