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Japan zur anteiligen Kostenübernahme bereit
Olympia-Gastgeber Japan will seinen Anteil an den Zusatzkosten wegen der Verlegung der Olympischen Spiele in Tokio ins nächste Jahr übernehmen. Tokios Gouverneurin Yuriko Koike erklärte am Dienstag, die japanische Regierung, die Stadtregierung von Tokio und die Olympiaorganisatoren prüften, wie sie die zusätzlichen Kosten handhaben.
Koike nahm damit Bezug auf eine am Vortag vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) abgegebene Erklärung, wonach Japans Regierungschef Shinzo Abe zugestimmt habe, den eigenen Anteil an den Kosten gemäß Auflagen zu tragen. Japanische Medien hatten dies zunächst so dargestellt, als übernehme Japan alle anfallenden Zusatzkosten. Ein Regierungssprecher in Tokio dementierte dies aber.
Abe habe zugestimmt, dass Japan weiterhin die Kosten decke, wie es Japan gemäß der Auflagen der bestehenden Vereinbarung für 2020 getan habe, heißt es in auf der Webseite des IOC. "Und das IOC wird weiter verantwortlich für seinen Anteil der Kosten sein." Für das IOC sei dabei klar, dass sich dieser Betrag auf "mehrere Hundert Millionen Dollar an Zusatzkosten belaufen wird". Es gibt Schätzungen, wonach sich die Extra-Kosten auf rund 300 Milliarden Yen (2,56 Mrd. Euro) belaufen.
Die Sommerspiele in Tokio sollten eigentlich vom 24. Juli bis 9. August ausgetragen werden, waren aber wegen der Coronavirus-Pandemie ins nächste Jahr verschoben worden. Neuer Eröffnungstermin ist der 23. Juli 2021. Einen genauen Fahrplan für die Organisation und Austragung der Spiele wollen die Olympia-Macher bis Mai vorlegen.