So funktioniert das ATP-Ranking

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So funktioniert die Berechnung vom ATP-Ranking

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Die (beinahe) jeden Montag aktualisierte Herren-Tennis-Weltrangliste wird durch ein von der ATP recht ausgeklügeltes System berechnet.

Für die bei jedem Spieler zusammengezählten Punkte werden immer die Ergebnisse der letzten 52 Wochen hergenommen.

Eine Ausnahme bilden die kleinen Future-Events, die immer erst am Montag nach einer Woche in den ATP-Computer fließen, dort aber dann ebenfalls 52 Wochen lang im System bleiben.

Als Basis wird für jeden Spieler angenommen, dass er vier Grand-Slam-, acht ATP-1000- und sechs weitere Turniere bestreitet.

Steht er bei den beiden erstgenannten Turnier-Kategorien aufgrund seines (schlechten) Rankings nicht im Hauptbewerb, kann er dafür ein anderes Turnier in die Wertung nehmen.

Startverpflichtung bei den großen Turnieren

Bei den großen Turnieren herrscht nämlich eine Startverpflichtung. Ist ein Spieler aufgrund seines Rankings oder sonstiger Umstände (Qualifikation, Lucky Loser, Wild Card) für ein 1000er für den Hauptbewerb qualifiziert, muss er auch daran teilnehmen.

Sollte er verletzungsbedingt nicht antreten können, muss er das Turnier mit 0 Punkten in seine Gesamt-Punkte-Wertung einfließen lassen und darf kein anderes Turnier mit diesem ersetzen.

Sonderstellung für Monte Carlo

Außerdem muss ein Top-30-Spieler mindestens vier ATP-500-Events - wie zum Beispiel die Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle - in einem Kalenderjahr spielen.

Das ATP-1000-Turnier in Monte Carlo hat hierbei eine Sonderstellung: Es gibt im Fürstentum zwar ebenfalls 1.000 Punkte zu holen, Startverpflichtung besteht aber keine. Der Tennis-Klassiker wird wie ein 500er Turnier behandelt und kann von den großen Stars auch ausgelassen werden, ohne mit einem "Nuller" bestraft zu werden.

Parallel zum ATP-Ranking wird auch das ATP Race geführt. Darin werden die im laufenden Kalenderjahr gesammelten Punkte zusammengerechnet. Die acht besten Spieler dieser Wertung (bzw. ein amtierender Grand-Slam-Gewinner, der zwischen acht und 20 liegt) schaffen den Sprung zum ATP World Tour Finale in London, wo es noch einmal viele Punkte zu holen gibt. Das London-Ergebnis dürfen sich die Teilnehmer zusätzlich zu ihren 18 gewerteten Turnieren in die Wertung einfließen lassen.

Keine Punkte gibt es seit dem Jahr 2016 für den Davis Cup und die Olympischen Spiele.

Rekordhalter Roger Federer

Rekordhalter an der Spitze der Weltrangliste ist übrigens der Schweizer Tennis-Maestro Roger Federer, der in seiner Karriere unglaubliche 302 Wochen als Nummer eins geführt worden ist.

Einziger Österreicher in dieser elitären, nur 26 Spieler umfassenden Gruppe ist Thomas Muster, der im Jahr 1996 Wochen insgesamt sechs Wochen weltbester Tennis-Spieler war.

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Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang»

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