Straka verpasst Golf-Medaille knapp

Straka verpasst Golf-Medaille knapp Foto: © getty
 

Mit der erhofften Medaille im Golf wird es nichts. Sepp Straka verpasst nach starkem Turnier Edelmetall am Ende knapp.

Auf der Schlussrunde spielt der gebürtige Wiener zunächst gut, bleibt mit vier Birdies auf den ersten zwölf Löchern im Medaillenkampf. Aus diesem reißt ihn schließlich ein Bogey auf Loch 14. Die letzten vier Löcher spielt Straka jeweils Par und beendet das Turnier mit gesamt 14 unter Par.

Am Ende belegt Straka den zehnten Rang.

Matthias Schwab beendet das Turnier mit einer 67er-Runde (4 unter) auf dem geteilten 27. Rang (-9).

"Man spielt für etwas, das größer ist als du"

"Das war knapp dran vorbei, ich habe eigentlich ziemlich gutes Golf heute gespielt. Auf dem Platz ist, wenn man vom Abschlag ins Rough kommt, schwer ein Par zu machen. Am Par 5 habe ich ihn rechts weggeschossen, es haben weniger als zehn Meter gefehlt, dass er richtig gut war", sagte Straka.

"Solche Sachen passieren, es gibt keine perfekte Runde. Ich habe leider die Birdies nicht gemacht, um das auszubessern."

Man habe gemerkt, dass es ein anderes Turnier als auf der PGA-Tour sei. "Man weiß, es geht um Medaillen und nicht nur um Punkte und Geld. Man spielt für das Land, für etwas das größer ist als du. Ein bisserl bin ich schon enttäuscht, sicher, wenn man so knapp dran ist. Aber im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit der Leistung in diesem Spitzenfeld."

"Auftakrunde lange in Erinnerung"

Nervosität gesteht der 28-Jährige ein: "Ich war schon nervös, ab dem ersten Tag. Denn ich war immer vorne dabei. Aber dafür spielt man, um solche Chancen zu haben."

Die Chance eröffnete er sich mit seiner starken Auftaktrunde (8 unter Par): "Die Gedanken an eine Medaille hatte ich ab dem 1. Loch, das hat sicher mitgespielt. Aber die Gedanken hat jeder da draußen. Die Auftaktrunde war wirklich super, die werde ich lange in Erinnerung behalten. Es war eine der besten Runde meiner Karriere. "

Straka lange im Medaillenkampf dabei

Straka war bei brütender Hitze im drittletzten Flight mit dem Chilenen Mito Pereira und dem Briten Tommy Fleetwood unterwegs. Der als Vierter in den letzten Tag gegangene Österreicher agierte vom Start weg im Spitzenfeld und meist in den Top Drei.

Zwar musste er nach Pech beim Putten kurz nach dem Turn einen leichten Rückfall auf Platz vier hinnehmen, tauchte nach seinem vierten Birdie auf der Score-Tafel kurz aber sogar auf Platz zwei auf.

Nach dem Fauxpas auf der 14 - es war der einzige Fehler Strakas an diesem Tag - hätte ihn ein Birdie am Schlussloch eventuell doch noch ins Play-off um Platz drei gehievt. Der erhoffte Schlaggewinn gelang dem enttäuschten Österreicher aber nicht.

Besonderes Erlebnis mit Bruder als Caddie

Ein besonderes Erlebnis war Olympia auch, weil sein Bruder Sam als Caddie mitging. "Ihn am Bag zu haben, war eine Wahnsinnswoche. Weil Olympia ist, habe ich mir gedacht, ich nehme den Bruder mit. Er ist auch ein wirklich guter Caddie, er kennt mein Spiel und mich sehr gut."

Für den Golfsport sei es sehr wichtig gewesen, dass so viele Stars bei Olympia mit dabei waren. Er spielt nun noch ein reguläres Saisonturnier auf der PGA, die Tourkarte für nächstes Jahr hat er abgesichert.

"Super gespielt in Weltklassefeld"

ÖGV-Sportdirektor Nikolaus Zitny bedauerte, dass es mit dem Medaillengewinn nicht gereicht hatte.

"Es tut mir echt leid für ihn. Er hat super gespielt in dem Weltklassefeld. Auch Matthias hat neun unter Par gespielt, es war ein total solides Turnier. Ich kann nur beiden gratulieren."

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