ÖHB-Nationalteam zum Auftakt gegen "wilde" Saudis

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Das österreichische Handball-Nationalteam startet am Freitag (18 Uhr) in dänischen Herning in die Handball-WM 2019.

Zum Auftakt trifft das Team von Teamchef Patrekur Johannesson auf den klaren Außenseiter Saudi-Arabien. Johannesson gibt sich dennoch vorsichtig. Saudi-Arabien sei "ein unangenehmer Gegner".

Aus der gemeinsamen Analyse mit Co-Trainer Erwin Gierlinger geht vor allem hervor, dass man auf alle Eventualitäten gewappnet sein müsse. "Sie spielen ein wenig wilden Handball", meint der isländische Teamchef der Österreicher.

Gutes Gefühl aus Test mitgenommen

Dass Rot-Weiß-Rot das bisher einzige Duell mit Saudi-Arabien vor fast 22 Jahren mit 25:32 verloren hat, ist ohne Belang. Aussagekräftiger ist wohl der Umstand, dass man im vorletzten Test Bahrain mit 31:22 in die Schranken wies. Jene Mannschaft, die bei den Asien-Meisterschaften vor einem Jahr im Halbfinale die Saudis mit 24:22 schlug.

Die Saudis stehen ausschließlich im Heimatland unter Vertrag, für Europäer quasi eine Mannschaft ohne Gesicht. Immerhin ist Trainer Boris Denic ein Begriff, der zwischen 2010 und 2015 Slowenien coachte. Zwar ist es bereits die neunte WM für das Team von der Halbinsel, mehr als Platz 19 war bisher aber nicht möglich.

Bei der Endrunde 2017 konnte man allerdings die beiden ersten Partien offener gestalten als erwartet. Kroatien und Weißrussland siegten nach jeweils knapper +1-Pausenführung schließlich 28:23 und 29:26. "Sie können auch Handball spielen. Taktisch ist das nicht so kompliziert, es gibt viele 1:1-Situationen", betonte Johannesson.

Aus Fehlern gelernt

Scheitern könnte Österreich am Freitag wohl nur an sich selbst. Die WM 2011 sollte Warnung genug sein. Auch wenn außer Robert Weber, Janko Bozovic und Nikola Marinovic - mit 42 der älteste Spieler der aktuellen WM - keiner der damaligen Akteure mehr im Kader ist.

Damals - ein Jahr nach der erfolgreichen Heim-EM - reiste man mit großen Aufstiegshoffnungen nach Schweden und besiegte zum Auftakt auch plangemäß Brasilien. Doch schon mit der zweiten Partie war der Traum praktisch zerplatzt: Vom 30:33 gegen Underdog Japan erholte man sich nicht mehr.

Das soll in Dänemark nicht passieren. In den ersten beiden Partien will man sich Selbstvertrauen für die wesentlich härteren Aufgaben gegen Norwegen und Dänemark sowie die vermeintliche "Schnittpartie" gegen Tunesien holen.

Nach Saudi-Arabien wartet schon am Samstag (15 Uhr) die nächste Pflichtübung gegen Chile mit den ehemaligen Westwien-Legionären Emil und Erwin Feuchtmann. Johannesson: "Chile ist ähnlich einzuordnen wie Saudi-Arabien. Mit Mateo Garralda ist ein Spanier Headcoach. Seinen Einfluss merkt man schon ein wenig in ihrem Spiel."


Textquelle: © Laola1/APA

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