Golf-Blamage! Nach Saudi-Rückzug meldet LIV-Tour Insolvenz an
Hoch gepokert, tief gefallen. Keine 5 Jahre lang hat die mit Pom und Trara sowie Milliarden Dollar aus dem saudi-arabischen Staatsfonds ausgestattete LIV-Tour für Unmut in der Golf-Szene gesorgt. Wie geht es weiter?
Nach dem heftigen Riss durch die Golf-Welt hat die LIV-Tour in den USA nun einen Insolvenzantrag gestellt.
Dadurch soll es eine Zukunft für die 2022 als Konkurrenz für die PGA-Tour ins Leben gerufene Serie geben. Der saudi-arabische Staatsfonds PIF hatte geschätzt fünf Milliarden Dollar in das Projekt investiert, vor etwa fünf Monaten aber seinen Rückzug als Hauptgeldgeber angekündigt. Mehrere Golf-Stars sind nun unter den Gläubigern.
Verbindlichkeiten bis zu einer Milliarde US-Dollar
Im Insolvenzantrag ist die Rede von 500 Millionen bis einer Milliarde US-Dollar Verbindlichkeiten bei einem Vermögen von 100 bis 500 Millionen Dollar.
Der Spanier Jon Rahm (Bild) hat 7,5 Mio. an Forderungen angemeldet, und auch Bryson DeChambeau (5,7 Mio.) oder Dustin Johnson (5,5 Mio.) sind unter den Gläubigern.
Kehren Topstars auf PGA-Tour zurück?
Unklar ist, ob die damals unter großem Getöse abgewanderten Topstars nun auf die PGA-Tour zurückkehren. Die PGA öffnete die Tür in einer Erklärung zuletzt nicht.
Womöglich bleiben sie auch der LIV-Tour erhalten, die mit der Investmentfirma BC Partners Credit einen neuen Geldgeber gefunden haben will.
"Unser Ziel ist es nicht nur, das Bestehende zu bewahren. Wir wollen es weiterentwickeln und verbessern", sagte Scott O'Neill, Geschäftsführer der LIV-Serie.
Neues Kapitel der LIV-Tour in Planung
Der Insolvenzantrag war laut ihm ein erster Schritt dazu. "Dieser Prozess gibt uns die Struktur und die Zeit, eine wegweisende Transaktion zu verfolgen und das nächste Kapitel von LIV Golf einzuleiten."
2027 soll der weltweite Spielbetrieb wieder aufgenommen werden, auch wenn dies unter anderem von gerichtlichen Genehmigungen abhänge, hieß es in einer Mitteilung.