Thiem über Verdasco: "Eine komplette Frechheit"

Thiem über Verdasco: Foto: © GEPA
 

Es waren Bilder, die Ende September aus dem chinesischen Shenzhen rund um die Welt gingen: Fernando Verdasco stauchte in seinem Halbfinal-Spiel gegen den Japaner Yoshihito Nishioka einen Ballbuben zusammen, weil ihm dieser zu langsam das Handtuch brachte.

Dafür erntete der spanische Zornpinkel einen regelrechten "Shitstorm" in den sozialen Medien.

Geht es nach Dominic Thiem, geschah dies völlig zurecht. "Was manche Spieler den Ballkindern gegenüber abziehen, ist eine komplette Frechheit und extrem unsympathisch", kann der 25-jährige Niederösterreicher ein derartiges Verhalten nicht nachvollziehen. "So etwas geht einfach nicht!"

Aufgrund des Vorfalls entstanden in Folge Diskussionen, ob es überhaupt erlaubt sein sollte, dass die Kinder den Spielern während des Spiels Handtücher oder Getränke bringen.

Handtuch-Verbot für Thiem kein Thema

"Wenn man das Ballkind nett drum bittet, ein Getränk zu holen, ist es glaube ich kein Problem", meint Thiem, der dafür bekannt ist, sich immer extrem höflich gegenüber den Kids zu verhalten.

So meinte Vater Wolfgang Thiem im Mai im LAOLA1-Interview: "Ich finde es extrem unsympathisch, wenn die Spieler von den Ballkindern die Bälle bekommen und die dann wieder so wegrollen, dass sich die Kinder wieder bücken müssen. Obwohl ich ihm das nie gesagt habe, schupft Dominic die Bälle immer so zu den Kindern zurück, dass sie sich nicht bücken müssen. Beim Handtuch ist es dasselbe Spiel. Da hat er schon gute Manieren. Ich glaube, dass das auch andere an ihm schätzen."

Für Thiem ist diese Höflichkeit gegenüber den Kindern eine Selbstverständlichkeit. Ein komplettes Handtuch-Verbot könne er sich aber nicht vorstellen. "Es gibt Turniere, bei denen man es wirklich braucht, weil man so viel schwitzt. Wenn ich es selber holen müsste, würde es manchmal mit der Shot Clock eng."

"Eine verzwickte Sache"

Die Spieler haben zwischen den Ballwechseln schließlich nur 25 Sekunden Zeit. Ansonsten sind die Stuhl-Schiedsrichter dazu verpflichtet, Verwarnungen auszusprechen, die schlussendlich sogar in Strafpunkten münden können.

"Das ist eine verzwickte Sache", so Thiem. "Entweder man führt ein Limit ein – zwei Mal pro Game oder bei 30 beide bzw. Einstand - oder man belässt es bei der aktuellen Regelung. Dann muss man es aber hart bestrafen, wenn sich jemand so schlecht aufführt wie der Verdasco. Das wäre eine Möglichkeit. Ganz ohne Handtuch geht es aber nicht."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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