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ÖJV: 2 Millionen vom Weltverband zurückgezahlt
Der österreichische Judo-Verband kann das Kapitel um die Zahlung von zwei Millionen Euro als Lizenzgebühr für die schließlich abgesagte WM 2021 in Wien abhaken. Laut ÖJV-Mitteilung vom Dienstag hat die neue Verbandsführung unter Präsident Martin Poiger in langen Verhandlungen die vollständige Rückzahlung des Betrages durch den Weltverband erreicht. Diese Summe war aus dem Sportbudget der Bundesregierung gezahlt worden, die Refundierung belastet nun das Verbandsbudget nicht.
"Seit Absage der WM wurde seitens des Sportministeriums die Rückerstattung verlangt. Wenn wir diese Summe aus dem Verbandsbudget bestreiten hätten müssen, wären wir für mehrere Jahre mit finanziellen Engpässen konfrontiert gewesen", erklärte Poiger. Der ÖJV-Chef dankte dem Weltverbands-Präsidenten Marius Vizer - er ist gebürtiger Rumäne mit Wohnsitzen in Wien und Budapest und Staatsbürgerschaft in Österreich - für das Entgegenkommen. "Rein rechtlich gesehen wäre die IJF zu einer vollständigen Rückzahlung nicht verpflichtet gewesen", sagte Poiger und sprach von einem verfrühten Weihnachtsgeschenk. Die zwei Millionen seien umgehend an das Sportministerium überwiesen worden.
Die Turbulenzen rund um die Wien-WM hatten zu Neuwahlen des ÖJV-Präsidiums geführt. Poiger wurde zum Nachfolger von Hans Paul Kutschera gewählt. Das Sportministerium unter dem damaligen Vizekanzler Heinz-Christian Strache hatte nach Zuerkennung der WM 2018 ein Drittel der IJF-Lizenzgebühr von sechs Millionen übernommen. Als die zweite Rate nicht bezahlt wurde, entzog der Weltverband im Oktober 2019 dem ÖJV die WM, die schließlich in Budapest ausgetragen wurde.