Wettkampfpause als Vorteil?
Dadurch, dass der Spanier über vier Monate an seiner Verletzung laboriert hat, ist seine Saison um einiges kürzer, als die seiner Konkurrenten. Diese haben in den Sommermonaten zahlreiche Turniere auf der Welt gespielt und demnach auch einige Reisestrapazen auf sich nehmen müssen.
Die künftige Nummer eins der Welt, Alexander Zverev, meinte bereits, dass spätestens seit dem Turnier Shanghai vor zwei Wochen die Luft draußen sei.
Diesem Umstand ist sich Alcaraz sehr wohl bewusst: "Das bedeutet, dass ich mental wahrscheinlich nicht so erschöpft bin, wie ich es wäre, wenn ich die ganze Saison über gespielt hätte. Ich werde versuchen, das als Vorteil für mich zu nutzen, um ehrlich zu sein."
Ist die Stadthalle zu laut? "Ich will nicht lügen"
Mit dem packenden Match und ereignisreichen Ballwechseln brachten Alcaraz und Khachanov die Wiener Stadthalle erstmals in dieser Woche stimmungsmäßig richtig zum Beben. Auch in den Pausen wurden über 100 Dezibel gemessen.
In Kombination mit der Musik kann das einen Spieler wohl aus der Konzentration bringen: "Ich würde sagen, sie (die Musik) ist ein bisschen zu laut. Ich will nicht lügen", erklärt der 23-Jährige, der aber dennoch Verständnis für die Ekstase hat: "Es ist ein Seitenwechsel. Ich würde sagen, diese Zeit gehört auch den Fans. Wenn sie die Musik behalten wollen, wenn sie den Song oder Musik oder was auch immer mögen, dann ist es auch ihre Zeit."
"Sobald man sich daran gewöhnt hat, konzentriert man sich auf seine eigenen Gedanken, auf das, was im eigenen Kopf vorgeht, und es spielt keine Rolle, was draußen vor sich geht. Ich habe mich also irgendwann einfach daran gewöhnt und es hat mich nicht gestört", resümiert die Nummer zwei des Turniers.
Mit den Bedingungen und dem Belag in der Stadthalle ist Alcaraz ebenfalls zufrieden. Einzig mit den Spielgeräten, die auch Zverev kritisierte, muss sich Alcaraz noch anfreunden: "Die Bälle sind, ehrlich gesagt, super-flauschig. Manchmal ist es wirklich schwierig Kraft zu entwickeln."