Thiem nach Wien-Aus: "Das ist Gift für mich"

 

Die Enttäuschung über das Viertelfinal-Aus beim Heim-Turnier in der Wiener Stadthalle war Dominic Thiem nach der Zwei-Satz-Niederlage gegen Andrey Rublev ins Gesicht geschrieben.

"Natürlich ist die Enttäuschung da. Aber auch wenn ich den ersten Satz gewonnen hätte, wäre es schwierig geworden und wenn ich gewonnen hätte, weiß ich nicht, ob ich morgen überhaupt spielen hätte können", meinte Thiem.

Denn der Traum von der erfolgreichen Titelverteidigung in der Wiener "Tennis-Bubble" zerplatzte nicht nur wie eine Seifenblase, sondern auch wegen einer Blase.

"Ich habe schon seit der ersten Runde Probleme gehabt mit so einer Riesenblase am (rechten) Fußballen", erklärte der Weltranglisten-Dritte seine deutlich sichtbaren Probleme im zweiten Satz. Bei jedem Seitenwechsel zog sich Thiem den Schuh aus, um die Schmerzen etwas zu lindern.

"Ich habe es schon beim Einspielen sehr stark gespürt und mit jedem Rutscher, jedem intensiven Ballwechsel ist es immer schlechter geworden", gestand Thiem, für den derartige Schmerzen allerdings auch nichts Neues sind.

Die Highlights aus der Wiener Stadthalle im VIDEO:

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

"Ich habe halt eigentlich immer Probleme, vor allem Indoor, vor allem der Belag ist sehr aggressiv für den Fußballen. Das ist generell eine Problemzone", sagte der Weltranglisten-Dritte, der nun auch seinen geplanten Start in der kommenden Woche beim ATP-1000-Turnier in Paris-Bercy neu überdenken muss. Bis Samstag wolle Thiem noch entscheiden, ob er in Paris spielt oder aus dem Turnier rauszieht.

Thiem erklärt Problem mit dem Fuß

Grundsätzlich habe er schon sehr viel an diesem Problem gearbeitet und auch einiges verbessert. So werde der Fuß vor jedem Match dreilagig getaped. "Wir versuchen diese Hornhaut dort gering zu halten, arbeiten jeden Tag an dem Fuß."

Besonders auf dem rechten Fuß unter dem Fußballen herrsche "ein extremer Druck". Grundsätzlich habe er diese Problematik das gesamte Jahr, "aber ich schaffe es halt, sie im Rahmen zu halten".

Auch bei seinem Titelgewinn im Vorjahr in der Wiener Stadthalle habe er im Semifinale und Endspiel Probleme gehabt. Und danach auch bei den ATP Finals. "In London habe ich es richtig arg gehabt. Dieser raue Plattenbelag ist quasi Gift für das."

Paris-Start wackelt

Paris-Bercy war eigentlich fix eingeplant. "Wenn ich fit wäre, würde ich definitiv spielen. Aber wenn der Fuß nicht schmerzfrei ist bis zur ersten Runde, macht das wenig Sinn dort, deshalb werde ich schauen, wie es sich über Nacht entwickelt und dann am Samstag entscheiden, ob ich hinfliege oder rausziehe", erklärte Thiem.

Für seinen Bezwinger Andrey Rublev hatte der Lichtenwörther übrigens viele lobende Worte übrig. Geht es nach Thiem, wird der Weg des 23-jährigen Russen noch weiter nach oben führen.

Rublev? "Gehört zu den fünf besten Spielern der Welt"

"Er hat von hinten richtig, richtig schnell gespielt und er hat im Vergleich zum letzten Jahr vor allem seinen ersten Aufschlag wahnsinnig verbessert", ist Thiem von Rublev begeistert.

"Er hatte diesmal auch wieder ein sehr hohes Percentage und dann ist man gegen ihn die ganze Zeit in der Defensive. Er macht sehr viel Druck mit der Vorhand und da wieder rauszukommen, ist quasi unmöglich. Durch seinen nun so starken Aufschlag kommt man in den Return-Games kaum in die Lage die Ballwechsel zu diktieren."

Aktuell ist Rublev die Nummer acht der Welt. Nicht mehr lange, wenn es nach Thiem geht: "Für mich zählt er derzeit zu den fünf besten Spielern. Mir taugt sein Spiel und ich freue mich schon auf die nächsten Partien. Ich hoffe, dass ich dann noch mehr entgegenzusetzen habe."

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Textquelle: © LAOLA1.at

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