Pöltl erneut mit zwölf Punkten bei Raptors-Sieg

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Jakob Pöltl erzielt in der Nacht auf Montag beim 113:105-Sieg seiner Toronto Raptors gegen die Philadelphia 76ers zum dritten Mal seine NBA-Bestleistung von zwölf Punkten und liefert spektakuläre Aktionen.

Der Wiener trifft in 20 Minuten fünf von sechs Feld- und zwei von vier Freiwürfen, holt fünf Rebounds und verzeichnet je zwei Blocks und Steals bei einem Turnover und fünf Fouls.

Serge Ibaka führt die Kanadier mit 24 Zählern und sechs Blocks an. Toronto (47-30) sichert Rang drei im Osten ab.

Boston (50-27) und Cleveland (49-27) fahren ebenfalls Siege ein, das viertplatzierte Washington (46-31) verliert an Boden.

Raptors zunächst defensiv nachlässig

Bei den Raptors setzt neben dem langzeitverletzten Kyle Lowry auch P.J. Tucker aus. Den Forward plagen Knieprobleme. Die Sixers haben schon länger einen großen Aderlass zu verkraften, unter anderem fallen Joel Embiid und Jahlil Okafor aus.

Obwohl Serge Ibaka in den ersten drei Minuten drei Würfe blockt, ist die Verteidigung Torontos zu Beginn löchrig. Angeführt vom französischen Rookie Timothe Luwawu-Cabarrot, der in der Anfangsphase drei Dreipunkter versenkt und elf Punkte scort, führen die Gäste 18:17.

Ibaka und Co. stellen auf 28:24. Bei diesem Stand kommt nach elf Minuten auch Pöltl erstmals ins Spiel. Er wird nach einem Durchstecker von Gerald Henderson gefoult, vergibt aber beide Freiwürfe.

Hinten foult der Wiener beim Block-Versuch den durchbrechenden Alex Poythress. Mit 28:29 geht es in die erste Pause, die Raptors treffen 52 Prozent aus dem Feld, Philadelphia 50.

Schöner Pöltl-Korb aus der Drehung, Toronto zieht davon

Im zweiten Viertel verteidigt Pöltl gut im 1-gegen-1 gegen Tiago Splitter, begeht jedoch gegen den brasilianischen Routinier auch sein zweites Foul. Toronto kann sich durch aggressivere Defense von Delon Wright und Co. auf 35:31 absetzen.

Pöltl scort im Gegenangriff nach schönem Pass von Cory Joseph sehenswert aus der Drehung. Nach fünf Minuten im zweiten Abschnitt kommt Jonas Valanciunas beim Stand von 40:38 für den Österreicher zurück.

Philly verkürzt durch Nik Stauskas auf 43:44, danach greift die Raptors-Defense aber voll und vorne ist es vor allem Ibaka, der durch seinen Shooting-Touch immer wieder besticht.

DeMarre Carroll trifft von außen, DeMar DeRozan verteilt in der ersten Hälfte bereits acht Assists und auch Valanciunas setzt sich durch. Kurz vor Halbzeit führen die Raptors 59:45, die 76ers scoren bis zur Pause noch vier Punkte.

Ibaka hält nach 24 Minuten bereits bei 18 Punkten.



Saric führt 76ers heran

Nach Seitenwechsel legen die Kanadier mit Dunks von Valanciunas auf 65:51 vor, Ibaka trifft den achten Wurf in Folge.

Danach kommen die Minuten von Dario Saric: Der kroatische Rookie, vor der Pause mit zwei Punkten und vielen Fehlwürfen noch schwach, führt die 76ers auf 61:65 und 68:71 heran.

DeRozan, Valanciunas und Ibaka übernehmen in der Folge in der Offense und stellen auf 80:70. Beim Stand von 80:71 zwei Minuten vor der letzten Pause wird Pöltl für Ibaka eingetauscht.

DeRozan dominiert weiter. Pöltl wird mit neun Sekunden auf der Uhr am High Post von Luwawu-Cabarrot gefoult und trifft diesmal beide Freiwürfe zum 86:76-Viertelendstand.

Pöltl räumt ordentlich auf

Die 76ers kommen auf 84:91 heran, ehe Pöltl per Lay-up, Fred VanVleet, Patrick Patterson und Norman Powell die Raptors auf 102:88 stellen lassen.

Pöltl arbeitet im Schlussabschnitt gewohnt hart am Offensiv-Rebound und scort mit einem Tip-in zum 104:90. Hinten wartet er mit einem Monster-Block gegen Saric auf.

Nach seinem dritten Offensiv-Rebound im Viertel verlegt er zwar mit der linken Hand, zieht aber gleich darauf ein Offensiv-Foul von Rashaun Holmes und punktet vorne sehenswert durch eine Penetration, die er weit hinter der Dreierlinie startet, zum 108:92.

Nach einem Ballgewinn von Pöltl und Punkten von Powell zum 111:94 scheint 3:48 Minuten vor Schluss alles klar, Coach Casey bringt in der Endphase erstmals Pascal Siakam.

Doch Philly gibt nicht auf, die junge Aufstellung der Raptors verzettelt sich mehrmals im Angriff. Auch Pöltl begeht durch einen Moving Screen einen Turnover.

32 Sekunden vor Ende verkürzen die 76ers auf 105:111, ehe Pöltl mit einem spektakulären Dunk über Splitter für die endgültige Entscheidung sorgt.

Nächster Programmpunkt für Toronto ist das Auswärtsspiel bei den Indiana Pacers in der Nacht auf Mittwoch.

Toronto Raptors - Philadelphia 76ers 113:105 (28:29, 31:20, 27:27, 27:29)

Raptors: Ibaka 24, DeRozan 17, Valanciunas 14, Pöltl 12 (19:57 Minuten, 5/6 2er, 2/4 Freiwürfe, 5 Rebounds, 3 davon offensiv, 2 Blocks, 2 Steals, 1 Turnover, 5 Fouls, Plus/Minus -3), Carroll 10, Powell 10, Joseph 9, VanVleet 7, Patterson 6, Wright 4, Siakam; Nogueira, Caboclo

76ers: Luwawu-Cabarrot 23, Saric 16, Stauskas 14, Henderson 12, Poythress 11, Long 9, Anderson 6, Splitter 6, Holmes 4, McConnell 4

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Textquelle: © LAOLA1.at

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