Dennis Novak macht gegen Uruguay den Sack zu

Dennis Novak macht gegen Uruguay den Sack zu Foto: © GEPA
 

Österreich gewinnt das Davis-Cup-Duell gegen Uruguay und qualifziert sich damit erstmals für das erst zum zweiten Mal ausgetragene Final-Turnier in Madrid mit 18 Teams vom 23. bis 29. November in Madrid (6 Dreiergruppen).

Nach dem Sieg im Doppel von Jürgen Melzer/Oliver Marach zum 2:1 gewinnt auch Dennis Novak das Duell der beiden Nummer-1-Spieler gegen Pablo Cuevas mit 2:6, 6:3, 6:4.

Der 26-jährige Niederösterreicher sorgte am Freitag auch schon für den ersten Punkt des ÖTV-Teams.

Das vierte Einzel wird nicht mehr ausgetragen.

"Es war ein schweres Match"

"Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll", erklärte der sehr emotional reagierende Novak über seinen Erfolg. "Es war ein schweres Match, ich habe schwach begonnen. Ich habe gedacht, schlechter kann es nicht werden. Ab dem zweiten Satz habe ich es echt gut gespielt." Nach dem verwerteten Matchball war Melzer erster Gratulant auf dem Court, alle anderen Team-Mitglieder folgten nur Augenblicke später.

Novak hält im Tennis-Teambewerb nun bei acht Siegen bei nur drei Niederlagen. Er gestand ein, dass er zu Match-Beginn vor 3.700 Zuschauern ein wenig mit der Erwartungshaltung zu kämpfen hatte. "Es ist normal für einen Tennisspieler, dass er Druck hat. Man muss nur wissen, wie man damit umgeht. Mir ist das heute sehr gut gelungen. Ich bin körperlich sehr fit. Das gibt mir viel Vertrauen in mich selbst."

Überglücklich war selbstverständlich auch Stefan Koubek. Als Spieler hatte er es nie zu einem Länderkampf-Sieg in der Weltgruppe geschafft, als ÖTV-Kapitän aber nun schon. "Ich habe schon einige Nerven liegen gelassen", erklärte der Kärntner. "Ich bin überglücklich. Cuevas hat viel riskanter gespielt als am ersten Tag, er hat sehr viel getroffen. Aber Dennis hat verdient gewonnen, einfach genial."

Frühes Break im dritten Satz

Marach und Melzer hatten die Gastgeber mit einem hart erkämpften 4:6,6:3,7:5 gegen Pablo Cuevas und Ariel Behar mit 2:1 in Front gebracht. Pablo Cuevas hatte damit in Summe bereits fast fünf Stunden in diesem Länderkampf gespielt, hatte er doch am Freitag Jurij Rodionov in drei knappen Sätzen besiegt. Auch aufgrund dieses Umstands ging Novak als Favorit in sein zweites Duell mit dem 34-Jährigen.

Der Lokalmatador agierte dann in der Steiermarkhalle am Schwarzl-See aber im ersten Satz viel zu passiv, Cuevas benötigte mit einem Minimum an Aufwand nur 26 Minuten für die 1:0-Satzführung. Novak hatte in der Anfangsphase aber auch Pech, als ihm ein Rebreak aufgrund eines falschen Out-Rufs verwehrt wurde. Nach der Wiederholung des Punkts machte Cuevas das Game und servierte in Folge aus.

Das erste Break gegen sich in diesem Duell mit Rot-Weiß-Rot war für den Südamerikaner aber nur aufgeschoben, Novak schaffte es zum 2:0. Zwar gewann der 26-Jährige als Rückschläger im gesamten zweiten Satz nur fünf Punkte, mit viel offensiverem und angriffslustigerem Spiel hatte er aber wenig Probleme, in Sätzen auszugleichen. Mit einer 2:0-Führung im dritten Satz war schließlich der Weg zum Triumph geebnet.

Für Uruguay war es die erste Davis-Cup-Niederlage nach acht Siegen en suite, das Team hatte es tief aus der Amerika-Kontinentalzone bis zur Chance aufs Weltgruppen-Finalturnier geschafft. Die Österreicher wiederum nutzten ihre zweite Heim-Möglichkeit auf das Finalturnier, bei dem wohl auch Dominic Thiem dabei sein wird. Die erste war vor gut einem Jahr mit einem 2:3 in Salzburg gegen Chile (ebenfalls ohne Thiem) vergeben worden.

Das Finalturnier des Teambewerbs findet vom 23. bis 29. November statt. Gespielt wird in sechs Dreier-Gruppen, die Auslosung erfolgt bereits am Donnerstag (17.00 Uhr MEZ) in London. Fix dafür qualifiziert waren Titelverteidiger Spanien, mit Kanada, Großbritannien und Russland die übrigen Halbfinalisten von 2019 sowie Frankreich und ATP-Cup-Gewinner Serbien jeweils per Wildcard.

Die übrigen elf Tickets gehen an die anderen elf Gewinner der Qualifikationsrunde vom Samstag. Da standen vorerst Australien, Italien, Deutschland, Kasachstan, Ecuador und Schweden bereits als weitere Aufsteiger fest. Für sie alle wie auch für Österreich bedeutet das Weiterkommen neben dem sportlichen Erfolg auch einen finanziellen Segen für Spieler und Verband gesamt im Millionenbereich.

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