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Schwärzler vor Davis-Cup: "Langsam nervt es mich"

Der Vorarlberger will endlich den endültigen Durchbruch schaffen. Neil Oberleitner tritt hingegen in die Fußstapfen seines Onkels.

Schwärzler vor Davis-Cup: "Langsam nervt es mich" Foto: © GEPA
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Zwei Debütanten scheinen 18 Jahre nach dem bisher letzten Davis Cup in Wien im ÖTV-Aufgebot gegen Belgien auf.

Mit Neil Oberleitner, der am Samstag fix sein Doppeldebüt in Rot-weiß-rot an der Seite von Lucas Miedler feiert, tritt der 27-jährige Neffe von Alexander Antonitsch in die Davis-Cup-Fußstapfen des Kärntners.

Und der erst 20-jährige Joel Schwärzler sitzt zumindest erstmals in der Spielerbox und könnte je nach Aufstellungstaktik noch im Schlusseinzel zum Zug kommen.

Antonitsch bereits eingeholt

Der 1999 geborene Oberleitner, der künftig auch auf der Tour ein Österreicher-Doppel mit Miedler bilden wird, kennt natürlich die Karriere seines Onkels nur aus Erzählungen.

Auch den legendären Davis Cup im Wiener Praterstadion gegen die USA anno 1990. "Ich habe ein paar Bilder davon gesehen, ja. Es ist natürlich ein cooles Gefühl. Dass meine Familie eine Tennisfamilie ist, ist bekannt, es sind große Fußstapfen von meinem Onkel", erklärte Oberleitner im APA-Gespräch.

Das Karrierehoch im ATP-Doppelranking von Antonitsch (54.) hat er als 39. bereits geknackt.

"Aber Davis Cup zu spielen, ist was ganz Besonderes. Diese Verbundenheit mit der Familie zu haben, ist was ganz Cooles", so Oberleitner, dessen Papa Michael ebenfalls auf der Tour gespielt hat.

Er redet freilich auch mit dem Kitzbühel-Turnierboss über sein Tennis, doch nach seinem Vater hat nun Alexander Peya das Traineramt bei Oberleitner inne.

"Schlampiges Genie"

"Schwer getroffen" hat Joel Schwärzler nach einer guten Trainingswoche die vorläufige Nichtnominierung. "Ich nehme es als Trainingswoche und Vorbereitung fürs nächste Turnier", sagt der in Südafrika geborene Vorarlberger.

Auf seinen Durchbruch im Einzel warten die Tennisfans, aber auch er selbst schon etwas länger. Ein bisschen stand er sich dabei auch bisher selbst im Weg, wie er am Donnerstag zugab.

Denn den "Ruf des schlampigen Genies", der ihm etwas zugesprochen wird, dementiert der stets freundliche Youngster gar nicht.

"Es ist absolut gerechtfertigt, dass die Frage kommt, über die letzten Jahre war es womöglich so. Ich war schlampig, bin's teilweise immer noch, so ehrlich muss ich sein, es ist auf jeden Fall besser geworden. Ich habe es realisiert, ich weiß, dass ich mir selbst oft im Weg gestanden bin und langsam nervt es mich. Ich will das auf jeden Fall ändern."

"Der Weg wird leichter"

Dass einige Gleichaltrige im Ranking nun schon weiter nach vorne geklettert sind, wie etwa der Spanier Martin Landaluce (ATP-62.), wurmt den aktuell 179. im Ranking.

"Er hat nicht das Talent von mir, steht sich aber überhaupt nicht selbst im Weg", meint er und klingt dabei gar nicht überheblich.

"Ich bin jetzt bereit dazu, gewisse Sachen, die ich nicht machen wollte, zu machen. Der Weg wird dann auf jeden Fall leichter und erfolgreicher."

Könnte unter Bresniks Fittiche kommen

Nach seiner Trennung von Coach Markus Hipfl wird der Ex-Schützling von Jürgen Melzer vorerst von seinem Bruder Julian gecoacht.

Eine Entscheidung, ob vielleicht Trainer-Guru Günter Bresnik Thema werden könnte, ist noch nicht gefallen. "Es wäre auf jeden Fall nichts Schlechtes, ich respektiere ihn sehr. Wir haben immer wieder mal zusammengearbeitet, das hat sehr gut geklappt."

Allerdings müsse ja auch ein Umfeld mit Konditionstrainer, Physio und Touringcoach geschaffen werden. "Günter wird nicht mehr so reisen wie mit Dominic", weiß Schwärzler.

Dass er einen Coach braucht, der ihm gewissermaßen in den "Hintern" tritt, bestätigt er. "Ja, beim Günter gehts, weil ich ihn so respektiere. Nicht nur weil er menschlich sehr in Ordnung ist, sondern auch der Erfolg da war."

Unabhängig vom neuen Coach glaubt Schwärzler an sich. Das kommende Jahr soll laut seinen Vorstellungen "ein sehr gutes Jahr" werden. Auch wenn ihn das unter Druck setzt: "Ich brauche Druck, sonst bin ich zu schlampig."

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