Koubek: "Haben Dominic alle Wünsche erfüllt"

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Spielt er oder spielt er nicht?

Vor dem am Freitag (15 Uhr) und Samstag (13 Uhr) ausgetragenen Davis-Cup-Länderkampf gegen Weißrussland in der St. Pöltener VAZ-Arena dreht sich (fast) alles um die Entscheidung von Dominic Thiem, ob er noch zur rot-weiß-roten Mannschaft hinzustößt oder nicht.

„Ich hoffe, dass er spielen wird“, würde ÖTV-Kapitän Stefan Koubek seine Nummer eins gerne bald in seinem fünfköpfigen Team begrüßen. Vorerst bilden Gerald Melzer (ATP 98), Sebastian Ofner (ATP 144), Dennis Novak (ATP 200) und die Doppel-Spezialisten Oliver Marach und Philipp Oswald das ÖTV-Quintett.



Koubek zeigt Verständnis

Nach seinem Achtelfinal-Aus bei den Australian Open gegen US-Überraschungsmann Tennys Sandgren in fünf Sätzen kehrte Thiem vor wenigen Tagen wieder aus Down Under in die Heimat zurück, um wieder Kraft für die kommenden Aufgaben zu tanken.

„Dominic ist natürlich müde. Er war in Doha krank, hat jetzt nach seiner Rückkehr aus Australien wieder einen Jetlag und ist sicher auch ein bisschen down, weil er weiß, dass er in Melbourne weiter kommen hätte können“, zeigt Koubek Verständnis für die aktuelle Situation des 24-jährigen Lichtenwörthers. „Aber er ist Profi und weiß, dass es weiter geht.“

Besuch in der Südstadt

Der 41-jährige Kärntner fuhr noch am späten Dienstagnachmittag in die Südstadt, wo Thiem mit seinem Coach Günter Bresnik trainierte, um neue Auskünfte über eine mögliche Davis-Cup-Zusage zu erhalten. Eine Prognose wollte Koubek diesbezüglich aber nicht abgeben.

„Ich kann’s nicht beurteilen. Dominic und Günter stehen jeden Tag in Kontakt. Günter weiß alles über Dominic und dementsprechend am besten, wie er drauf ist.“

Dominic Thiem setzte im Laufe seiner Karriere schon auf viele verschiedene Looks. LAOLA1 mit der Zeitreise:

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In seiner Jugend setzte Thiem auf den Wuschelkopf-Look.

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Für seine erstmalige Teilnahme am ATP-Turnier in Kitzbühel im Jahr 2011 musste es etwas kürzer sein.

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Auf den "Irokosen" setzte schließlich einst schon David Beckham.

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Danach wurde es wieder länger und geföhnt.

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Es folgte der erste Versuch mit Haarband.

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Doch diese Idee verwarf der Niederösterreicher rasch wieder.

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Die Haare wurden wieder kürzer, Gel durfte 2012 auch nicht fehlen.

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Im Mai 2013 präsentierte sich Thiem mit zwei rasierten Streifen auf der Seite. 

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Bei den Erste Bank Open im Oktober 2013 war es schließlich nur noch ein Steifen.

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Ende 2013 war auch dieser wieder herausgewachsen.

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2014 wollte Thiem nichts mehr vom Gel-Look wissen, die Haare wurden länger.

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In Kitzbühel versuchte es Thiem 2014 erneut mit dem Haarband.

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Die Kappe war ihm dann aber doch deutlich lieber.

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Pünktlich zum Stadthallen-Turnier im Oktober 2014 feierten die rasierten Streifen ihr Comeback.

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Nach einer kurzen Übergangsphase wagte Thiem etwas ganz Neues...

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... nämlich blond gefärbte Haare!

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Im Sommer 2015 war er als "Blondschopf" unterwegs.

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Und das durchaus erfolgreich!

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Mit den gefärbten Haaren feierte Thiem unter anderem seinen ersten ATP-Titel.

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Bei den US Open war die Farbe dann aber nur noch in den Spitzen erkennbar.

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Im Oktober 2015 waren die Haare wieder im ursprünglichen Zustand.

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Für das Davis-Cup-Duell mit Portugal im März 2016 rasierte sich der Lichtenwörther "AUT" in die Haare.

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Im Sommer 2016 waren es weniger die Haare, viel mehr das Outfit, das für Schlagzeilen sorgte.

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Als "Zebra" zog Thiem bei den French Open bis ins Halbfinale ein.

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Danach wurden die Haare etwas länger.

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Einmal griff Thiem noch zum Rasierer, ab Ende 2016 sollte die Mähne aber immer länger werden.

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In dieser Saison setzt Thiem während den meisten Partien auf das Haarband.

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Inzwischen sind die Haare ganz schön gewachsen. Das Vorhaben lautete, sie bis zu den French Open nicht zu kürzen.

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Das ist gelungen.

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In Roland Garros spielte Thiem 2017 übrigens nicht als "Zebra" - in diesem Jahr setzten er und Ausrüster Adidas auf die Farbe grün.

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Klassisches Weiß in Wimbledon...

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In Gelb auf der US-Tour 2017!

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In Flushing Meadows verkörpert er die Retro-Kollektion von Pharell Williams.

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Von Verbandsseite habe man in jedem Fall alles unternommen, um den Weltranglisten-Sechsten zu einem Antreten in St. Pölten zu bewegen. „Vom Termin her gibt es grundsätzlich keine Ausreden: Wir spielen auf Sand und zuhause. Wir haben versucht, alle seine Wünsche zu erfüllen.“

Thiem als Davis-Cup-Pendler?

Koubek hätte auch kein Problem damit, wenn Thiem zum Davis-Cup-Pendler mutieren und von seiner Wohnung in Mödling täglich nach St. Pölten fahren würde.

„Optionen gibt es viele, er hat auch alle Rechte. Er muss aber auf jeden Fall am Donnerstag bei der Auslosung dabei sein, sonst darf er nicht spielen. Wenn er lieber jeden Tag hin und her fährt, dann soll er das machen. Ich habe selber mal bei einem Davis Cup in einem anderen Hotel gewohnt. Tennis-Spieler sind Alpha-Tiere und Egoisten – das ist auch gut so, weil es ein Einzelsport ist.“

Wichtig wäre Koubek nur eines: „ Er soll am Freitag, wenn er spielt, da sein und den Punkt holen. Schöner wäre es natürlich, wenn er beim Team ist und wir alle zusammen mit ihm eine Gaudi haben. Bis jetzt war Dominic auch immer mit dabei und hatte seinen Spaß mit uns. Im Endeffekt ist es seine Entscheidung. Er macht den Unterschied im Team aus und dementsprechend versuchen wir auch, ihm alles rechtzumachen.“

Auch ohne Thiem in der Favoriten-Stellung

Sollte Thiem nicht spielen, würde dies für Koubek allerdings auch nichts an der Favoritenstellung des ÖTV-Teams ändern.

Egal ob Dominic spielt oder nicht – wir sind Favorit!

Große Zuversicht im ÖTV-Team

„Egal ob Dominic spielt oder nicht – wir sind Favorit. Wir spielen zuhause auf Sand – das ist unsere Stärke. Die Spieler sind gut drauf und wir haben das Publikum hinter uns.“

Im Vorjahr setzte es in Minsk auf einem schnellen Hartplatz eine 1:3-Niederlage gegen Weißrussland. Ein ähnlicher Überraschungscoup von Ilya Ivashka (ATP 190), Dzimitry Zhyrmont (ATP 389) und Yaraslav Shyla (ATP 426) erscheint in St. Pölten allerdings auch ohne Thiem ziemlich unwahrscheinlich.

Das sieht auch der weißrussische Kapitän Vladimir Voltchkov so. „Natürlich macht Thiems Anwesenheit einen großen Unterschied aus. Ich habe aber trotzdem sehr viel Respekt vor den anderen Spielern."

Der ehemalige Weltranglisten-25. nimmt widerspruchslos die Rolle des Underdogs ein. "Sebastian Ofner spielte im vergangenen Jahr in Kitzbühel tolles Tennis und Dennis Novak spielte zuletzt in Australien sehr stark. Die wissen schon, wie man Tennis spielt. Es wird ganz schwierig für uns werden."

Rückkehr in die Weltgruppe?

Gewinnt das Team von Kapitän Stefan Koubek gegen Weißrussland, würde man auf dem Weg in die Weltgruppe im April auswärts gegen die Russen antreten. Misslingt das Unterfangen, gibt es zwei Varianten, um im September den Klassenerhalt zu fixieren.

Gewinnt Weißrussland in Runde 2 gegen Russland, sind die Russen in Moskau der Gegner. Verliert Weißrussland gegen Russland, bekommen es die Österreicher mit dem Verlierer der Partie Bosnien – Slowakei zu tun. Gegen Bosnien würde das Los über das Heimrecht entscheiden, gegen die Slowaken dürfte man daheim antreten.

Textquelle: © LAOLA1.at

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