Noch nicht fit: Thiem sagt alle Termine ab

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Österreichs Tennis-Ass Dominic Thiem kämpft weiter gegen seine virale Infektion - der Genesungsprozess verläuft langsamer als gedacht. Am Freitag sagte der Lichtenwörther daher kurzfristig seine Teilnahme am "Media Day" mit vielen Stars der US Open ab. Thiem hätte Medien- und Sponsoren Rede und Antwort stehen sollen.

Der Weltranglisten-Vierte begründete sein Fehlen damit, dass er den Tag benötige, um seinem Körper weiter Ruhe zu gönnen, bevor der am Dienstag in die US Open einsteigt. Aber: Verschlechtert hat sich sein Zustand nicht.

"Nichts Beunruhigendes"

"Es wären heute auch extrem viele andere Geschichten gewesen. Media Day, Termine mit Babolat, Rolex und am Abend auch noch etwas. Jetzt haben wir gesagt, wir machen den einen Tag Pause. Es ist nichts Beunruhigendes, aber der Fortschritt ist nicht so schnell gegangen wie erwartet", berichtete Thiem-Manager Herwig Straka im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur.

Von einem Rückfall könne keine Rede sein. "Er ist nicht krank oder hat einen Rückfall gekriegt, sondern er ist einfach noch nicht dort, wo er sein sollte. Darum haben wir aktiv diese Entscheidung getroffen." Thiem hatte übrigens schon am Vortag, nach seinem Training mit Roger Federer, eine geplante zweistündige Nachmittags-Trainingseinheit ebenso abgesagt.

Die Auslosung in die untere Tableau-Hälfte spielt dem als Nummer 4 gesetzten Thiem zumindest in die Hände, denn er muss jetzt erst am Dienstag ins Turnier einsteigen. "Das ist ein wichtiger (zusätzlicher, Anm.) Tag. Die Auslosung ist Gott sei Dank so gut verlaufen, dass er erst am Dienstag spielt", meinte auch der 53-jährige Steirer. Thiem trifft zum Auftakt auf den Italiener Thomas Fabbiano (ATP-87.).

Auch Melzer kämpft gegen die Zeit

Ähnlich sah es auch Jürgen Melzer, der erstmals als reiner Doppel-Spezialist zu den US Open gekommen ist. Er wird an der Seite von Oliver Marach nicht vor Mittwoch ins Turnier einsteigen. "Jetzt ist es ein Wettlauf gegen die Zeit. Da hat er jetzt heute, morgen zum Regenerieren. Es ist natürlich alles andere als optimal und dann auch noch best of five", sagte Melzer zur APA. "Vielleicht hat er sogar Glück, dass das Wetter jetzt nicht so schlimm ist und er nicht bei 35 Grad einlaufen muss", hoffte Melzer für Österreichs Topstar.

Auch der ehemalige French-Open-Halbfinalist (2010) warnt vor zu großen Erwartungen. "Ich glaube schon, dass man da die Erwartungshaltung ein bisschen zurückschrauben muss. In erster Linie muss man hoffen, dass er überhaupt antreten kann." Doch Thiem wird alles tun, um einlaufen zu können. "Keiner versäumt gern einen Grand Slam, vor allem nicht nach so einer Saison, die er bis jetzt gespielt hat und die Position, in die er sich gebracht hat", sagte Melzer.

Auch er selbst hat in seiner Einzel-Karriere öfters trotz angeschlagener Fitness spielen müssen. "Zum Beispiel im Jahr, nachdem ich Halbfinale in Paris gespielt habe. Da bin ich mit komplett kaputtem Rücken nach Paris gereist und habe trotzdem gespielt. Das sind Dinge, die man nicht machen sollte."

Textquelle: © LAOLA1/APA

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