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Felix Auböck freut sich auf Auszeit

Felix Auböck freut sich auf Auszeit Foto: © GEPA

Nach seinen nervenaufreibenden WM-Auftritten in Budapest wird Österreichs Schwimm-Star Felix Auböck erst einmal in die Fan-Rolle schlüpfen.

"Ich werde bis zum Ende dableiben, die Mannschaft anfeuern. Das haben sie für mich getan, und das werde ich auch für sie tun", sagte der Kurzbahn-Weltmeister nach seinem letzten Rennen bei den Titelkämpfen in der Duna Arena am Montag. Am Wochenende geht es für den Bad Vöslauer dann nach langer Abwesenheit endlich zurück in die Heimat.

"Es ist so wichtig, dass ich nach Hause komme, weil ich das ganze Jahr weg bin", sagte Auböck, der im englischen Loughborough studiert und kurz vor dem Masterabschluss steht.

Sehnsucht nach Großeltern

Besonders Oma und Opa vermisst der 25-Jährige enorm: "Dann kann ich mal meine Großeltern sehen. Es ist schon schwer, wenn man woanders lebt, weil man ganz genau weiß, dass sie schon in einem Alter sind und man sie auch nicht mehr so oft zu sehen bekommt."

Deshalb freue er sich schon sehr auf die Tage in der Heimat. "Man kann die Zeit leider nicht aufholen, aber so gut wie möglich nutzen."

Eine Woche wird der Niederösterreicher bei der Familie verbringen, dann gilt der volle Fokus schon wieder den Europameisterschaften Mitte August in Rom. In der Vorbereitung soll vor allem die mentale Erholung im Mittelpunkt stehen.

Auböck: WM kostete Lebenszeit

Die WM habe "so viel Kraft" geraubt und ihm "sicher zwei Jahre" seines Lebens genommen, sagte er und lachte. Die Wettkampf-Einteilung mit so vielen Kraul-Bewerben hintereinander sei jedenfalls "blöd" gewesen.

Bei der EM werde Auböck allerdings nicht versuchen, auf Zwang etwas zu erreichen. Vielmehr hat er bei den Titelkämpfen in der ungarischen Hauptstadt die Bestätigung erhalten, in einer Weltsportart zur absoluten Weltspitze zu zählen.

"Ich habe diesen Wettkampf gebraucht, um mir selbst zu zeigen, dass ich bei den 200 m Kraul vorne dabei sein kann", sagte er nach dem fünften Platz im Finale, wo wieder nur eine Winzigkeit von 13 Hundertstelsekunden zu Bronze gefehlt hatte.

Auböck dennoch zufrieden

Trotzdem zog Auböck mehr als zufrieden Bilanz, zumal er seine österreichischen Rekorde über seine Paradestrecke 400 m Kraul sowie die kürzere Distanz deutlich unterbot. Wo es noch Verbesserungspotenzial gibt?

"Bei mir hat es nichts mit der Ausdauer zu tun. Die Schnelligkeit hängt bei mir etwas hinterher", erklärte er und betonte: "Je besser die 200 m werden, umso besser werden auch die 400 m." Außerdem begrub er seine Ambitionen über die Langdistanz über 1.500 m, in Zukunft werde er seine Konzentration voll auf die 200, 400 und 800 m legen.

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