Mensur Suljovic verliert Auftakt-Krimi

Mensur Suljovic verliert Auftakt-Krimi Foto: © getty
 

Mensur Suljovic verliert das Eröffnungsspiel der Premier League Darts gegen den Australier Simon Whitlock mit 5:7. Suljovic legt los wie die Feuerwehr, doch Whitlock kommt nach anfänglicher Schwächephase beeindruckend zurück.

Vor 9.000 Zusehern liefern sich die Akteure ein Spiel, welches der Premier League alle Ehre macht. Suljovic spielt einen 103,71 Average, Whitlock kommt sogar auf einen Schnitt von 106,49.

Simon Whitlock trifft in diesem Spiel die Doppel-Felder, wie es sein Spitzname schon erahnen lässt. Der "Wizard" versenkt sieben von acht Checkout-Versuchen.

In Woche zwei trifft Suljovic in Cardiff auf Raymond van Barneveld.

Achterbahn-Fahrt zum Premier-League-Auftakt

Suljovic legt im ersten Leg stark los, feuert eine 140 mit seinen ersten drei Pfeilen. Den ersten Spielabschnitt beendet Suljovic mit einem 121er-Checkout, der Österreicher benötigt nur zwölf Würfe, um das erste Leg zu gewinnen.

Im zweiten Leg behält Whitlock die Oberhand, Leg drei gewinnt Suljovic nach einem beeindruckenden 110-Checkout.

Das erste Break des Spiels passiert in Leg vier, Suljovic verpasst einen 139er-Checkout mit dem letzten Pfeil, profitiert aber von Fehlern des "Wizard". Elf löscht der Österreicher mit 3, Doppel 4 souverän.

Simon Whitlock zeigt sich von diesem Break aber nicht erschüttert, der Australier wirft als Antwort die erste 180 in Leg fünf. Suljovic verpasst die Chance auf den Leg-Gewinn durch ein verfehltes Bulls-Eye, Whitlock schlägt mit einem 81er-Checkout zurück.

Im sechsten Leg bestätigt Whitlock das Break aus dem vorangegangenen Spielabschnitt. Im folgenden Leg geht erstmals Simon Whitlock in Führung, der Australier wirft einen beeindruckenen Leg-Average von 136,6.

Leg acht geht nach einem fantastischen 160er-Checkout an Simon Whitlock. Mit dem Rücken zur Wand bringt Suljovic in Leg neun einen 138er-Checkout durch. Im zehnten Leg stellt der Österreicher wieder auf Gleichstand, Whitlock hätte die Chance auf einen 140er-Checkout, kann diesen aber nicht erreichen.

Whitlock checkt im elften Leg 81, um sich zumindest ein Unentschieden zu sichern. Im letzten Leg erzielt Suljovic endlich seine erste 180, da Whitlock seinen ersten Matchdart versenkt reicht diese jedoch nicht.

"Habe mit meinen Tränen gekämpft"

Nach der Niederlage gesteht Suljovic gegenüber "DAZN": "Ich war sehr nervös, ich habe mit meinen Tränen gekämpft da oben. Es war ein sehr emotionales Spiel für mich. Am Anfang war ich gut, dann habe ich alles realisiert und dann war es schwieriger für mich."

"Ich hatte Angst, dass ich überhaupt nichts treffe, dann habe ich gesehen, dass es gut läuft. Irgendwann konnte ich auch die Nervosität ablegen, für mich ist es etwas Neues. Ich muss es verarbeiten und mich fokussieren. Ich hoffe, dass es nächstes Mal besser geht. Wenn nicht, geht das Leben auch weiter", sagt Suljovic im Hinblick auf die nächsten Wochen.

Der siegreiche Whitlock sagt nach dem Spiel: "Ich habe es genossen, es ist großartig wieder an der Premier League teilzunehmen. Ich finde, dass ich hier hingehöre, habe gut trainiert und immer an mich geglaubt.

Mensur Suljovic zollt der Australier seinen Respekt: "Mensur ist ein wirklich starker Gegner, vor dem Spiel wäre ich froh gewesen, wenn ich die Chance auf ein Unentschieden gehabt hätte. Als ich die Chance auf den Sieg hatte, habe ich diese genutzt, ich bin sehr glücklich."

Simon Whitlock trifft in der zweiten Woche auf Weltmeister Rob Cross.

Smith überrascht Anderson

Michael Smith gewinnt überraschend gegen Gary Anderson. Der Engländer besiegt seinen Mentor mit 7:5.

Im neunten Leg entgleitet Anderson die Partie , der "Flying Scotsman" steckt auf 2 fest, kann diese in drei Aufnahmen nicht löschen. Zwei Mal wirft er im ersten Versuch eine 1, danach feuert er alle drei Pfeile drüber. Smith kann das Leg gewinnen, nachdem beide Spieler gemeinsam 15 Pfeile zum Leg-Gewinn versemmeln, und zum 5:5 ausgleichen.

Sowohl Anderson als auch Smith bleiben mit ihren Averages unten denen von Suljovic und Whitlock. Anderson kommt auf 82,46, Smith auf einen Schnitt von 89,89.

Daryl Gurney und Raymond van Barneveld trennen sich mit 6:6. "SuperChin" vergibt in elften Leg zwei Matchdarts, van Barneveld stellt im letzten Leg die Punkteteilung her. Anhand der Averages ist dieses Unentschieden gerecht, Gurney kommt auf 93,23, "Barney" auf einen Schnitt von 93,78.

Sieben Spieler konnten sich bislang bei der PDC zum Weltmeister küren. Eine Zeitreise von 1994 bis in die Gegenwart ... Bild 1 von 26

1994 - Dennis Priestley (vs. Phil Taylor, 6:1)

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1995 - Phil Taylor (vs. Rod Harrington, 6:2)

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1996 - Phil Taylor (vs. Dennis Priestley, 6:4)

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1997 - Phil Taylor (vs. Dennis Priestley, 6:3)

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1998 - Phil Taylor (vs. Dennis Priestley, 6:0)

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1999 - Phil Taylor (vs. Peter Manley, 6:2)

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2000 - Phil Taylor (vs. Dennis Priestley, 7:3)

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2001 - Phil Taylor (vs. John Part, 7:0)

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2002 - Phil Taylor (vs. Peter Manley, 7:0)

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2003 - John Part (vs. Phil Taylor, 7:6)

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2004 - Phil Taylor (vs. Kevin Painter, 7:6)

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2005 - Phil Taylor (vs. Mark Dudbridge, 7:4)

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2006 - Phil Taylor (vs. Peter Manley, 7:0)

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2007 - Raymond van Barneveld (vs. Phil Taylor, 7:6)

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2008 - John Part (vs. Kirk Shepherd, 7:2)

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2009 - Phil Taylor (vs. Raymond van Barneveld, 7:1)

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2010 - Phil Taylor (vs. Simon Whitlock, 7:3)

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2011 - Adrian Lewis (vs. Gary Anderson, 7:5)

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2012 - Adrian Lewis (vs. Andy Hamilton, 7:3)

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2013 - Phil Taylor (vs. Michael van Gerwen, 7:4)

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2014 - Michael van Gerwen (vs. Peter Wright, 7:4)

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2015 - Gary Anderson (vs. Phil Taylor, 7:6)

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2016 - Gary Anderson (vs. Adrian Lewis, 7:5)

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2017 - Michael van Gerwen (vs. Gary Anderson, 7:3)

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2018 - Rob Cross (vs. Phil Taylor, 7:2)

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Van Gerwen demoliert den Weltmeister

Michael van Gerwen nimmt für die Semifinal-Niederlage bei der Weltmeisterschaft Rache an Rob Cross. Die Nummer eins der Order of Merit besiegt den Weltmeister mit 7:2.

Van Gerwen checkt drei Mal Ton-Finishes, spielt einen Average von 101,23. Cross kommt nie wirklich ins Spiel und bekommt nur sechs Chancen auf einen Leg-Gewinn, davon kann er zwei nutzen.

Im letzten Spiel des Abend trennen sich Peter Wright und "Iceman" Gerwyn Price 6:6 unentschieden. Der debütierende Waliser spielt im ersten Teil das Matches zu inkonstant, kann seine Chancen auf Check-Outs nicht nutzen. Price gewinnt in Folge fünf Legs am Stück, profitiert auch von mehreren vergeben Match-Darts des Schotten.


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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