Lukas Neumayer
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Zizou Bergs
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Neumayer hadert: "Habe das Match komplett unter Kontrolle gehabt"
Lukas Neumayer kann auf eine starke Leistung zurückblicken, bei der es fast zur Sensation kam. Das Davis-Cup-Team zeigt sich weiter optimistisch.
Belgien gelingt im Davis Cup der zu erwartende Ausgleich zum 1:1.
Top-40-Spieler Zizou Bergs ringt Lukas Neumayer in drei Sätzen nieder (zum Spielbericht >>>).
Der Verlauf der Partie sorgte allerdings für mehr Spannung als ursprünglich erwartet. Lukas Neumayer spielt zu Beginn in seiner Davis-Cup-Form und weit besser als die Weltranglistenposition 180.
Souverän kann der Salzburger den ersten Satz mit 6:2 gewinnen. Der zweite Satz fängt genauso an, wie der vorherige begonnen hatte. Neumayer führt schnell 2:0.
"Ich habe extrem aggressiv von der Grundlinie gespielt, mit wenig Fehlern, ich habe da extrem gut gespielt. Ich habe im zweiten Satz gleich so weiter gemacht, deswegen tut es schon ein bisschen weh, dass ich das Match dann so aus der Hand gegeben habe."
"Match unter Kontrolle gehabt"
Dann hat Zizou Bergs ins Spiel gefunden und gezeigt, wieso er die aktuelle Nummer 38 der ATP-Weltrangliste ist. Warum es nicht von Anfang an geklappt hat, weiß Bergs im ORF-Interview: "Lukas hat ein wahnsinnig gutes Tennismatch gespielt. Ich habe zu Beginn etwas zu konservativ gespielt und wusste nicht was mich erwartet."
Trotz der Niederlage nimmt Neumayer Positives aus dem Match mit und weiß, wieso es anfangs so gut gelaufen ist:
"Das Level von Zizou ist dann um einiges besser geworden Mitte des Zweiten. Ich finde, dass ich bis dahin das Match eigentlich komplett unter Kontrolle gehabt habe. Es hat sich extrem gut angefühlt. Danach waren es vielleicht 2-3% weniger von mir. Da bin ich dann gleich bestraft worden."
Leichte Favoriten im Doppel
Der morgige Tag beim Davis Cup beginnt mit dem Doppel von Lucas Miedler und Neil Oberleitner. Die beiden spielen gegen Sander Gille und Joran Vliegen, die vor einigen Jahren bereits gemeinsam eine Doppelpaarung gebildet haben. Sie sind die große Unbekannte im belgischen Team.
Davis-Cup-Kapitän Jürgen Melzer warnt vor dem belgischen Duo, sieht die Favoritenrolle aber leicht bei Mieder/Oberleitner:
"Die haben sehr viele Jahre miteinander gespielt. Die wissen genau, was der andere macht. Allerdings macht es schon was aus, wenn du auf der Tour nicht mehr jede Woche miteinander spielst. Es wird auch einen Grund geben haben, warum sie sich getrennt haben. Ich sehe uns da vielleicht als leichte Favoriten, 55 zu 45 würde ich uns geben."
"Kann ihn auf jeden Fall schlagen"
In einem potenziellen fünften Match könnte Lukas Neumayer auf Kimmer Coppejans (ATP-Nr. 217) treffen. Gegen diesen hat er bereits zwei Mal gespielt und zwei Mal verloren.
Neumayer nimmt die Aufgabe allerdings positiv an: "Ich habe vollstes Vertrauen in unsere Jungs und hoffe, dass es nach den ersten zwei Matches aus ist morgen. Sollte es zum fünften Match kommen, wäre ich natürlich komplett ready.
Damals habe ich auch nicht mein bestes Tennis gespielt und glaube, dass sich in dieser Zeit bei mir extrem viel getan hat. Ich glaube, wenn es zu so einem Match kommen sollte, dass ich ihn auf jeden Fall schlagen kann.