Thomas Bauer beendet ÖHB-Teamkarriere

 

Anfang 2022 nimmt das ÖHB-Team mit der EURO in Ungarn/Slowakei das neunte Großereignis seit der ersten Heim-EM 2010 in Angriff. Es wird in diesem Zeitraum das erste Turnier ohne Thomas Bauer sein.

Der Keeper, aktuell bei AEK Athen tätig, beendet nach 14 Jahren und 165 Länderspielen seine Teamkarriere. Sein Debüt gab der nun 35-Jährige am 1. Juni 2007 gegen Luxemburg unter Trainer Rainer Osmann.

Die Entscheidung ist bereits vor der Nationalteam-Woche und der erfolgreichen Qualifikation zur EHF EURO 2022 gefallen, wie Thomas Bauer erklärt: "Das ist keine Entscheidung, die ich über Nacht gefällt habe. Ganz im Gegenteil. Gemeinsam mit meiner Frau Laura, die selbst viele Jahre Nationalteam-Spielerin war, habe ich die Situation nach der WM in Ägypten analysiert. Wir haben darüber diskutiert, ob es nicht an der Zeit ist, anderen österreichischen Torhütern die Chance zu geben, sich zu präsentieren."

Die Hintertür bleibt aber offen

Neben Robert Weber, der schon ankündigte, im Jänner sicher noch dabeizusein, ist Bauer der einzige ÖHB-Spieler, der bei sämtlichen Großereignissen seit 2010 dabei war.

"Als Nationalteamspieler haut man nicht einfach den Hut drauf. Ich habe viele Dinge abgewogen und habe natürlich mit dem Teamchef und mit Patrick Fölser (Sportdirektor, Anm.) gesprochen. Das gebührt der Respekt. Ich habe diese Entscheidung nach reiflicher Überlegung getroffen. Es ist eine Chance für andere, sich zu beweisen und mit Österreich erfolgreich zu sein. Ich fühle mich mit dieser Entscheidung wohl und es ist eine ganz neue Erfahrung, vor dem Fernseher mitzufiebern", erklärt Bauer.

Das Kapitel Nationalteam ist für den 35-Jährigen damit abgeschlossen.

Auf die Frage, ob dies definitiv endgültig und unumkehrbar ist, lässt Bauer durchaus eine Hintertür offen: "Wer mich kennt, weiß, dass ich topfit bin und hoffentlich noch zehn Jahre als Profi aktiv bin. Ich war immer stolz, das Teamdress überzustreifen. Was in ein paar Jahren ist, steht auf einem anderen Blatt Papier."

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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