Karen Chatschanow KHA
Carlos Alcaraz ALC
Endstand
0:2
4:6 , 6:7
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Alcaraz nach schwierigem 2026: "Bin auf dem richtigen Weg"

Der Spanier meistert in einem spektakulären Match gegen Karen Khachanov die Auftakthürde bei den Erste Bank Open, muss sich aber noch mit ein paar Eigenheiten der Stadthalle anfreunden.

Alcaraz nach schwierigem 2026: "Bin auf dem richtigen Weg" Foto: © GEPA

Erstmals seit 2021 hat Carlos Alcaraz wieder bei den Erste Bank Open in Wien aufgeschlagen. Gegen den Russen Karen Khachanov stand er bereits in der ersten Runde vor einer schweren Aufgabe.

In einem spektakulären Spiel konnte er sich schließlich mit 6:4, 7:6 (5) durchsetzen.

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Zu Beginn sah es jedoch ganz anders aus, ist sich auch der Spanier bewusst: "Es war wirklich, wirklich knapp. Im ersten Satz stand es 3:2 für ihn (mit Break)."

"Er ist so ein großartiger Spieler. Ich musste für das 'Battle' bereit sein. Jedes Mal sind es ganz arge Duelle mit ihm. Obwohl ich eigentlich gut gespielt, gut aufgeschlagen hab, war es sehr eng", zollt er seinem Gegner Respekt.

Der 23-Jährige betont, wie wichtig gutes Timing in seinem Sport ist, wie es ihm im ersten Satz auch gelungen ist: "Ich habe es geschafft, das Blatt zu wenden, ich habe gut gespielt, finde ich. Ich denke, das ist Tennis. Man muss die wichtigen Punkte gewinnen, wenn es darauf ankommt. Dann kann sich alles ändern, alles kann sich wenden und man fühlt sich besser."

Zurück zu alter Stärke

Das Jahr 2026 war für den Spanier kein Leichtes. Monatelang laborierte er an einer Handgelenksverletzung, die viele anstrengende Stunden Reha mit sich brachte. Besonders schmerzhaft war aus sportlicher Sicht auch das Verpassen der French Open und Wimbledon. In der Weltrangliste fiel Alcaraz dadurch auch auf Rang zwei zurück.

Mit seinem aktuellen körperlichen Zustand und dem Heilungsprozess ist er zufrieden und zeigt sich angriffslustig: "Ich bin auf dem richtigen Weg. Ich glaube, ich mache die richtigen Schritte. Deshalb bin ich einfach zufrieden mit allem, was ich in letzter Zeit geleistet habe."

Viele lange, spektakuläre Ballwechsel konnten er und Karen Khachanov dem Wiener Publikum bieten. In mehreren Phasen der Partie hat man wieder den "alten Alcaraz" von vor der Verletzung erkennen können: "Das konnte man heute sehen. Ich finde, ich habe heute einfach großartiges Tennis gespielt. Was ich wirklich erreichen wollte, ist die Beständigkeit, die ich zu Beginn des Jahres hatte. So großartiges Tennis zu spielen oder in jedem Match Lösungen zu finden. Das ist das Niveau, das ich wieder erreichen möchte und ich glaube, ich mache die richtigen Schritte."

Wettkampfpause als Vorteil?

Wettkampfpause als Vorteil?
Foto: ©GEPA

Dadurch, dass der Spanier über vier Monate an seiner Verletzung laboriert hat, ist seine Saison um einiges kürzer, als die seiner Konkurrenten. Diese haben in den Sommermonaten zahlreiche Turniere auf der Welt gespielt und demnach auch einige Reisestrapazen auf sich nehmen müssen.

Die künftige Nummer eins der Welt, Alexander Zverev, meinte bereits, dass spätestens seit dem Turnier Shanghai vor zwei Wochen die Luft draußen sei.

Diesem Umstand ist sich Alcaraz sehr wohl bewusst: "Das bedeutet, dass ich mental wahrscheinlich nicht so erschöpft bin, wie ich es wäre, wenn ich die ganze Saison über gespielt hätte. Ich werde versuchen, das als Vorteil für mich zu nutzen, um ehrlich zu sein."

Ist die Stadthalle zu laut? "Ich will nicht lügen"

Mit dem packenden Match und ereignisreichen Ballwechseln brachten Alcaraz und Khachanov die Wiener Stadthalle erstmals in dieser Woche stimmungsmäßig richtig zum Beben. Auch in den Pausen wurden über 100 Dezibel gemessen.

In Kombination mit der Musik kann das einen Spieler wohl aus der Konzentration bringen: "Ich würde sagen, sie (die Musik) ist ein bisschen zu laut. Ich will nicht lügen", erklärt der 23-Jährige, der aber dennoch Verständnis für die Ekstase hat: "Es ist ein Seitenwechsel. Ich würde sagen, diese Zeit gehört auch den Fans. Wenn sie die Musik behalten wollen, wenn sie den Song oder Musik oder was auch immer mögen, dann ist es auch ihre Zeit."

"Sobald man sich daran gewöhnt hat, konzentriert man sich auf seine eigenen Gedanken, auf das, was im eigenen Kopf vorgeht, und es spielt keine Rolle, was draußen vor sich geht. Ich habe mich also irgendwann einfach daran gewöhnt und es hat mich nicht gestört", resümiert die Nummer zwei des Turniers.

Mit den Bedingungen und dem Belag in der Stadthalle ist Alcaraz ebenfalls zufrieden. Einzig mit den Spielgeräten, die auch Zverev kritisierte, muss sich Alcaraz noch anfreunden: "Die Bälle sind, ehrlich gesagt, super-flauschig. Manchmal ist es wirklich schwierig Kraft zu entwickeln."

Carlos Alcaraz über die Stimmung in der Wiener Stadthalle:

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