Spieler dürfen nach Covid-Erkrankung "geschütztes Ranking" beanspruchen
"Die Einnahmen unserer Turniere sind weiterhin stark beeinträchtigt wegen der verminderten Publikums-Einnahmen. Eine substanzielle Besserung scheint bis Jahresmitte unwahrscheinlich", meinte ATP-Chairman Andrea Gaudenzi in einer Aussendung dazu. Die Tour wolle so vielen Spielern wie möglich helfen. "Ich möchte dem Player Council und den Topspielern danken, dass sie diese Maßnahmen unterstützen", so der Italiener. Eine weitere Neuerung: Spieler, die an Covid-19 erkranken und zumindest vier Wochen en suite ausfallen, dürfen künftig wie bei längeren Verletzungen ein "geschütztes Ranking" beanspruchen.
Das "eingefrorene" Ranking erlaubt es Spielern, für vier Möglichkeiten (außer die Grand Slams und Olympische Spiele) das "alte" Ranking zu nutzen.
Weltranglisten-System wird weiter angepasst
Die Ausdehnung der ATP-Rankings-Coronaregel ist nun noch eine Spur komplizierter geworden. Die normalerweise auf 52-Wochen-Basis berechnete Weltrangliste wird nun verlängert. Resultate zwischen dem 4. März und 5. August 2019 (!), die im Vorjahr nicht gespielt wurden, werden nun weitere 52 Wochen im System bleiben und dann zu 50 Prozent gewertet. Es wird weiterhin nur das bessere von zwei Resultaten herangezogen. Beispiel: Ein Spieler kann entweder 50 Prozent seines 2019er-Madrid stehen haben, oder 100 Prozent seines 2021-Madrid-Abschneidens. Das bessere der beiden bleibt für die nächsten 52 Wochen bestehen.
Die ATP hofft, dass ab dem 16. August die normale 52-Wochen-Basis wieder zu laufen beginnt. Kommt es nicht zu weiteren Maßnahmen, dann bedeutet das, dass nach Auslaufen aller Sonderregelungen die Vor-Covid-Rangliste ab 15. August 2022 wieder in Kraft ist.