Thiem: "Hätte fast nicht schlechter kommen können"

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In der 1. Runde gegen die Nummer 39 der Welt! "Es ist richtig tough", kommentiert Dominic Thiem sein Auftaktlos Marin Cilic bei den French Open in Paris.

"Es hätte fast nicht schlechter kommen können", musste der Niederösterreicher sichtlich schlucken. "Es gibt fast keinen unangenehmeren Gegner. Er ist ein Champion, hat alles gewonnen und glaubt in jedem Spiel an den Sieg."

Das letzte Duell bei den US Open sei sehr eng gewesen: "Ich bin nur knapp an einem fünften Satz vorbeigeschrammt."

"Ich versuche jetzt einfach mich richtig gut vorzubereiten, ein paar gute Trainings reinzukriegen und dann voll da zu sein."

Nadal-Duell im Semi? "War im Vorhinein klar"

Dass am möglichen Weg ins Finale bereits im Semifinale ein Duell mit Rafael Nadal warten würde, sieht Thiem hingegen gelassen.

"Es war von vorneherein klar, dass ich entweder Djokovic oder Nadal im Semi schlagen muss. Jetzt ist Nadal in meiner Hälfte – oder ich bin in seiner, besser gesagt", so der 27-Jährige. "Der Weg dahin ist aber ohnehin ein weiter."

Ballwechsel "ein bisschen bitter"

Den späteren Turnier-Zeitpunkt und die dadurch geänderten äußeren Verhältnisse sind für Thiem kein großes Thema. "Die Bedingungen taugen mir, ich fühle mich hier auf diesen Plätzen immer sehr gut. Ich habe ja fast ausschließlich gute Erinnerungen an Roland Garros. Daher habe, sobald ich da den Platz betrete, immer ein gutes Gefühl in mir."

Einzig der Wechsel der Ballmarke sei eine gewisse Umstellung. "Die neuen Bälle gehen vielleicht etwas mehr auf, als die alten. Für mich ein bisschen bitter, weil die Babolat-Rolland-Garros-Bälle meine Lieblingsbälle waren auf der Tour. Aber die Wilson sind auch echt in Ordnung. Von demher sollte es kein Problem werden."

"Kein Bonus von irgendeinem Gegner"

Ob der abgefallene Druck nach dem ersten Major-Titel tatsächlich hilft? "Das werden wir beim ersten Match sehen. Aber es fühlt sich definitiv so an, weil einfach ein gewisser Druck weg ist. Egal, was von jetzt an passiert, ich bin ein Grand-Slam-Sieger. Das wird mir nie mehr irgendwer wegnehmen", weiß Thiem.

Dennoch beginne in Paris alles bei Null. "Das heißt, ich habe keinen Bonus von irgendeinem Gegner, vielleicht hab ich in mir selber einen kleinen Vorteil, weil eben dieser große Druck abgefallen ist."

Punktesystem nimmt Druck

Ein weiterer Vorteil, gerade für Spieler, die 2019 in Paris sehr gut abgeschnitten haben wie er, liegt wohl darin, dass auf jeden Fall die bessere Punkteausbeute (2019 oder 2020) bis zur nächsten French-Open-Auflage im ATP-Ranking stehen bleiben wird. Thiem "muss" also nicht die 1.200 Punkte aus dem Vorjahr verteidigen.

"Natürlich ist es auch irgendwie im Hinterkopf, dass man die Punkte verteidigen muss und vielleicht ein Absturz in der Rangliste möglich ist. Der ist jetzt einmal vermieden durch das neue System." Darum gelte es, so Thiem lächelnd, jene paar Turniere zu genießen, bei denen das so ist. "Es wird eh früh genug wieder kommen, dass man die ganzen Punkte verteidigen muss."

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