Sagan adelt Pöstlberger: "Das ist episch!"

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Es ist eine der größten heimischen Sport-Sensationen des Jahres: Rot-Weiß-Rot trägt bei der 100. Auflage des Giro d'Italia Rosa!

Lukas Pöstlberger schießt zum Auftakt der Italien-Radrundfahrt auf Sardinien den Vogel ab und sichert sich mit seinem Überraschungssieg auch das Führungs- und Punkte-Trikot.

Der 25-jährige Oberösterreicher war bislang ein unbeschriebens Blatt, nach dem Coup adelt ihn Weltmeister und Teamkollege Peter Sagan: "Großes Kompliment, das ist episch! Lukas ist ein außergewöhnlicher Fahrer."

Außergewöhnlich, wie seine Attacke im Finish der über 200 km langen Start-Etappe des Giros nach Olbia, ist auch die sportliche Laufbahn des Bora-hansgrohe-Profis.

Österreichischer Meister mit 17 und 20 Jahren

Als 20-Jähriger sicherte sich der in Vöcklabruck geborene und in Schwanenstadt lebende Oberösterreicher den Titel bei den österreichischen Staatsmeisterschaften im Straßenrennen. In einem Rennen, das ähnlich verlief und endete wie bei seinem Sieg auf Sardinien am Freitag überraschte der Junior im Finish der heimischen Titelkämpfe 2009 alle Asse und kürte sich zum jüngsten ÖRV-Straßenmeister aller Zeiten.

Oberösterreichs Radsport-Präsident Paul Resch ist außer sich und meint: "Das ist ein Meilenstein! Solche verrückten Siege schafft nur der Pöstlberger."

Bora-hansgrohe-Sportdirektor Christian Pömer, ebenfalls ein Oberösterreicher im deutschen Rennstall, wirkte nach dem Riesen-Erfolg gefasster: "Pösti hat einen Killerinstinkt. Ich arbeite seit 2011 mit ihm zusammen und weiß, dass er viel drauf hat!"

Mit 17 Jahren (2009) holte sich "Pösti", wie ihn im Rad-Zirkus alle nennen, den Titel im Cyclocross, das einst noch Querfeldein-Rennen hieß.

Als Klavierspieler fand Pösti die Liebe zum Radsport

Außergewöhnlich ist auch die Geschichte, wie Jung-Lukas zum Radsport fand. Als Zwölfjähriger belegte Pöstlberger in der Musikhauptschule das Freifach Mountainbike und gab als talentierter Klavierspieler schon bald in den Wäldern und auf den Forstwegen rund um Schwanenstadt den Ton an.

Pöstlberger ist keiner, der sich im großen Feld der "Pedalritter" versteckt, sondern überzeugte seit Beginn seiner Karriere als aktiver Rennfahrer: "Ich liebe es, anzugreifen. Ich bin keiner, der nur mitrollen will."

"Freibrief" von Zimmerkollege Sam Bennett

Als er auf der Giro-Start-Etappe merkte, dass seine Beine gut waren und etwas möglich ist, holte er sich bei Sam Bennett den "Freibrief" zur Attacke. Der Ire, Zimmerkollege von Pöstlberger, willigte sofort ein und schickte den Oberösterreicher auf die erfolgreiche Reise und ins Maglia Rosa.

Heute Samstag geht es auf einer hügeligen Etappe über 208 km von Olbia nach Tortoli. Dabei will Lukas Pöstlberger seine Trikots verteidigen.

Mit drei Leader-Trikots auf die zweite Etappe

Seine größten Fans, allen voran seine Ehefrau Veronika und seine Förderer vom Radclub Lambach, drücken ihm die Daumen, damit er alle drei Leader-Trikots noch lange tragen kann.

Neben der Gesamtführung (Maglia Rosa) sicherte sich Pösti mit seinem Coup auch das rote Trikot für den Besten der Punktewertung und das weiße Trikot für den schnellsten Jung-Profi.

Während Weltmeister und Superstar Peter Sagan in der Slowakei gratuliert und die Daumen drückt, lassen die Teankollegen, darunter die Österreicher Patrick Konrad und Gregor Mühlberger, ihren "Star" noch am Abend auf Sardinien hoch leben:

Textquelle: © LAOLA1.at

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