"Sehr mühsam und nicht ganz fair"
Er berichtet am Wochenende auch von schlechtem, weil überlasteten Wlan in seinem Zimmer, womit die Kommunikation mit der Familie erschwert würde. Auch dürfe er einzig Essen bestellen, hoffe aber auf Besserung.
In einem Gespräch wurde von "Tennis Australia" Verständnis signalisiert, aber keine Änderung der Quarantäne-Lage. "Es ist schon sehr mühsam. Ich finde es auch nicht ganz fair, dass ein paar Spieler in Adelaide trainieren dürfen und wir in Melbourne einkaserniert werden."
Im Vorfeld sei es nicht so kommuniziert gewesen, dass bei einem positiven Fall im Flieger automatisch alle Passagiere in Quarantäne müssten. "Es hat eher so geklungen, dass jeder Fall individuell angeschaut wird. Das war bei uns dann nicht der Fall. Sie haben eher die Schablone über alle gelegt und gesagt, dass jeder eine potenzielle Gefahr für Australien darstellt." Oswalds Quarantäne endet am 29. Jänner, schon drei Tage später soll er beim ATP Cup am Court stehen.
Dort spielt er im Team mit Thiem und Dennis Novak, die beiden Niederösterreicher würden sein Defizit mit der guten Vorbereitung in Adelaide sicher kompensieren, meinte er. Forderungen von Djokovic nach Lockerungen der Auflagen in Melbourne wie die Unterbringung der Spieler in Häusern mit Tennis-Courts wiesen die Behörden umgehend zurück. Die Regeln für die Profis seien die gleichen wie für alle anderen Menschen, betonte Daniel Andrews, der Premierminister des Bundesstaates Victoria.