Triathlon: Perterer hinterher, Hauser out

Triathlon: Perterer hinterher, Hauser out Foto: © GEPA
 

Für die Österreicherinnen Lisa Perterer und Julia Hauser verläuft der Olympia-Triathlon der Frauen in Tokio alles andere als nach Wunsch. Die Kärntnerin Perterer liegt schon nach dem 1,5-km-Schwimmen weit hinten und wird 7:24 Minuten zurück nur 27. Die Wienerin Julia Hauser muss noch während des Schwimmens aufgeben.

Es gewinnt die 33-jährige Flora Duffy von den Bermudas 1:14 Min. vor der Britin Georgia Taylor-Brown und 1:27 vor der US-Amerikanerin Katie Zaferes.

Perterer hat nach dem Schwimmen als 37. 1:39 Min. Rückstand, nach den 40 Rad-Kilometern liegt die 29-Jährige 4:58 Min. zurück. Sie und Hauser hatten sich eigentlich auf Hitze und Schwüle eingestellt, da sind sie meist recht stark und sahen daher für den Bewerb gute Aussichten.

Dienstagfrüh regnete es dann aber, der schließlich bei nur 22 Grad Außentemperatur erfolgte Start musste um 15 Minuten verschoben werden. Auf der glitschigen Radstrecke kam es auch vereinzelt zu Stürzen.

"Ich hab mich vorbereitet zum Schwitzen und nicht, um mit der Winterjacke vor dem Start zu sitzen", meint Perterer ob der Temperaturen. "Aber man muss mit jeder Situation umgehen können. Ich habe mich auch darauf eingestellt und bin positiv ins Rennen gestartet." Beim Schwimmen sei es dann aber von Anfang an eine Schlägerei gewesen. "Es war nicht Schwimmen, sondern ums Überleben Kämpfen. Die Sicht war nicht die beste, wellig war es. 1.500 m habe ich nur gekämpft."

Beim Radfahren habe die Villacherin nach einer sehr guten ersten von acht Runden erstmals überhaupt Oberschenkelkrämpfe bekommen. Deswegen musste sie Tempo rausnehmen. "Beim Laufen habe ich noch versucht rauszuholen, was geht. Auch da habe ich Wadenkrämpfe bekommen. Dann hat noch ab Kilometer fünf die Achillessehne geschmerzt. Aber ich habe trotzdem noch einen guten Lauf gehabt, habe ein paar Mädels eingeholt. Ich bin zufrieden, weil ich habe alles gegeben, was ich konnte."

Ein Schlag auf den Kopf beim Schwimmen

Hauser verzeichnet ihre zweite Aufgabe in einem Olympia-Triathlon. Bei ihrem Debüt im Zeichen der Fünf Ringe 2016 in Rio de Janeiro hatte sie nach einer Überrundung auf der Radstrecke aus dem Rennen müssen. Diesmal bekam sie in der absoluten Anfangsphase einen Schlag auf den Kopf. Nach 950 m hatte sie 2:34 Min. Rückstand.

"Diesmal habe ich mich so gut vorbereitet, ich habe mich eigentlich auch nicht schlecht gefühlt. Wahnsinn, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll", meint Hauser.

"Ich dürfte beim Start gleich irgendwie eine auf den Kopf gekriegt haben und bin kurz unter Wasser", erläutert die Athletin. "Als ich aufgetaucht bin, waren schon fast alle weg. Also ich habe überhaupt keinen Sog mehr gehabt."

Solo versuchte die WM-Serien-Fünfte von Yokohama im Mai noch Anschluss zu finden, aber erfolglos. "Ich habe es noch einmal kurz probiert. Aber mir geht es auch jetzt nicht so gut", meint sie rund 15 Minuten nach dem Out.

Erstes Gold für die Bermudas überhaupt

Duffy stieg in der Spitzengruppe vom Rad und setzte sich gleich in der Anfangsphase des 10-km-Laufs ab, vergrößerte ihren Vorsprung sukzessive und stieg zur ersten Olympiasiegerin überhaupt von den Bermudas auf.

Die 27-jährige Weltmeisterin Taylor-Brown fing die 32-jährige Zaferes noch ab, die rettete Bronze. Die 39-jährige Schweizerin Nicola Spirig, Olympiasiegerin 2012 und Zweite 2016, wurde 2:29 Min. zurück Sechste.

Zwölf der 54 Aktiven wurden überrundet, acht weitere gaben so auf.

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