Welcher Coach bleiben/gehen soll

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Und da sind wir schon wieder!

Die Ergebnisse sind euch allen freilich bekannt, doch die größte und teuerste Profiliga der Welt hat viele Stories zu erzählen.

Wie gewohnt widmet sich LAOLA1 den Auffälligkeiten des Spieltages.

Wer ist Winner? Wer ist Loser? Wer oder was war awesome? Wer oder was war awful? Wer sorgte noch für Aufsehen?

Das ist der Touchdown Tuesday - die Endzone von LAOLA1 - Episode 13 der Saison 2016:

Wir neigen ja dazu (warum eigentlich?), meist komplette Teams als Gewinner oder Verlierer auszuzeichnen. Im Normalfall hat das auch seine Richtigkeit, denn - Achtung (inhaltlich richtige) Floskel - Football ist der ultimative Teamsport. So mancher österreichische Bundesliga-Profi würde an dieser Stelle besonders originell meinen: "Wir gewinnen und verlieren gemeinsam." Ja eh. Gähn! Wir finden jedoch, in dieser Woche ist eine Ausnahme mehr als angebracht. Eric Berry ist für uns sowieso ein Gewinner - er hat seine Krebserkrankung überwunden und das ist wichtiger als alles, was er im Sport erreicht hat oder oder jemals erreichen wird. Seine Ausnahmeleistung beim 29:28 seiner Kansas City Chiefs in Atlanta - und Atlanta ist übrigens seine Heimatstadt - verdient jedoch besondere Würdigung. Erst eine Pick-6 und dann eine Interception zurücktragen, als die Falcons auf zwei Punkte gehen und auf diese originelle Art und Weise den Sieg sicherstellen - sagenhaft! Sagenhaftest! Statt 27:30 im Rückstand zu sein, waren es letztlich die beiden siegbringenden Punkte. Hat er das Spiel im Alleingang gewonnen? Natürlich nicht - ultimativer Teamsport und so (und der Fake-Punt-TD war ja auch vom Feinsten!). Aber Berry ist DER Gewinner!

Im Drehbuch stand folgendes: Ein Duell zweier Playoff-Aspiranten, die sich im direkten Aufeinandertreffen in Richtung Postseason in Stellung bringen wollen. Der Papierform nach wurde natürlich ein enges Match erwartet. Tja, man hätte den Miami Dolphins diesen Plan mitteilen sollen. Denn was das Team aus Florida in Baltimore abgeliefert hat, war alles nur nicht playoff-reif. Oder simpler ausgedrückt: Das war peinlich! Offensiv mies plus defensiv mies ergibt unterm Strich: richtig mies! Oder in Zahlen ausgedrückt: 6:38! Nach zuvor sechs Siegen in Serie durfte man sich da schon mehr erwarten. Nun sind die Playoffs natürlich noch nicht außer Reichweite. Wie Baltimore hält man bei einer Bilanz von 7-5. Klitzekleines Problem: Anders als die Ravens können die Dolphins ihre Division nicht mehr gewinnen (oder zumindest nur auf dem Papier). Und für das Wild-Card-Rennen war man schon mal besser aufgestellt...

Trommelwirbel!!!!!!! Mit den Dallas Cowboys kennen wir den ersten Playoff-Teilnehmer der Saison 2016 fix. Wir nehmen an, dass dies ausgerechnet die Texaner sein würden, hätte sich vor oder nach Woche 1 kaum jemand vorherzusagen getraut. In diesem Sinne: Hoch die Tassen! Das Play, das dies endgültig fixierte, stammt nicht von Dak Prescott, Ezekiel Elliott und Co. selbst. Die verbrachten den Sonntag angesichts ihres Donnerstags-Siegs gemütlich auf der Couch, sondern die Interception von Cardinals-Cornerback Patrick Peterson gegen Washington-QB Kirk Cousins. Aber da wir davon ausgehen, dass in Dallas wirklich die Tassen hochgingen, wollen wir es auf diesem Wege hier würdigen. Unser herzlichster Glückwunsch!

Das Thema Cam Newton und Mode tangiert uns ja für gewöhnlich nur am Rande, wenngleich wir seine Outfits durchaus lustig finden. Diesmal hatte sein Style jedoch sportlichen Einfluss und sagen wir mal so: Es passt zu dieser vers... vermurksten Saison der Carolina Panthers. Also noch mal zum Mitschreiben: Der gute Herr Star-Quarterback verzichtet beim Flug nach Seattle darauf, eine Krawatte zu tragen, verletzte damit den Team-Dresscode, Head Coach Ron Rivera will ihn nicht bevorzugter behandeln als Kaderspieler Nummer 53 (was natürlich richtig ist!) und bencht seinen "Superman" zu Spielbeginn, und seinem Backup Derek Anderson fällt nichts Dümmeres ein, als gleich eine Interception zu werfen? Ganz ehrlich: Das ist so absurd, das kann sich fiktiv niemand so ausdenken, wieder einmal schlägt die Realität potenzielle Gedankengänge irgendwelcher Spinner. Aber noch Fragen, warum die Panthers von einem Super-Bowl-Teilnehmer zu einem 4-8-Team wurden, das in Seattle 7:40 untergeht? Passt irgendwie ins Bild, oder? Oh Boy!

Ja, auch das ist die NFL: Zwei Kontrahenten haben VOR dem Spiel gemeinsam Spaß! Bravo Antonio Brown und Odell Beckham!

Vinny Testaverde! Alleine dafür, dass ich diesen Namen noch einmal im Touchdown Tuesday schreiben kann, hat sich mein kleines Quiz der Vorwoche ausgezahlt. Er war natürlich nicht der beste QB aller Zeiten, aber ein unterhaltsamer. Und kein Spielmacher in der NFL-Geschichte hat TD-Pässe zu so vielen verschiedenen Passempfängern geworfen - herzliche Gratulation "masterbouncer", du bist echt ein Football-Freak! "Mundafinga", du hast bei deinem "Auskotzen" wohl die Gefühlswelt aller Fantasy-Spieler detailgetreut erwischt (außer Kollegen Kastler vielleicht, haha), so geht es mir schon, seit ich dieses Spiel spiele - willkommen in meinem Leben also. Was tat sich im echten NFL-Leben? Genügend, wenngleich viele Spiele in Woche 13 zugegeben nicht die ganz großen Thriller waren. Bevor wir zum Sportlichen kommen, möchte ich - und auch dafür muss in unserem Magazin Platz sein - die NFL für ihre Schuh-Aktion loben. Die Spieler durften selbige für diesen Spieltag individuell gestalten und so auf Charity-Aktionen, die ihnen wichtig sind, hinweisen. Für wohltätige Organisationen aktiv zu sein, gehört in der NFL zum guten Ton. Im Rahmen der Super-Bowl-Woche finde ich die Verleihung des Walter Payton Man of the Year Awards an jenen Spieler, der sich hier am meisten hervortut, immer besonders interessant. Die Liga und einige ihrer Mitglieder schreiben abseits des Feldes bisweilen Negativschlagzeilen, aber auch das ist die NFL. Diese Woche ist übrigens wieder Jimmy-V-Week gegen den fucking Cancer. Ich weise Jahr für Jahr darauf hin, weil es mir ein persönliches Anliegen ist - und die Rede von Jimmy V (Jim Valvano) ist auch nach 23 Jahren immer noch eine der besten aller Zeiten!

Okay, liebe Baltimore Ravens, das nennt man dann wohl Statement! Nach sechs Siegen in Serie waren die Miami Dolphins natürlich alles andere als Laufkundschaft. Sie derart schlecht aussehen zu lassen - und zwar offensiv wie defensiv - zeugt so gesehen von bemerkenswerter Qualität. "04gruenp" wird es definitiv freuen. Auch er wird nicht behaupten, dass QB Joe Flacco in seinem Comeback-Jahr bis dahin die allerbeste Saison gespielt hat. Aber möglicherweise war das jenes Spiel, in welchem er Fahrt aufgenommen hat. Der gute Herr zählt in meinen Augen zu den besten Playoff-Spielmachern überhaupt, weshalb man ganz genau hinschauen muss, sollte er gegen Ende des Jahres in Über-Form kommen. Tut er dies, kann er nämlich im Jänner-Football Spiele im Alleingang gewinnen. Das hat er schon oft genug bewiesen. Vorher heißt es aber natürlich erst einmal in die Postseason zu kommen. Dafür dürfte es angesichts der Stärke der AFC West notwendig sein, die Division zu gewinnen (muss nicht zwingend so sein, aber es läuft darauf hinaus). So gesehen darf man sich auf ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen mit Pittsburgh (beide halten bei 7-5) und einen ultimativen Weihnachts-Showdown freuen. Diesem Match fiebere ich schon extrem entgegen! Genau wie dem Gastspiel in New England am kommenden Montag.

Apropos Monster-Matchups! Wie geil wird eigentlich Kansas City gegen Oakland am Donnerstag? Das Thursday Night Game ist ja nicht immer mit den großartigsten Duellen verwöhnt, aber dieses hier wird der Hammer! K.C. haben wir bereits oben abgefeiert, und auch diese Oakland Raiders sind mir nicht mehr wurscht. Ich bin langsam geneigt, von einer magischen Saison zu sprechen. Dieser verrückte Sieg gegen Buffalo passt nämlich ins Bild einer solchen. Die Bills haben durchaus die Schwächen des Teams aus Kalifornien aufgezeigt - und die gibt es trotz der 10-2-Bilanz (ja wirklich, Oakland!) natürlich nach wie vor. Aber Mitte des dritten Viertels noch 9:24 zurückzuliegen und dann doch noch mit 38:24 zu triumphieren, sagt eigentlich eh schon alles. Wenn sich dieses Team in einen Rausch spielt, wird es für das Gegenüber ungemütlich. Ich weiß, ich streiche Khalil Mack nicht zum ersten Mal hervor. Aber der Bursche ist schlichtweg Wahnsinn! Und dieses Match war gerade für ihn kein uninteressantes, schließlich hat er in Buffalo am College gespielt. Im Draft 2014 entschieden sich die Bills an Nummer 4 trotzdem für Sammy Watkins, Mack rutschte auf die 5 zu den Raiders. Bevor ich falsch verstanden werde: Das ist keine Kritik an Buffalo. Watkins war damals ein No-Brainer (wobei dieser Monster-WR-Draft auch in Runde 2 noch interessante Optionen geboten hätte), schließlich brauchten die Bills unbedingt einen neuen Star auf dieser Position und Watkins galt als Ausnahmetalent dieser Ausnahme-Klasse um Mike Evans, Odell Beckham und Brandin Cooks. Dass er sich bislang so oft verletzt hat, ist Pech. Bisher jedenfalls wäre Mack die bessere Wahl gewesen. Denn Watkins ist super, Mack ist superer. Aber wer weiß das schon vorher? Ich streue diese Gedankenspiele nur hin und wieder ein, um zu zeigen, wie wichtig der Draft erstens ist und wie sehr er trotz allem zweitens eine Lotterie ist. Oakland hat 2014 aber definitiv den Jackpot geknackt. Denn in der 2. Runde wählten sie Derek Carr. Die beiden Säulen einer ganzen Franchise in einem Draft? Na bravo!

Noch eine kleine Randnotiz zu Oakland, die ich recht amüsant finde: Bis ins letzte Detail kapieren folgendes vermutlich nur die Finanzler der Franchises. Aber jedes Team muss im Rahmen des Kollektivvertrags zwischen Liga und Spielergewerkschaft in einem Berechnungszeitraum von vier Jahren 89 Prozent der Salary Cap Cash an die Spieler auszahlen. Die einzige Franchise, die das von 2013 bis 2016 noch nicht geschafft hat, ist Oakland. Sie müssen daher bis Ende dieser Saison noch irgendwie über zwei Millionen durch einen Signing Bonus oder was weiß ich was an den Mann bringen. Ich bewerbe mich hiermit offiziell! Ich tät auch Urlaub nehmen dafür, haha. Hier die komplette Liste aller Teams. Durchaus bemerkenswert, wie billig New England vergleichsweise seine Erfolge hinkriegt (wobei dies wohlgemerkt nicht die Zahlen sind, wie sie in der Salary Cap angerechnet werden. Aber wie gesagt, das ist kompliziert):

Hab ich schon einmal erwähnt, dass ich Schneespiele liebe? Football wird bei jedem Wetter gespielt und gerade wenn es richtig unwirtlich wird, ist das ein untrügliches Zeichen, dass wir uns der heißen NFL-Jahreszeit nähern. Okay, mit dieser heißen Jahreszeit haben Chicago und San Francisco in diesem Jahr nun wirklich nichts zu tun, aber eine rassige "Schneeballschlacht" wäre ein guter Grund gewesen, sich dieses Duell irgendwie schön zu reden. Herausgekommen ist eine Leistung, die für den Ausgang dieser Saison zwar null Bedeutung hat, die aber so unfassbar schlecht war, dass ich nicht umhinkomme, die hier zu erwähnen. 49ers-QB Colin Kaepernick brachte es auf 4 Passing-Yards, wurde aber 5 Mal gesackt! Also ich meine im Laufe meines NFL-Fan-Daseins schon viel erlebt zu haben, aber mehr Sacks als Passing-Yards? Ich glaube, das ist Once-in-a-Lifetime in der negativsten Auslegung dieses Begriffs. Schon richtig, das lauflastige Playcalling hatte seinen Anteil, aber trotzdem: Das ist einfach nur peinlich. Kap-Gossip ist da schon interessanter, zudem passt es zu unseren Diskussionen der vergangenen zwei Wochen: Vor dem Spiel wurde geleakt, dass Kaepernick seine Klausel, die es ihm erlaubt, nach dieser Saison aus seinem Vertrag auszusteigen, ziehen wird. Zudem wurde bekannt, dass er sein Häuschen in San Jose auf den Markt geworfen und sich ein Apartment in New York City zugelegt hat. Gut, wenn ich reich wäre, würde ich auch einen auf Immobilien machen (Raiders, ich tät's wirklich tun!), also muss das nix heißen, und im konkreten Fall arbeitet offenbar auch seine Lebensgefährtin bisweilen in New York. Aber eine Woche vor dem direkten Duell mit den New York Jets ist dies zumindest eine Spekulation wert. Und die Jets sind ja bekanntlich eines der beiden Teams, mit dem ich aus einer Milchmädchenrechnung heraus "Kap" letzte Woche in Verbindung gebracht habe. Das andere waren die Chicago Bears. Ahäm, das werden sie in der Windy City nach diesem "Bewerbungsgespräch" in ihrem Wohnzimmer wohl eher bleiben lassen. Sagen wir so: Wenn er wirklich aus seinem Vertrag aussteigen will, hat er seinen Marktwert nicht gerade gesteigert.

Irgendetwas fühlte sich in Woche 13 nicht ganz richtig an! Aja, jetzt weiß ich! Die Detroit Lions waren ausnahmsweise im vierten Viertel nicht in Rückstand. Sie haben diesmal ganz souverän gewonnen, und zwar bei den New Orleans Saints. Das freut mich natürlich für unseren "Neo", gleichzeitig finde ich es jedoch schade für unseren Saints-Fan "kloisg11", der sich dieses Spiel vor Ort im Superdome zu Gemüte geführt hat und so nett war, uns ein Beweisfoto zukommen zu lassen. Finden wir immer wieder cool, zwischendurch auch mal die Gesichter zu den Nicknames kennenzulernen. Aber ich hätte dir natürlich einen Sieg gewünscht, daher der rote Bereich. Zum Spiel selbst sei gesagt, dass vor der Partie ja allgemein ein Shootout erwartet wurde. Und ja, auch ich habe Drew Brees aufgestellt. Aber so schlau ist dies gegen die Lions-Defense offenkundig selbst bei einem Klassemann wie dem Saints-Spielmacher nicht, und das hätte man durchaus erahnen können. In den fünf Partien vor diesem Duell kassierte Detroit höchstens 20 Punkte, im Normalfall weniger. Bis auf Washington standen allerdings nicht gerade die offensiv potentesten Kontrahenten gegenüber (zwei Mal Minnesota, Houston und Jacksonville). Von dem her habe ich es auch - ohne die Lions-D schon ansatzweise in die Riege der Top-Abwehrreihen heben zu wollen - ein wenig unterschätzt. Aber gut, ich nehme an, dass wir in dieser Saison ohnehin noch genügend Gelegenheit haben werden, darüber zu philosophieren, warum die Lions so gut sind.

Zur Vertragsverlängerung von Jeff Fisher bei den Los Angeles Rams sag' ich lieber nichts mehr, ich habe mich alleine über diese Möglichkeit schon oft genug beschwert. Ausgehandelt wurde sie offenbar schon vor Saison-Beginn, wie im Laufe der Woche bekannt wurde, und während der Saison unterschrieben. Nur so ein Gedanke am Rande: Könnte Fisher in die Geschichte als jener Trainer eingehen, der entlassen wird, bevor seine Verragsverlängerung wirksam wird? Wird nicht passieren, aber meine Meinung ist bekannt. Dies nur als Aufhänger für das eigentliche Thema. Der "Black Monday" ist nicht mehr allzu weit entfernt und ich habe mir für diese Woche vorgenommen, die Job-Sicherheit von einigen Coaches, deren Teams in dieser Saison enttäuscht haben, anzuschauen und zu eruieren, was ich Stand jetzt als Owner tun würde. Also gut, arbeiten wir uns von unten weg vor:

Cleveland Browns (0-12): Hue Jackson - erstes Jahr im Amt. Ich würde ihn unbedingt behalten und den Neuaufbau mit ihm durchziehen.

San Francisco 49ers (1-11): Chip Kelly - ähnliche Situation. Das Spielermaterial ist wie in Cleveland zu schlecht. Hier ist Geduld gefragt. Wenngleich ich verstehe, dass man Kelly als Coach schrecklich finden kann.

Jacksonville Jaguars (2-10): Gus Bradley - Ich mag ihn, aber vielleicht ist er als Defense Coordinator besser geeignet. Sein viertes Jahr ist eine einzige Enttäuschung. Der Geduldsfaden reißt, er muss gehen.

New York Jets (3-9): Todd Bowles - in seinem zweiten Jahr nach dem starken Debüt entzaubert (bist du narrisch, war das MNG schlecht!), aber er sollte natürlich noch eine Chance bekommen.

Chicago Bears (3-9): John Fox - auch bei ihm ist das zweite Jahr ein Rückschritt, aber das ist personell bedingt einzusehen. Die Defense (seine Kernkompetenz) wird besser. Was er braucht, ist ein neuer QB und keinen neuen Job. Tony Romo?

Carolina Panthers (4-8): Ron Rivera - Mega-Enttäuschung nach Super-Bowl-Jahr. Aber muss natürlich bleiben!

Los Angeles Rams (4-8): Jeff Fisher - eh schon wissen...

Cincinnati Bengals (4-7-1): Marvin Lewis - seit 2003 im Amt und bisher unkündbar. Ich habe das Gefühl, nach dieser Saison erwischt es ihn. Ich würde ihn jedoch behalten. Das Tief der Bengals war vorhersehbar und dieser Mann ist gut genug, sie wieder in die Playoffs zu führen. Auch zu mehr? Das ist sein Problem...

Philadelphia Eagles (5-7): Doug Pedersen - sein erstes Jahr hat stark begonnen und inzwischen nachgelassen. Aber er bleibt natürlich.

New Orleans Saints (5-7): Sean Payton - unkündbar!

Arizona Cardinals (5-6-1): Bruce Arians - diese Saison ist natürlich eine wüste Enttäuschung, aber seine ersten drei Jahre waren so gut, dass man natürlich mit ihm weitermachen sollte.

Alle anderen Teams sind in meinen Augen noch im Playoff-Rennen. Man sieht: Bei den bilanzschwächeren Teams würde es zumindest meiner bescheidenen Meinung nach gar nicht so viel Handlungsbedarf geben. Aber der eine oder andere weitere Owner (auch von den nicht genannten Teams) wird garantiert die Nerven verlieren, das ist jedes Jahr so. Und apropos Fisher. Ich hatte echt ein bisserl Mitleid, als er verzweifelt seine Challenge Flag suchte und nicht fand. Ehrlich! Aber zum Schmunzeln regt es auch irgendwie an - seine Suche hat sich nämlich ewig hingezogen. Aber okay, er ist ja noch nicht so lange im Head-Coach-Geschäft, kann also passieren...

Und sie ist doch spannend, die MVP-Wahl 2016. Dachte ich mir Mitte der Saison noch, dass der Brady Tom wieder einmal zuschlagen würde, gibt es nun weitere sehr interessante Optionen. Natürlich die beiden Rookies aus Dallas, Dak Prescott und Ezekiel Elliott, aber auch zwei weitere Sportsmänner drängen sich auf: Derek Carr und Matthew Stafford. Brady hat es sich de facto eh jedes Jahr verdient, wer weiß, ob die anderen noch mal in die Lage kommen? Bis auf Stafford gut möglich. Doch Prescott und Elliott profitieren von ihrer O-Line. Bleiben Carr und Stafford. Okay, ich wähle Stafford. Denn mit den Lions-Leistungen war meinem Gefühl zufolge noch weniger zu rechnen als jene der Raiders. Er spielt seinen besten Football. Finish it!

Aber Moment, liebe Lions, die Packers sind noch nicht ganz weg. Zwei Siege in Folge. Das bei den Eagles und nun gegen die Texans im Schneegestöber von Lambeau. Oh ja, Dezember-Football, wir lieben ihn! Wenn Green Bay aber im Jänner auch noch dabei sein will, sollte man idealerweise die Saison zu Ende gewinnen. Es warten Seattle (ohne Earl Thomas) und alle drei Konkurrenten aus der NFC North - am Ende die Lions. Es bleibt natürlich sehr sehr schwierig, aber es ist Aaron Rodgers (mit Oberschenkel-Probleme erfolgreich) am Werk. Punkt 1. Sie wissen, wie man Spiele gewinnt. Punkt 2. Man hat eigentlich überhaupt keinen Druck, ist der Jäger. Punkt 3. Schreiben wir sie noch nicht ab.

Weiter so, Buccaneers! Nach Siegen bei den Chiefs und gegen die Seahawks musste dieses Mal San Diego den Platz als Sieger verlassen. Mit gefällt das Paket, mit dem die Bucs auch weiterhin unterwegs sind. Und sie wissen jetzt auch die Spiele zu gewinnen. Nach aktuellem Stand wären sie in den Playoffs. Und das mit Teams wie Dallas, Oakland und den Lions. Das aktuelle Playoff Picture gefällt mir gut. Gerne auch noch die Redskins und die Titans!

Ich habe vor der Saison darauf gehofft, dass die Jacksonville Jaguars ein Playoff-Team werden würden, doch das war schon länger abzusehen, dass es nicht so kommen würde. Auf beiden Seiten des Balls wurden die Erwartungen aus unterschiedlichen Gründen nicht erfüllt. Offensiv muss man natürlich auch Blake Bortles nennen. Praktisch jede Woche warf er mindestens eine Interception. Und schlussendlich bringt es dieser Stat auf den Punkt: Er hat nun mehr Pick-Sixes (11) zu Buche stehen als Siege in der NFL (10). Das ist gar nicht gut. Schade.

Der Madden-Fluch: Wer am Cover des Spiels ist, hat folglich keine gute Saison. Seit 1999 gibt es diese Tradition, die eigentlich keiner so richtig braucht. Mal ist es "nur" das Verpassen einer Playoff-Teilnahme (OBJ 2016), meistens aber handelt es sich um schwere Verletzungen, die das Saisonende bringen. Am Cover von Madden 17 ist Rob Gronkowski, dessen Saison nach Rückenoperation vorbei ist. Die Karriere des Patriots-Superstars ist leider auch gezeichnet von Verletzungen. Das gehört in diesem Sport dazu, braucht aber wirklich keiner.

Rest in peace, Joe McKnight. Solche Tragödien sind einfach nicht zu fassen.

Wir picken jede Woche die Teilnehmer der Super Bowl LI, die am 5. Februar kommenden Jahres in Houston, Texas, stattfinden wird.

Das NRG Stadium war bereits einmal Schauplatz eines NFL-Endspiels - die New England Patriots bezwangen dort 2004 die Carolina Panthers mit 32:29.

Wir sind wie immer zuversichtlich, in irgendeiner Woche mit einem Pick richtig zu liegen - spätestens nach den Conference Finals...

BERNHARD KASTLER und sein Week-13-Pick:

Tampa Bay Buccaneers vs. New England Patriots

Die Bucs haben einen Lauf, die Patriots sind die Patriots - und keiner von uns hatte bislang das Duell. Frei nach Waltz: Das ist ein Bingo!

Week

NFC-Team AFC-Team
01 Arizona Cardinals Pittsburgh Steelers
02 Seattle Seahawks Denver Broncos
03 Philadelphia Eagles New England Patriots
04 Minnesota Vikings Denver Broncos
05 Dallas Cowboys New England Patriots
06 Atlanta Falcons New England Patriots
07 New York Giants San Diego Chargers
08 Green Bay Packers Kansas City Chiefs
09 Seattle Seahawks Buffalo Bills
10 Seattle Seahawks Kansas City Chiefs
11 New York Giants Oakland Raiders
12 Tampa Bay Buccaneers Oakland Raiders

PETER ALTMANN und sein Week-13-Pick:
Seattle Seahawks vs. Baltimore Ravens
Dieser Flacco im Jänner, ich sag's euch! Ich glaube zwar, dass die Ravens erst in zwei, drei Jahren so weit sein werden, aber warum eigentlich nicht? Ist mal was anderes. Und so vielen Teams traue ich einen Sieg in New England nicht zu. John Harbaugh und Joe Flacco haben indes schon bewiesen, dass sie es drauf haben. Aber gut, warten wir mal Woche 14 ab.

Week

NFC-Team AFC-Team
01 Green Bay Packers New England Patriots
02 Carolina Panthers New England Patriots
03 Minnesota Vikings New England Patriots
04 Seattle Seahawks New England Patriots
05 Arizona Cardinals New England Patriots
06 Atlanta Falcons New England Patriots
07 Green Bay Packers Denver Broncos
08 Seattle Seahawks Oakland Raiders
09 Dallas Cowboys Oakland Raiders
10 Seattle Seahawks New England Patriots
11 Dallas Cowboys Kansas City Chiefs
12 New York Giants New England Patriots

In dieser Kategorie lassen sich die beiden NFL-Redakteure von LAOLA1 zu "Bold Predictions" für Woche 14 hinreißen - wie immer ohne Gewähr!

BERNHARD KASTLER über Week 14

  • Passing Yards 2: 49ers gegen Jets - zusammen über 1000!
  • Passing Yards 3: Hail Mary im Lambeau Field - und Green Bay gewinnnt gegen Seattle. Die Entscheidung ist nicht kontrovers...
PETER ALTMANN über Week 14
  • Im vierten Viertel gegen Atlanta findet Rams-Coach Jeff Fisher plötzlich seine Challenge Flag. Sie war dort versteckt, wo er normal sein Erfolgsrezept aufbewahrt. Also quasi unfindbar...

  • Weniger bold, sondern hier ist mehr der Wunsch Vater des Gedanken: Cleveland gewinnt gegen Cincinnati. Fix. Sie werden keinen Nuller hinlegen. Das ist eure Chance!

  • Cam Newton vergisst vor dem Spiel gegen San Diego, sich die Zähne zu putzen und den linken, kleinen Fingernagel zu reinigen und wird für die ersten beiden Drives gebencht. Einen Pick-6 und einen Fumble-Return-TD später kommt er mit einer Krawatte über dem Trikot aufs Feld und wird von der NFL für diese Aktion für ein Spiel gesperrt. Backup Anderson macht seine Sache gegen Washington so gut, dass er für die kommende Saison von Cleveland zurückgeholt wird und die Browns zum Super-Bowl-Sieg ausgerechnet gegen Carolina führt. Hätte sich Cam Newton besser mal Zahnbürste und Nagelfeile zugelegt...

Textquelle: © LAOLA1.at

Was Jakob Pöltl zur neuen Raptors-Hackordnung sagt

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