Hamburg: Thiem meistert Auftakt souverän

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Dominic Thiem startet souverän in das ATP-500-Turnier in Hamburg.

Der topgesetzte Niederösterreicher gewinnt in der ersten Runde des mit 1,855 Millionen Euro dotierten Sandplatz-Events gegen Pablo Cuevas mit 6:3, 7:6(3).

Thiem nimmt den Uruguayer im ersten Satz bereits im zweiten Game ein Break ab und bleibt beim eigenen Aufschlagspiel sicher. Der zweite Satz verläuft deutlich knapper, doch letztlich kann sich das ÖTV-Ass in insgesamt 1:40 Stunden gegen die 33-jährige Nummer 47 der Welt durchsetzen.

Gegen Cuevas hat Thiem erst vor wenigen Wochen in der dritten Runde der French Open gespielt und mit 6:3, 4:6, 6:2, 7:5 gewonnen.

Im Achtelfinale trifft Thiem nun auf den Ungarn Marton Fucsovics.

Der zweifache French-Open-Finalist aus Lichtenwörth hatte u.a. vor den Augen seiner Eltern Karin und Wolfgang vor allem im zweiten Satz einige Mühe. Am Ende vermied Thiem aber einen dritten Satz, sparte Kräfte für die nächsten Aufgaben und erhöhte im Head-to-Head mit Cuevas auf 5:2-Siege.

Noch ungeschlagen gegen Fucsovics

"Es war für mich seit dem Moment der Auslosung klar, dass ich sehr hart werde arbeiten müssen. Gegen Pablo hatte ich ein 4:2-Head-to-Head und jedes einzelne Match war sehr schwierig. Auch in dem Match vor ein paar Wochen bei den French Open, das ich 7:5 im vierten gewonnen habe", meinte Thiem erleichtert noch auf dem Platz. "Ich bin sehr froh, dass ich in zwei Sätzen weiter bin."

Gegen Fucsovics, der in Runde eins den Deutschen Philipp Kohlschreiber ausgeschaltet hatte, hat Thiem beide bisherigen Partien gewonnen. Sie liegen allerdings schon eine Weile zurück: 2012 siegte Thiem auf Future-Ebene in Marokko und einmal in der Qualifikation für Barcelona vor fünf Jahren, jeweils in zwei Sätzen. Fucsovics hat dieses Jahr in Sofia erst im Endspiel verloren und ist aktuell Weltranglisten-50. 2018 hatte der 27-Jährige in Genf seinen bisher einzigen ATP-Titel geholt.

Thiem startete gleich mit einem frühen Break zum 2:0 in sein drittes Hamburg-Turnier. Der im ersten Satz noch etwas fehlerhaft agierende Cuevas bot noch nicht die erwartete Gegenwehr. Nach nicht weniger als 15 unerzwungenen Fehlern von der Rückhand des Südamerikaners hatte Thiem, der im ersten Satz keinen Breakball gegen sich hatte, Satz eins nach 35 Minuten mit 6:3 in der Tasche.

Kein Gesetzter bis ins Halbfinale

Nach umkämpftem Auftakt-Game sorgte der Topfavorit auch gleich mit einem Break vermeintlich für klare Verhältnisse. Aber Thiem leistete sich einige Konzentrationsschwächen und musste beim dritten Breakball das 1:1 zulassen. Der zweite Durchgang verlief danach wesentlich ausgeglichener. Cuevas steigerte sich u.a. auch mit der Aufschlagleistung, wehrte bei 2:2 noch einen Breakball ab. Doch nach 93 Minuten ging der Satz ins Tiebreak.

In diesem unterliefen Cuevas bei 1:2 gleich Doppelfehler en suite zum 1:4. "Den besten Punkt im Match habe ich wahrscheinlich bei 5:3 im Tiebreak gespielt, mit der Rückhand entlang der Linie. Das war wirklich wichtig", resümierte Thiem.

"Wahrscheinlich hätte ich diesen Schlag auch während des ganzen Matches öfter spielen sollen. Alles in allem war es gut. Ich habe seit sechs Wochen nicht auf Sand gespielt", erklärte Thiem, der eine leicht negative Bilanz Winner:unerzwungene Fehler (21:22) vorzuweisen hatte (Cuevas: 23:36).

Sollte sich Thiem im Kampf um sein zweites Hamburg-Viertelfinale en suite durchsetzen, dann trifft er übrigens noch auf keinen Gesetzten: Cristian Garin (CHI-8) hat schon am Montag gegen den Russen Andrej Rublev verloren. Rublev trifft nun auf den Norweger Casper Ruud, der den niederländischen Altstar Robin Haase mit 6:3,3:6,6:1 niederrang.

Textquelle: © LAOLA1.at

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