NFL-Playoffs: Rams nach Thriller in der Super Bowl

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Die Los Angeles Rams stehen in der Super Bowl LIII am 3. Februar in Atlanta!

Jared Goff und Co. setzen sich im NFC Championship beim Nummer-1-Seed, den New Orleans Saints, mit 26:23 nach Overtime durch.

Zum Aufreger des Spiels wird eine nicht gegebene, klare Pass Interference gegen Rams-Verteidiger Nickell Robey-Coleman, die den Saints möglicherweise einen entscheidenden Touchdown zur Vorentscheidung kostet - sie müssen sich 1:45 Minuten vor dem Ende mit einem Field Goal begnügen.

Im Gegenzug fällt mit 19 Sekunden Restzeit auf der Uhr der 23:23-Ausgleich, nachdem die Rams zu keinem Zeitpunkt der regulären Spielzeit die Führung auf ihrer Seite haben.

Drew Brees macht in der Overtime einen Fehler, wirft unter Druck eine Interception, die in weiterer Folge zur Entscheidung durch ein 57-Yard-Field-Goal von Greg Zuerlein führt.

Für die Rams wird es die erste Super-Bowl-Teilnahme seit 2001, damals waren sie noch in St. Louis beheimatet. Es wäre der zweite Titel nach 1999, als "The greatest Show on Turf" rund um Kurt Warner die Tennessee Titans niederrang.


NEW ORLEANS SAINTS (1) - LOS ANGELES RAMS (2) 23:26 n.OT.

SCORING:

Q1:

3:0: Wil Lutz - 37-Yard-Field-Goal (10:04 Minuten)

6:0: Wil Lutz - 29-Yard-Field-Goal (7:06 Minuten)

13:0: Garrett Griffin - 5-Yard-Pass von Drew Brees (1:35 Minuten)

Q2:

13:3: Greg Zuerlein - 36-Yard-Field-Goal (9:45 Minuten)

13:10: Todd Gurley - 6-Yard-Run (0:23 Minuten)

Q3:

20:10: Taysom Hill - 2-Yard-Pass von Drew Brees (8:34 Minuten)

20:17: Tyler Higbee - 1-Yard-Pass von Jared Goff (3:06 Minuten)

Q4:

20:20: Greg Zuerlein - 24-Yard-Field-Goal (5:03 Minuten)

23:20: Wil Lutz - 31-Yard-Field-Goal (1:45 Minuten)

23:23: Greg Zuerlein - 48-Yard-Field-Goal (0:15 Minuten)

OT:

23:26: Greg Zuerlein - 57-Yard-Field-Goal (11:47 Minuten)



Rams starten schlecht

Dabei beginnt das Spiel wesentlich vielversprechender für die Saints, die mit ihre ersten Drive eröffnen und gleich zu Punkten kommen.

Nach kurzen Einstimmungsschwierigkeiten kommt die Offense von Drew Brees ins Rollen. Ohne zu großes Risiko zu nehmen, arbeiten sich die Hausherren bis knapp an die Endzone heran. Den längsten Pass bugsiert der Altmeister in die Endzone, Tight End Dan Arnold kann ihn allerdings nicht festhalten - man begnügt sich mit dem Field Goal.

Nicht weiter tragisch, denn sie sollten nur drei Spielzüge später gleich zurück auf das Feld kommen dürfen: Todd Gurley rutscht der Ball beim Versuch, ein 3rd Down per Pass zu verwerten, durch die Finger - Demario Davis mit der Interception und der ausgezeichneten Feldposition für die Saints.

Die Rams-Defense hält den Schaden aber gering, obwohl der Drive an der gegnerischen 16 startet, muss sich New Orleans mit einem erneuten Field Goal begnügen.

Saints kommen ins Rollen

Die Richtung des ersten Viertels ist dadurch aber vorgezeichnet. Los Angeles kann nichts mit dem Ball anrichten, produziert unter hohem Druck der gegnerischen Abwehrreihe ein 3-and-Out, erstmals in dieser Saison gelingt den Kaliforniern aus den ersten beiden Drives kein First Down.

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Ganz anders die Saints, die ihre Abstimmung spätestens im dritten Ballbesitz vollends gefunden haben: Wieder arbeiten sie sich beständig nach vorn, wieder ist erst kurz vor der Endzone vermeintlich Endstation.

Vermeintlich, denn man nimmt das Risiko - und die Rams fallen darauf rein. Ein Encroachment verschafft der Offense die nötigen Yards zum First Down an die 5-Yard-Linie, der nächste Spielzug sitzt. Brees findet Garrett Griffin für den ersten Touchdown des Spiels und die 13:0-Führung.

Freilich keine Vorentscheidung, wie schon eine Woche zuvor die Philadelphia Eagles an gleicher Stelle erfahren mussten.

Momentum-Wechsel im zweiten Quarter

Denn mit dem ersten Seitenwechsel fangen die Gäste aus Los Angeles an, ihre Qualitäten auszuspielen. Insbesondere im Laufspiel findet man erste Lücken, die den dritten Drive zum ersten nennenswerten machen.


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Ein erster Vorstoß in die gegnerische Hälfte sind ebenso die Folge wie die ersten drei Punkte. Ermöglicht wird das aber durch ein kleines Highlight des Spiels: Ein erfolgreicher Fake Punt der Rams in der eigenen Hälfte.

Und die LA-Defense hält damit Schritt. Der Ballbesitz wandert schnell wieder zu den Rams, weil der folgende Saints-Drive nach nur drei Spielzügen gestoppt wird.

Laufspiel beiderseits ein Nonfaktor

Die Zeit läuft schnell von der Uhr, je ein Drive ohne Punkte servieren bereits den Two-Minute-Drill für die Gäste. Und mit der wenigen verbleibenden Zeit brennt Jared Goff ein kleines Feuerwerk ab.

Über zwei längere Pässe zu Brandin Cooks wandern die Rams im Eiltempo an die gegnerische 6-Yard-Linie, von wo sich Todd Gurley nicht mehr bitten lässt. Sein Touchdown zum 10:13 unterstreicht die Trendwende und setzt einen Schlusspunkt unter die erste Hälfte mit zwei Gesichtern.


NEW ORLEANS SAINTS:

Name

Passing Yards Rushing Yards Receiving Yards
Drew Brees 249 (26/40, 2 TD, 1 INT) -2
Alvin Kamara 15 96
Ted Ginn 58
Mark Ingram 31 6
Michael Thomas 36
Josh Hill 24
Garett Griffin 12 (1 TD)
Tre'Quan Smith 10
Austin Carr 5
Taysom Hill 2 (1 TD)

Brees und Goff bewegen sich zur Halbzeit auf Augenhöhe, während beide Teams eine große Stärke gar nicht ausspielen können: Ihre Laufspiele.

Das erfolgreichste Duo der letzten beiden Saisonen, Mark Ingram und Alvin Kamara, kommt zusammen nur auf 14 Yards für die Saints, Todd Gurley und CJ Anderson kombinieren auf der Gegenseite für lediglich 40 Yards.

Drittes Quarter gehört den Defensiv-Abteilungen

Das Momentum kann Los Angeles allerdings nicht über die Halbzeit retten. Ein schnelles 3-and-Out überlässt New Orleans wieder die Bühne, und mit einem Mal können auch die Running Backs besser in Erscheinung treten.

Die O-Line der Saints öffnet mehr Lücken, durch eine davon transportiert Mark Ingram den Ball an die gegnerische 26. An der 2 vertraut man dem Laufspiel aber nicht mehr, vollendet wird mit einem kurzen Pass auf Allrounder Taysom Hill.

Die Antwort der Rams folgt prompt, allerdings setzt die Goff-Offense weiterhin auf das Passspiel. So eröffnet ein 25-Yard-Pass auf Cooks den Red-Zone-Besuch, der standesgemäß per Pass auf Tyler Higbee abgeschlossen wird - weiterhin alles offen.

Die Saints können darauf nicht antworten, werden an der Mittellinie gestoppt - ersticken ihrerseits aber den folgenden Ballbesitz des Gegners sofort wieder im Keim. Auch die Defensivabteilungen dürfen ihre Momente in dieser Partie haben und das für den Rest des dritten Quarters sowie den Beginn des letzten Abschnitts unter Beweis stellen.

Skandal-Call für Saints kostspielig

Elf Minuten vor dem Ende spitzt sich das Spiel zu: Dank eines langen Los-Angeles-Drives über sechs Minuten und insgesamt 90 Yards.

Die Highlights: Zwei tiefe Pässe von Goff, erst auf Everett für 39, dann auf Reynolds für 33 Yards - und die Rams stehen an der 7-Yard-Marke. Dort kommt das Laufspiel ins Stocken, es bleibt bei einem Field Goal, dennoch: Der erste Ausgleich.


LOS ANGELES RAMS:

Name Passing Yards Rushing Yards Receiving Yards
Jared Goff 297 (25/40, 1 TD, 1 INT) 10
Brandin Cooks 107
Josh Reynolds 16 74
Gerald Everett 50
CJ Anderson 44 5
Robert Woods -3 33
Tyler Higbee 25
Todd Gurley 10 (1 TD) 3
Sam Shields 12

Das lassen die Saints nicht auf sich sitzen. Ein 43-Yard-Pass auf Ted Ginn bringt die Gastgeber an die gegnerische 13 und in Scoring-Position, dann der große Aufreger.

Bei 3rd and 10 sucht Brees Tommylee Lewis, der wird von Nickell Robey-Coleman klar behindert, doch die Pass Interference gibt es nicht. Die Saints müssen sich mit dem Field Goal zum 23:20 begnügen, verhängnisvoll.

Mit 1:45 Minuten Restzeit beweist Goff gute Nerven, bringt sein Team unter Druck in die gegnerische Hälfte. 19 Sekunden vor dem Ende kickt Zuerlein aus 48 Yards zur Overtime.

Brees macht in der Overtime den Fehler

Und da nimmt das Drama für New Orleans seinen Lauf. Brees wird unter Druck gesetzt und wirft den Ball überhastet weg - genau zu Cornerback John Johnson, der die Interception pflückt.

Ein Geschenk, das für die Entscheidung sorgt. Zuerlein tritt aus 57 Yards an und kickt sein Team nach Atlanta, wo Super Bowl LIII stattfinden wird.

Dort könnte dem jungen Gespann Jared Goff und Sean McVay, mit 32 Jahren der jüngste NFL-Head-Coach aller Zeiten, schon im zweiten Jahr der Zusammenarbeit der ganz große Wurf gelingen.

Für Quarterback-Legende Drew Brees, in der vergangenen Woche 40 Jahre alt geworden, könnte es hingegen eng mit einem zweiten Titel werden.

Die nicht gegebene Pass Interference:

Textquelle: © LAOLA1.at

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