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Ferrer und Haas kommen nach Kitzbühel

Turnier-Boss Antonitsch verspricht Sandplatz-Tennis vom Feinsten. Heißer Kampf um die Wild Cards!

Ferrer und Haas kommen nach Kitzbühel

Mit David Ferrer und Tommy Haas präsentiert Turnierdirektor Alex Antonitsch am Montag bei einer Pressekonferenz in Wien zwei ganz große Namen für das vom 29. Juli bis 5. August stattfindende Generali Open in Kitzbühel.

Für den 35-jährigen Ferrer ist es nach 2004 der erst zweite Auftritt in der Gamsstadt. Der vier Jahre ältere Haas wird heuer bei den US Open wohl seine Karriere beenden und feiert gerade seinen Abschied von der Tour. "Kitzbühel wird wohl mein letztes Sandplatz-Turnier sein."



Auch in Europa wird der ehemalige Weltranglisten-Zweite wohl danach nicht mehr auf der Tour zu sehen sein. Für Haas-Fans ist ein Trip nach Kitzbühel also die letzte Gelegenheit, ihren Liebling noch einmal hautnah mitzuerleben.

Zahlreiche Sandpatz-Spezialisten sind mit dabei

An Motivation wird es dem Veteranen aber nicht mangeln. "Dem traue ich einiges zu", so Antonitsch. "Er wollte sogar unbedingt Bonus-Zahlungen haben, falls er im Turnier weit kommen sollte. Das zeigt schon, dass er sich in Kitzbühel einiges erwartet."

Neben Ferrer und Haas werden mit Pablo Cuevas (Antonitsch: "Eine Augenweide zum Zuschauen!"), Gilles Simon, Viktor Troicki, Titelverteidiger Paolo Lorenzi, Philipp Kohlschreiber und Dustin Brown aber auch noch einige andere bekannte Namen zum Generali Open kommen.

Derzeit kein Österreicher direkt im Hauptfeld

"Es ist ein sehr attraktives Feld was Sandplatz-Tennis betrifft"

Turnierdirektor Antonitsch ist dem Feld zufrieden

"Es ist ein sehr attraktives Feld was Sandplatz-Tennis betrifft", ist der Turnierdirektor überzeugt. Einziger Wermutstropfen: Nach aktuellem Stand wird kein Österreicher direkt den Sprung ins Hauptfeld schaffen.

Dominic Thiem entschied sich schon im Februar gegen ein mögliches Antreten, um heuer eine bessere Vorbereitung auf die wichtige US-Hartplatz-Saison zu haben. In den vergangenen beiden Saisonen reiste Österreichs Nummer eins sehr kurzfristig nach Nordamerika und kassierte in Montreal bzw. Toronto prompt jeweils Auftaktniederlagen.

Haider-Maurer ohne Wild Card?

Vorjahres-Halbfinalist Gerald Melzer und dessen Bruder Jürgen sind aufgrund ihrer Ranglisten-Platzierung wohl auf Wild Cards angewiesen. Da auch Haas eine benötigt wird voraussichtlich ausgerechnet der seit eineinhalb Jahren verletzte Wahl-Tiroler Andreas Haider-Maurer, der bereits um eine Wild Card angesucht hat, durch die Finger schauen.

"Das ist natürlich schade, aber Andi hat ja die Möglichkeit, sein Protected Ranking zu nutzen", erklärt Antonitsch, der dafür verspricht, die beiden ihm zur Verfügung stehenden Qualifikations-Wild-Cards auf jeden Fall an ÖTV-Spieler zu vergeben. Eine wird Talent Juri Rodionov erhalten, die Entscheidung über die zweite Freikarte ist noch nicht gefallen.

Die Kitzbühel-Veranstalter präsentieren Pläne

Um in Zukunft mehr Möglichkeiten bei der Spielerverpflichtung zu haben, bemüht sich Kitzbühel weiterhin darum, einen früheren Termin im Turnier-Kalender zu bekommen.

So würde man gerne mit Umag tauschen, da die Kroaten gerne von Sand auf Hartplatz wechseln würden. Da die ATP erst für das Jahr 2019 eine große Reform plant, ist bis dahin aber nicht mit größeren Änderungen zu rechnen.

Investition in die Infrastruktur

Abseits des Sportlichen wollen die Organisatoren rund um KTC-Präsident Herbert Günther in naher Zukunft in die Infrastruktur investieren. Durch ein "Public Private Partnership"-Modell sollen 5,2 Millionen Euro in den Ausbau des Center Courts gesteckt werden.

Mit Stadt und Land ist man sich bereits einig. "Wir müssen nur mehr den letzten Schritt beim Sportministerium machen", so Günther. Neben zahlreichen Sanierungen am Turniergelände steht vor allem der Ausbau des VIP-Bereichs im Mittelpunkt. Dieser soll direkt am Center Court eingerichtet werden. 500 bis 600 VIPs sollen darin Platz finden und während dem kulinarischen Genuss auch dem Tennis beiwohnen können.

Auch dank dieser Maßnahmen soll der Wachstumskurs fortgesetzt werden. "Wir haben mit 10.000 Besuchern in der Turnier-Woche angefangen. Letztes Jahr hatten wir 50.000. Wir hatten zuletzt immer 10 bis 15 Prozent Zuwächse. Wenn das so weitergeht, sehen wir positiv in die Zukunft", ist Günther überzeugt.

Aktuell nicht spruchreif sind frühere Überlegungen über ein zusätzliches Stadion neben dem Center Court sowie ein Aufstieg in die ATP-500-Kategorie. "Der Termin ist viel wichtiger", erklärt Antonitsch.

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