Nadal als "ultimative Challenge" für Thiem

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Die harte Auslosung beim ATP-1000-Turnier in Monte Carlo macht sich für Dominic Thiem jetzt auch real bemerkbar: Nach seinem Dreisatz-Erfolg über Novak Djokovic muss der Fokus schnell auf Rafael Nadal gelegt werden, der im Viertelfinale auf ihn wartet (2. Match nach 11:00 Uhr am Freitag).

"Es ist die ultimative Challenge, gegen Nadal auf Sand zu spielen. Es gibt nichts Schwereres auf der Welt, aber es ist auf jeden Fall gut, dass ich ihn letztes Jahr einmal besiegen habe können", fiebert der Lichtenwörther dem Duell trotz der klar negativen Bilanz gegen die spanische Nummer 1 der Welt entgegen.

Erst zwei der sieben Duelle konnte der 24-Jährige für sich entscheiden.

Sand-"König" gegen -"Prinzen"

Allerdings war Thiem 2017 der einzige Spieler, der Nadal auf Sand besiegen konnte, nämlich im Viertelfinale von Rom.

Die beiden sind sich in Barcelona und Madrid jeweils im Finale bzw. bei den French Open im Halbfinale gegenübergestanden. Diese Rivalität zwischen dem Sand-"König" und dem -"Prinzen" geht also in eine Fortsetzung.

Jener Sieg in Rom mache sehr wohl einen Unterschied aus, wie er in das Match reingehe, sagt Thiem. Er weiß aber: "Ich muss meine beste Leistung abrufen, dann habe ich eine Chance. Wenn ich das nicht mache, dann ist er einer der Spieler, wo man als Verlierer vom Platz geht."

Glücksgefühle gegen Djokovic

Österreichs neunfacher Turniersieger und zuletzt zweifacher Roland-Garros-Halbfinalist hat jedenfalls nach fünfwöchiger Verletzungspause schon jetzt ein furioses Comeback gefeiert. Sein Körper hält nicht nur, Thiem erinnert schon wieder an seine besten Performances auf Sand im Vorjahr.

Und auch ein Sieg über einen erst langsam wieder auf Touren kommenden Djokovic ist für Thiem noch etwas Besonderes. "Das Gefühl ist super. Ich freue mich riesig. Es ist alles andere als alltäglich, dass ich Djokovic schlage, einen der besten Spieler aller Zeiten. Deshalb gibt mir das sehr viel Glücksgefühle und sehr viel Zufriedenheit. Ich freue mich auf das nächste Match."

Trotz des Satzrückstandes war Thiem gegen Djokovic nicht bange. "Ich habe auch im ersten Satz eigentlich gut gespielt bis auf das eine Game bei 5:3 und habe dann ein schlechtes Tie-Break gespielt. Es war immer im Kopf drinnen, dass die Leistung okay war. Dann war es in Satz zwei und drei leichter, dass ich dran bleibe", verrät der Lichtenwörther seine Gedanken.

Spätestens nach dem Break zum 3:2 im zweiten Satz habe er wieder an den Sieg geglaubt. "Es ist ein Supergefühl gegen so einen guten Spieler nach 0:1-Sätzen zurückzukommen und zu gewinnen."

Auch für Nadal kein glückliches Los

Der Viertelfinal-Hit Nadal gegen Thiem wird von vielen als vorweggenommenes Finale der beiden besten Sandplatz-Spieler gesehen. "Natürlich hätte ich gerne erst später im Turnier gegen ihn gespielt", sagt Thiem. "Aber das Los war besonders für mich ein bisschen unglücklich. Hoffentlich auch für ihn morgen", meint Thiem lächelnd.

Thiem hofft auf die Fortsetzung der sportlichen Rivalität auf Sand mit Nadal. "Es war ein tolles Duell letztes Jahr auf Sand. Als wir unser erstes Match in Barcelona gespielt haben, hat wahrscheinlich niemand geglaubt, dass es so viele mehr in späten Turnierphasen werden würden. Also hoffe ich, dass es morgen wieder der Start für eine nette Rivalität in diesem Jahr wird."

Mit dem Viertelfinaleinzug hat Thiem 180 Zähler sowie brutto 117.375 Euro sicher, die Zehn-Millionen-Dollar-Preisgeldgrenze in seiner Karriere hat er ja vor Kurzem geknackt.

Nadal zollt Thiem Respekt: "Er ist sicher einer der besten Spieler der Welt. Es gibt nicht viele Gegner, gegen die es härter ist. Es ist nicht ideal, gegen ihn schon im Viertelfinale zu spielen. Man wird sehen, ob ich bereit bin", so der Spanier, der sein erstes Turnier seit den Australian Open bestreitet.


Textquelle: © LAOLA1.at/APA

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