Davis-Cup-Duell gegen Chile steigt in Salzburg

Aufmacherbild Foto: © GEPA
 

Das Davis-Cup-Duell in der Weltgruppe gegen Chile steigt am 1. und 2. Februar 2019 in der Stadt Salzburg in der Salzburg Arena.

Diese Entscheidung gibt der Österreichische Tennis-Verband am Samstag bei einer Pressekonferenz in der Wiener Stadthalle bekannt.

Der Sieger dieses Aufeinandertreffens wird am Ende des Jahres bei dem erstmals ausgetragenen großen Davis-Cup-Final-Turnier in Madrid teilnehmen.

Der Davis Cup gastiert damit erstmals seit 1988 in Salzburg. Damals war Zell am See der Schauplatz.

Als Veranstalter wird erneut Herwig Straka fungieren, der bereits die letzten Davis-Cup-Events in St. Pölten und Graz organisierte und mit dem der ÖTV einen längerfristigen Rahmen-Vertrag abschloss.

ÖTV-Sportdirektor Thomas Schweda: „Ich hoffe auf ein Riesen-Tennisfest, das uns den Weg zum großen Finale nach Madrid ebnen wird.“

Schwierige Standort-Suche

Im Vergleich zum Davis-Cup-Duell gegen Australien in Graz schrumpft die Zuschauer-Kapazität in Salzburg um etwa ein Drittel auf etwa 4.500 Besucher.

„Es war nicht leicht, überhaupt eine Halle in Österreich zu finden. Ich glaube, dass die Kapazität für diesen Davis Cup gut passen wird“, so Schweda, der mit der Linzer Tips-Arena nur eine einzige Alternativ-Möglichkeit zur Verfügung hatte.

Es sei nämlich alles andere als leicht, innerhalb kurzer Zeit einen passenden Standort für den Davis Cup zu finden. „Hallen gibt’s genügend, die meisten sind aber mit Konzerten schon zwei bis drei Jahre im Voraus ausgebucht“, erklärt Schweda.

Anfrage in Bratislava

In der Weltgruppe ist es laut ITF-Regulativ nämlich sogar verpflichtend, den Davis Cup zumindest in einer Landeshauptstadt auszutragen. Ansonsten hätte man um eine Ausnahmegenehmigung ansuchen müssen.

Der ÖTV stellte sogar eine Anfrage für die Sporthalle in Bratislava, falls sich in Österreich kein passender Standort ergeben hätte. „Was hätten wir machen sollen, wenn wir die Salzburg-Arena oder die Linzer Tips-Arena nicht bekommen hätten?“

Neue Multifunktions-Arena ist weiter ein Thema

Angesichts der schwierigen Sport-Infrastruktur in Österreich stellte sich damit erneut die Frage nach einer neuen multifunktionellen Sport-Arena in Wien und Umgebung.

ÖTV-Präsident Werner Klausner bestätigte erneute Gespräche mit dem Bund. „Ich habe den Sportminister erst in dieser Woche getroffen und es ist der Plan, in absehbarer Zeit ein multifunktionelles Sport-Stadion in Österreich zu bauen.“

„Es ist für uns nicht einfach, immer so kurzfristig einen passenden Standort zu finden. Sowohl betriebswirtschaftlich als auch technisch. Schließlich kann nicht in jeder Halle risikofrei ein Sandplatz verlegt werden“, erklärt Klausner die Problematik.

Wobei Schweda allerdings auch auf die positiven Seiten des aktuellen Wanderzirkus verweist: „Ich find’s auch sehr schön, wenn der Davis Cup wandert und in verschiedenen Bundesländern zu sehen ist. Der Grundgedanke ist, die Nationalmannschaft allen Tennis-Interessierten in Österreich näher zu bringen.“

ÖTV-Kapitän Koubek ist zuversichtlich

ÖTV-Kapitän Stefan Koubek ist aus sportlicher Sicht zuversichtlich, den Sprung zum Final-Turnier zu schaffen. „Ich gehe davon aus, dass ich bei den Spielern aus dem Vollen schöpfen kann. In Graz haben alle bereits zugesagt, ich hoffe, dass das so bleibt. Dann gehen wir als Favorit in das Duell. Chile darf man aber nicht unterschätzen. Wir sind auch als absoluter Außenseiter nach Russland gefahren und haben dort gewonnen.“

Auf Wunsch der Spieler wird in der Salzburg-Arena ein Sandplatz verlegt. Mit Ausnahme von Dennis Novak habe sich jeder für diesen Belag ausgesprochen. „Vor allem Dominic, der danach nach Südamerika fährt und dort auf Sand spielen wird. Deshalb war es für mich klar, dass wir das unbedingt auf Sand spielen müssen“, so Koubek, der guter Dinge ist, erneut auf seine Nummer eins setzen zu können.

„Dominic hat mir kommuniziert, dass er spielen und ins Finale nach Madrid kommen will. Es kann im Tennis aber natürlich immer wieder eine Verletzung passieren. Ich hoffe natürlich, dass er dabei ist und will nicht den Teufel an die Wand malen.“

Der Kartenvorverkauf beginnt am 5. November. Bis zum 27. Dezember werden nur Zweitages-Tickets angeboten. In der Kategorie A kosten die Karten 129 Euro, in der Kategorie B 99 Euro. Für ÖTV-Lizenzkartenspieler gibt es eine Ermäßigung von 10 Prozent.

Textquelle: © LAOLA1.at

Dokupil mit deutlicher Kritik an Rapid-Präsident Krammer

Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare