Brändle enttäuscht bei erneutem Dennis-Titel

Brändle enttäuscht bei erneutem Dennis-Titel Foto: © getty
 

Der Weltmeister im Rad-Einzelzeitfahren heißt erneut Rohan Dennis.

Der Australier setzt sich auf den 54 Kilometern von Northallerton nach Harrogate in Yorkshire mit 1:08 Minuten Vorsprung auf den 19-jährigen Belgier Remco Evenepoel und 1:55 Min. auf den Italiener Filippo Ganna komfortabel durch.

Für den Vorarlberger Matthias Brändle bleibt mit 7:22 Minuten Rückstand nur der enttäuschende 40. Platz unter 57 Teilnehmern. Der ÖRV-Meister verpasst damit vorerst auch einen Quotenplatz für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio. Der 29-Jährige meint, das Pech der gesamten Saison sei wiedergekommen.

"Nach 20 Kilometern hatte ich einen Platten am Vorderrad, für den wir lange gebraucht haben zum Wechseln. Bei Kilometer 40 ist mir das Kettenblatt runtergefallen und ich musste wieder stehenbleiben. Das waren sicher eineinhalb Minuten, die ich insgesamt verloren habe", erklärt der Hohenemser, der mit seiner eigenen Leistung eigentlich zufrieden ist. "Ohne die beiden Defekte wäre ich wohl weiter vorne gewesen."

WM-Titel nach zwei Monaten Pause

Brändle hatte Anfang Juli bei der Österreich-Rundfahrt bei einem unverschuldeten Sturz einen Schlüsselbeinbruch erlitten und war operiert worden. Nach zuletzt guten Leistungen hatte er für die WM eine Platzierung um den zehnten Rang erwartet. Bei der ersten Zwischenzeit (16,7 km) nach dem flachen Abschnitt ist er 30. (+1:19), auf den folgenden, stark kupierten 21 km büßt er mit dem Defekt mehr als dreieinhalb Minuten ein (38.).

Dennis hat nach seinem Ausstieg aus der Tour de France vor mehr als zwei Monaten kein Rennen mehr für sein Bahrain-Team bestritten. In der Prüfung gegen die Uhr ist er dennoch eine Klasse für sich. Schon bei der ersten Zwischenzeit (16,7 km) vor Evenepoel in Front, baute er seinen Vorsprung auf dem folgenden stark kupierten Abschnitt sogar noch aus. "Es war aber härter als es ausgesehen hat", sagt der inzwischen abgelöste Nachfolger Brändles als Stunden-Weltrekordler nach dem überlegenen Triumph.

Evenepoel wurde im Vorjahr in Tirol Doppel-Weltmeister der Junioren. Nach dem erfolgreichen Engagement beim WorldTour-Rennstall Deceuninck holte er heuer schon den Zeitfahr-EM-Titel der Elite sowie Siege bei der Belgien-Tour und dem Klassiker in San Sebastian. Er steht auch im Straßenrennen am Sonntag im belgischen Aufgebot.

Textquelle: © LAOLA1.at/APA Zum Seitenanfang »

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