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Pöltl und Raptors verlieren Krimi in Minnesota

Toronto liegt bei den Timberwolves klar voran, verliert aber unglücklich. Pöltl mit guter Leistung.

Pöltl und Raptors verlieren Krimi in Minnesota

Die Toronto Raptors (32-22) unterliegen in der Nacht auf Donnerstag in der NBA bei den Minnesota Timberwolves (20-33) 109:112.

Die Kanadier führen vor der Pause mit bis zu 13 Punkten, in einer spannenden Schlussphase trifft jedoch Minnesotas Tyus Jones 19 Sekunden vor Ende mit einem Dreipunkter den "Big Shot" des Spiels.

Jakob Pöltl zeigt eines seiner bislang besten NBA-Spiele und kommt in 15:37 Minuten auf 4 Punkte (2/2 2er), 4 Rebounds (1 offensiv), je 1 Assist und Steal bei 1 Foul.

30 Punkte von DeMar DeRozan, 20 von Kyle Lowry und 19 von DeMarre Carroll reichen nicht. Andrew Wiggins (31), Karl-Anthony Towns (29, 14 Rebounds) und Shabazz Muhammad (22) führen die Gastgeber an.

Duell zweier Ex-ABL-Spieler

Bei den Kanadiern muss Patrick Patterson weiter pausieren, den Wolves fehlen die Guards Zach LaVine und Kris Dunn, dafür feiert der zunächst für zehn Tage unter Vertrag genommene Lance Stephenson sein Debüt.

Nach einem ausgeglichenen Beginn setzen sich die Raptors langsam, aber sicher ab. Jakob Pöltl kommt 3:11 Minuten vor der ersten Pause beim Stand von 24:18 für Jonas Valanciunas. Er verteidigt zunächst Gorgui Dieng und später mit Nemanja Bjelica den zweiten Ex-ABL-Spieler in der NBA.

Nach einem Foul gegen Shabazz Muhammad verwandelt Pöltl einen Alley-oop-Lay-up nach Pass von Cory Joseph. Die Raptors scoren im ersten Viertel in 15 ihrer 20 Possessions und liegen angeführt von DeRozan (12 Punkte) 33:25 voran.

Trio nicht zu stoppen

Im zweiten Abschnitt punktet Pöltl erneut nach Joseph-Assist unter dem Korb. Der Wiener sammelt zudem Rebounds und verzeichnet einen Steal gegen Bjelica. Bei 47:40 gegen Mitte des Viertels wird er wieder durch Valanciunas ersetzt.

Nach drei Dreiern von Lowry baut Toronto den Vorsprung auf 55:42 aus, das Außenspieler-Trio Lowry/DeRozan/Carroll sammelt bis zur Halbzeit 42 Punkte. Die Wolves haben es dem aus Toronto stammenden Wiggins und seinen 18 Zählern zu verdanken, dass sie nur mit 53:63 zurückliegen.



Towns dominiert

Zu Beginn der zweiten Hälfte verabsäumen es die Raptors, das Momentum zu behalten. Die Gäste begehen drei schnelle Turnovers und die Wolves beginnen, ihren Vorteil mit Towns auf der Power-Forward-Position zu suchen.

Der Rookie of the Year der vergangenen Saison dominiert seinen Gegenspieler Pascal Siakam und sorgt nach 30 Minuten mit einem Dreipunkte-Spiel zum 71:70 für die erste Timberwolves-Führung seit der Anfangsphase.

Angeführt von Valanciunas, der 16 Punkte ohne Fehlwurf erzielt, reißt Toronto das Ruder sofort wieder herum und stellt auf 78:73. Da Lucas Nogueira Towns ebenso nicht stoppen kann und drei Fouls hintereinander ausfasst, lässt Coach Dwane Casey Pöltl beim Stand von 80:77 gemeinsam mit Valanciunas auf das Feld.

Die äußerst seltene Kombination schlägt sich für wenige Minuten gut, der Österreicher spielt einen hervorragenden Assist auf Carroll, der seinen fünften Dreier beim fünften Versuch zum 83:77 verwandelt.

Mit 88:83 geht es in die letzte Pause, bei Minnesota kommt neben Towns und Wiggins auch Bankspieler Shabazz Muhammad immer mehr auf Touren.

Jones als Matchwinner

Im Schlussabschnitt wird Pöltl im Kampf um einen Offensiv-Rebound von Bjelica gefoult, beim Stand von 90:85 neun Minuten vor Ende wird er für Nogueira ausgewechselt. Beide Teams setzen auf "Small Ball", Valanciunas bleibt trotz seiner guten Performance bis zur Schlussminute draußen.

Ein sehenswerter Schlagabtausch entwickelt sich, die Raptors bleiben immer knapp voran - bis DeRozan zweimal in Folge verwirft und Wiggins 48 Sekunden vor Ende auf 106:105 für Minnesota stellt.

Nach einem Freiwurf durch Muhammad gleicht DeRozan 29,5 Sekunden vor Schluss zum 107:107 aus, ein klares Foul von Towns an ihm wird nicht gegeben.

Danach folgt die Vorentscheidung: Toronto kollabiert in der Defense gegen Wiggins, der findet Tyus Jones - den eigentlich dritten Point Guard der Wolves - und dieser scort 19,5 Sekunden vor Ende per Dreipunkter zum 110:107 für die Wolves.

Lowry scheitert klar

Toronto geht auf einen Zweier von Valanciunas und verkürzt auf einen Punkt, Wiggins bleibt zehn Sekunden vor Schluss von der Freiwurflinie aber cool und stellt den Dreipunkte-Abstand wieder her.

Im Gegenzug können sich die Raptors nur einen bedrängten Dreier-Versuch von Lowry aus der Ecke herausspielen - der Ball geht seitlich an das Brett. Die Timberwolves jubeln über ihren erst dritten Sieg gegen Toronto im 25. Aufeinandertreffen seit der Saison 2004/05.

Die Raptors verabsäumen es, mit einem dritten Erfolg in Serie Rang drei im Osten zu halten, und liegen knapp hinter Washington und knapp vor Atlanta auf Platz fünf.

In der Nacht auf Montag treffen Pöltl und Co. zu Hause auf Detroit.

Minnesota Timberwolves - Toronto Raptors 112:109 (25:33, 28:30, 30:25, 29:21)

Raptors: DeRozan 30, Lowry 20, Carroll 19, Valanciunas 16, Ross 11, Pöltl 4 (2/2 2er, 4 Rebounds, 1 davon offensiv, 1 Assist, 1 Steal, 1 Foul, 15:37 Minuten, Plus/Minus +3), Joseph 4, Siakam 3, Nogueira 2, Powell, Sullinger; VanVleet

Timberwolves: Wiggins 31, Towns 29 (14 Rebounds), Muhammad 22, Dieng 11, Stephenson 6, Jones 5, Rubio 5, Bjelica 3, Aldrich, Rush; Dunn, Hill

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