eSports: Stoss sieht "sinnvolle Perspektive"
Unterschieden werden muss bei virtuellen Sport zwischen jenem, bei dem es rein ums Gaming auf PC, Konsole oder Smartphone geht wie beim Fußball, Tennis oder Autorennen, und jenem, der eine Verbindung von Computer und physischer Anstrengung bedeutet.
Letzteres wurde im Frühling im ersten Lockdown, der den gesamten Sport lahmgelegt hatte, häufig praktiziert. Der Österreichische Radsport-Verband rief beispielsweise die virtuelle Rennserie "eCycling league Austria" ins Leben, gefahren wurde daheim auf Smart-Rollentrainern. Kürzlich gewann der deutsche Ruderer Jason Osborne die erste WM im eCycling des Radsport-Weltverbandes.
Dem kann beispielsweise auch Stoss viel abgewinnen, viele würden sich daheim ein Rad aufstellen und die Etappen der großen Landesrundfahrten nachfahren. Er sehe eine "absolut sinnvolle Perspektive", wenn man sich über eSports die Motivation fürs Sporteln hole. "Wir sehen aber keine sinnvolle Perspektive, wenn alle aufhören würden, aktiv Sport zu treiben und sich nur noch vor dem Bildschirm die Zeit vertreiben. Das wäre fatal."
Stoss erklärte, dass es massive Anstrengungen vonseiten des IOC im Bezug auf die Zusammenarbeit mit E-Sports gäbe. "Man sieht einzelne Sparten, wo es eine sehr enge Zusammenarbeit gibt. Ich nehme Golf, Radfahren, wo man die Tour de France, den Giro d'Italia nachfahren kann. Es gibt Skilauf, es gibt Fußball. Dieses Thema hat sicherlich massiv zugenommen und wird weiter zunehmen." Von einer Aufnahme von eGames und eSports in das Programm Olympischer Spiele ist man aber noch weit entfernt.