Beachvolleyball-Major in Wien abgesagt

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Rot-weiß-rote Beachvolleyball-Fans müssen nun ganz stark sein.

Nach der Absagenflut sportlicher Großereignisse in den vergangenen Wochen und Monaten zieht nun auch Veranstalter Hannes Jagerhofer die Reißleine und sagt die für August geplanten Beachvolleyball-Majors in Wien und Hamburg aufgrund der Coronavirus-Pandemie ab.

Das Spektakel auf der Wiener Donauinsel fällt dieses Jahr somit aus, die Neuaustragungen der beiden traditionellen Turniere sollen allerdings im Jahr 2021 erfolgen. Zudem stehe sein Unternehmen auch für das Turnier in Gstaad im Juli nicht mehr als Mitorganisator zur Verfügung.

"Es stimmt uns sehr traurig, diese Entscheidung bekanntgeben zu müssen. Momentan bleibt uns nur die Hoffnung, dass die globale Krise bald abebbt und unter Kontrolle gebracht wird. Dann werden wir mit voller Energie und ungebrochenem Einsatz die Arbeit zur Realisierung unserer Veranstaltungen im Jahr 2021 in Angriff nehmen", verlautbart Jagerhofer.

"Zum jetzigen Zeitpunkt kann niemand die Verantwortung übernehmen"

Derzeit müsse aber alles, das nicht in direktem Zusammenhang mit der Eliminierung des Virus stehe, hintangestellt werden.

"Das ist nur logisch, hat für viele von uns allerdings dramatische Auswirkungen. Nun sagen Experten vorher, dass man in den Monaten Juli und August mit dem Höhepunkt der Pandemie rechnen muss. Und das wiederum bedeutet für uns, dass zum jetzigen Zeitpunkt niemand die Verantwortung übernehmen kann, mit ruhigem Gewissen und aus voller Überzeugung an die Umsetzung der geplanten Events heranzugehen", so Jagerhofer.

Man habe sich deshalb nach langen Gesprächen mit dem Weltverband, den Sponsoren sowie Partnern und Vertretern der Städte Wien und Hamburg entschieden, die Turniere abzusagen.

Jenes auf der Wiener Donauinsel hätte vom 12. bis 16. August stattfinden sollen. Hamburg war vom 19. bis 23. August geplant gewesen. Bisher waren aufgrund der Corona-Krise bereits etliche andere Turniere der World-Tour abgesagt oder verschoben worden.

Doppler/Horst bedauern Absage

Clemens Doppler und Alexander Horst, 2017 beim Heimturnier in Wien sensationell Vizeweltmeister, bedauerten die Absage. "Nüchtern betrachtet war es zu erwarten, wenn aber die tatsächliche Meldung kommt, ist man erstmal geschockt. Wenn dir dein Heimturnier wegfällt, bei dem du den Großteil der Medienberichte lukrierst, du Zehntausende Fankontakte hast, ist das schon einschneidend."

Auch Horst verwies auf die Wichtigkeit des Wien-Events. "Hannes Jagerhofer bietet uns Jahr für Jahr die perfekte Plattform für unseren Sport. Ohne Übertreibung, es ist das beste Turnier der Welt, die Zuseher zelebrieren die Spiele und pushen uns Österreicher nach vorne. Das Vienna Major war mein Lichtblick für diese Saison - wenigstens Wien soll stattfinden, war meine große Hoffnung."

Ihr Coach und Manager Robert Nowotny befürchtet den Ausfall der gesamten Saison: "Die Situation ist sicher nicht leicht für die Athleten. Bei all den Turnierabsagen sieht es fast nach einem Lock-Out über die gesamte Saison aus", sagte Nowotny. Das wäre eine zusätzliche Herausforderung. "Die Spieler haben sich den ganzen Winter über vorbereitet und jetzt bevor es losgeht, bröckelt die gesamte Serie weg. Ein ganzes Jahr ohne internationale Turniere wird hart, da werden wir als Coaches ordentlich in die Trickkiste greifen müssen."

Textquelle: © LAOLA1.at

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