NFL: LAOLA1-Ranking der Playoff-Quarterbacks

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Von lebenden Legenden über Spielmacher im besten Karriere-Alter bis hin zu spektakulären Jungstars.

Die Playoff-Quarterbacks der NFL-Saison 2019 bieten wieder ein breites Spektrum.

Tom Brady, der beste Playoff-Quarterback aller Zeiten, Drew Brees, Aaron Rodgers oder Russell Wilson prägten das Postseason-Geschehen im vergangenen Jahrzehnt und sind auch diesmal wieder mit dabei.

Ihnen gegenüber stehen die fantastischen Jungstars Patrick Mahomes, Lamar Jackson oder Deshaun Watson, die in den 20ern eine Hauptrolle spielen werden.

Auch Carson Wentz und Josh Allen sind bekanntlich noch keine alten Hasen. Jimmy Garoppolo, Kirk Cousins und Ryan Tannehill wollen erstmals so richtig ihre Spuren in den Playoffs hinterlassen.

Ein spannender Mix, der gar nicht so leicht zu ranken ist. Vor dem Beginn der Wildcard-Runde versucht sich LAOLA1 wie gewohnt dennoch daran und ordnet die zwölf Playoff-Quarterbacks in diesem Ranking ein:

Legenden, junge Wilde und einige etablierte Haudegen. Die Playoff-Quarterbacks dieser NFL-Saison bieten ein breites Spektrum. LAOLA1 mit einem Ranking der Spielmacher:

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Eines vorneweg: Der Generations-Wechsel unter den NFL-Quarterbacks ist bekanntlich in vollem Gange. Da die "Jungen Wilden" logischerweise noch nicht über die Lebensläufe eines Brady, Brees oder Rodgers verfügen können, besteht in solch einem Ranking die Gefahr, Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Wir legen daher auch diesmal eine Spur mehr Wert auf die Aktualität, ohne aber die gerade in der Postseason so wertvolle Erfahrung außer Acht zu lassen.

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12. JOSH ALLEN (Buffalo Bills)

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Sagen wir so: Wenn Allen in diesem Playoff-Feld Letzter ist, muss es schon schlechtere Quarterback-Jahrgänge in Playoffs gegeben haben. Der Bills-Spielmacher ist keiner, der einen mit seinen Statistiken verzaubert. Seinen Wert sollte man dennoch nicht unterschätzen. Erstens ist er unglaublich gut zu Fuß - 510 Rushing Yards und neun TDs in dieser Saison stechen nur im Lamar-Jackson-Zeitalter nicht heraus. Zweitens bringt er, wenn gefordert, schon auch entscheidende Würfe an. Buffalos Erfolg basiert aber eben nicht hauptsächlich auf der Offense.

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11. RYAN TANNEHILL (Tennessee Titans):

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Der einstige Miami-Flop schreibt in Nashville gerade ein Märchen in eigener Sache. Erst im Laufe der Saison anstelle von Marcus Mariota zum Starter avanciert, legte Tannehill das höchste Passer Rating  (117,5) dieser Saison hin. 22 TD-Pässe und nur 6 Interceptions sind ebenfalls überzeugend. Am überzeugendsten ist jedoch, dass es bei den Titans läuft, seit er das Ruder übernommen hat (7-3-Bilanz). Stellt sich die Frage, ob der frühere Erstrunden-Pick aktuell in Überform agiert oder wirklich so gut ist und die Dolphins ihn verkannt haben? Diese Playoffs werden es weisen...

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10. JIMMY GAROPPOLO (San Francisco 49ers):

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Ist "Jimmy G" der erste Erfolgsgarant, der einem einfällt, wenn es um die Wiederauferstehung der San Francisco 49ers geht? Nicht wirklich. Dafür streute er selbst bei Siegen immer wieder zu durchschnittliche Leistungen ein. Kein heuriger Playoff-QB warf mehr Interceptions als Garoppolo (13). So wenig konstant er in der Comeback-Saison nach seinem Kreuzbandriss bisweilen agierte, so sehr hatte er auch seine Ausreißer nach oben. Man darf gespannt sein, wie sich der 28-Jährige in den Playoffs tut.

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9. CARSON WENTZ (Philadelphia Eagles):

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Wentz wurde einst früh gedraftet, um die Eagles zum Super-Bowl-Sieg zu führen. Der Plan ging weitestgehend auf - mit dem Haken aus persönlicher Sicht, dass sich Wentz kurz vor dem Zielspurt verletzte und Nick Foles den großen Wurf erledigte. Wentz läuft diesem persönlichen Triumph noch hinterher. Im Laufe dieser Saison musste er sich einige Male Kritik gefallen lassen, teilweise auch zurecht. Allerdings: Die Verletzungsserie unter seinen Anspielstationen war phasenweise schon abenteuerlich. Trotzdem spielte der 27-Jährige gerade dann, als es im Dezember drauf ankam, richtig gut. So half er, die Saison zu retten.

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8. KIRK COUSINS (Minnesota Vikings):

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Wenn man vielleicht von den Duellen mit Green Bay absieht, war das nicht so schlecht, was Cousins in dieser Saison abgeliefert hat. Mit einem Rating von 107,4 rangiert er unter den diesjärigen Playoff-QBs auf Platz vier. Was dem 31-Jährigen im Vikings-Trikot vielleicht noch fehlt, ist der eine oder andere Statement-Sieg, der wirklich auf seine Leistung zurückgeführt wird. Diese Gelegenheit sollte sich in den Playoffs ergeben.

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7. DESHAUN WATSON (Houston Texans):

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Watson nur auf Rang 7? Dafür gibt es in der Tat keine allzu gute Begründung, außer dass die sechs Herrschaften vor ihm eben absolute Superstars sind - und der eine oder andere davon zugegeben ein wenig von seinem Namen und seiner Erfahrung lebt. Watson spielte eine gute Saison - warf 26 TD-Pässe und erlief auch deren sieben. Vor allem wie er die Patriots-Defense zerlegte, war durchaus ansehnlich. Sucht man einen Makel, findet man ihn allerdings definitiv bei 12 Interceptions - das ist eine Spur zu viel. Bei ihm wird es nun Zeit, dass er auch in der Postseason Spuren hinterlässt.

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6. AARON RODGERS (Green Bay Packers):

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Diskutiert man die besten Quarterbacks aller Zeiten, fällt der Name Aaron Rodgers zwangsweise. 2019 war, sagen wir mal so, kein statistischer Ego-Trip. 4002 Passing Yards und 26 TD-Pässe sind für seine Ansprüche eher nur solide, das Passer-Rating von 95,4 ist eher naja als spektakulär. Richtig gut sind dafür nur vier Interceptions. Nach Traumsaisonen ist Rodgers mit den Packers in der Postseason bisweilen gescheitert. Dreht er den Spieß nach dieser grundsoliden Saison um?

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5. TOM BRADY (New England Patriots):

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Das ist ein Ranking im Hinblick auf die Playoffs und tiefer kann man mit dem besten Playoff-Quarterback aller Zeiten beim besten Willen nicht gehen. Punkt. Geht man alleine nach den Statistiken in dieser Saison und den nicht immer überzeugenden Leistungen einer personell eher durchschnittlichen Patriots-Offense, müsste man die lebende Legende weiter hinten ansiedeln. Aber zweifelt irgendjemand daran, dass Tom Brady in der Postseason wieder den entscheidenden Wurf auspacken kann, wenn es notwendig ist? Eben.

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4. DREW BREES (New Orleans Saints):

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Verletzungsbedingt war diese Spielzeit für den Altstar eine verkürzte. Ein tolles QB-Rating von 116,3 sowie 27 TD-Pässe bei nur vier Interceptions sprechen dennoch für sich. Besonders stark: 74,3 Prozent seiner Passversuche kamen an den Mann, womit er seinen erst 2018 aufgestellten NFL-Rekord nur um 0,1 Prozent verpasste. Fünf der sechs besten Saisonen in besagter Statistik gehen in der NFL-Geschichte auf das Konto von Drew Brees - die drei besten gelangen 2018, 2019 und 2017. So viel zum Thema altersloser Präzision. Brees feiert am 15. Jänner seinen 41. Geburtstag.

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3. RUSSELL WILSON (Seattle Seahawks):

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Drei Niederlagen in den letzten vier Spielen drohen ein wenig zu verschleiern, wie gut die Saison von Russell Wilson war. Man sollte nicht vergessen, dass er als einer der Topfavoriten auf die Auszeichnung als MVP galt, ehe Lamar Jackson unwiderstehlich an Fahrt aufnahm. 31 TD-Pässe sind stark, ebenso ein QB-Rating von 107,4. Phasenweise hatte man in dieser Saison den Eindruck, als hielte er ein gar nicht mal so bärenstarkes Seahawks-Team im Rennen. Dass er als Super-Bowl-Champion inzwischen auch über jede Menge Playoff-Routine verfügt, muss nicht extra erwähnt werden.

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2. PATRICK MAHOMES (Kansas City Chiefs):

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Nein, es war nicht die Zauber-Saison aus dem Jahr 2018 - das war diesmal wohl alleine schon verletzungsbedingt nicht drinnen. Mahomes verpasste zweieinhalb Spiele und wirkte in einigen anderen etwas limitiert. Trotzdem lieferte er starke Spiele und Statistiken ab. Dass selbige vielleicht als ein wenig durchschnittlich empfunden werden, sprechen vor allem für die Erwartungshaltung an das Wunderkind der Chiefs. Wer ihn nach wie vor als besten QB der Gegenwart einstuft, möge dies ohne schlechtes Gewissen tun. Die Nummer eins geht diesmal jedoch an...

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1. LAMAR JACKSON (Baltimore Ravens):

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Wer sonst? Gefühlt lief Jackson in dieser Saison von New York nach Los Angeles. Angesichts der immensen Laufstärke (NFL-QB-Rekord von 1206 Rushing Yards; 7 TDs) geht fast unter, dass der 22-Jährige auch für die meisten TD-Pässe in dieser Spielzeit zuständig war, nämlich deren 36. Diese Kombination aus Weltklasse am Boden und durch die Luft macht ihn zu einem Phänomen, das kaum zu bändigen ist und die Ravens in eine hervorragende Ausgangslage im Hinblick auf die Super Bowl bringt.

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