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Rassismus: Jakob Pöltl vermisst "Bewusstsein"

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Viele Sportler auf der ganzen Welt teilen aktuell ihre Gedanken über Rassismus und rufen zu entsprechenden Gegenmaßnahmen auf.

Auch Jakob Pöltl, NBA-Spieler bei den San Antonio Spurs, bringt sich ein. Er vermisst in großen Teilen der Gesellschaft ein Bewusstsein für das Thema Rassismus. Außerdem befürchtet der 24-Jährige, dass sich der von vielen Menschen getragene Wunsch nach Veränderung nicht so schnell erfüllen wird.

"In vielen Bereichen der Gesellschaft ist das Bewusstsein für die Problematik überhaupt nicht vorhanden. Für Menschen, die in so einem Umfeld aufwachsen und leben, ist die systematische Benachteiligung von Nicht-Weißen 'normal' oder wird nicht als solche wahrgenommen. Ich hoffe, dass man Wege findet, die junge Generation besser zu bilden und sensibilisieren", sagt der Wiener.

Bedrückende Situation

Die Ereignisse in den USA nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd durch Polizeigewalt seien aufrüttelnd. "Es ist eigentlich ein Wahnsinn, was hier abgeht", so Pöltl.

"In den sozialen Medien erfährt man viel Negatives darüber, wie die Regierung und die Polizei mit der Thematik umgehen. Es wirkt mehr wie ein Kampf, als ein Bemühen, sich der Problematik anzunehmen. Für viele Leute scheinen die Proteste ein größeres Problem zu sein als der Rassismus selbst."

Es sei eigenartig und bedrückend, das als quasi Außenstehender zu beobachten. "Der Wunsch nach Veränderungen ist von vielen Seiten groß, aber es wirkt nicht so, als würde sich dieser Wunsch so leicht durchsetzen."

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