Spektakulärer Dunk von Pöltl bei Comeback-Sieg

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Die Toronto Raptors legen in der Nacht auf Donnerstag in der NBA ihr größtes Comeback in der laufenden Saison hin und siegen bei den Detroit Pistons nach einem 20-Punkte-Rückstand noch 105:102.

Kyle Lowry, der nach seiner Handgelenks-OP erstmals seit Mitte Februar aufläuft, überragt mit 27 Punkten und zehn Assists.

Jakob Pöltl sorgt mit einem Alley-oop-Dunk nach Lowry-Assist für den spektakulärsten Korb des Spiels. Der Wiener kommt in 13 Minuten auf vier Punkte (2/4 2er) und einen Rebound.

Während der Playoff-Zug für die Pistons (35-43) wohl endgültig abgefahren ist, hat es Toronto (48-31) weiterhin selbst in der Hand, Platz drei im Osten gegenüber Washington (47-31) zu verteidigen.

Der dritte Platz verhilft höchstwahrscheinlich dazu, Cleveland bis zu den Conference Finals aus dem Weg zu gehen. Der Titelverteidiger (51-27) hat nach dem Sieg im direkten Duell in Boston (50-28) nun klar die besten Chancen auf Rang eins.

Die Raptors verwandeln im laufenden Spieljahr bereits zum 21. Mal einen zweistelligen Rückstand in einen Sieg.

Ganz schwacher Auftakt

Die ersten Minuten sind für die Fans der Kanadier schwer verdaubare Kost. Offensiv trifft im letzten Back-to-back-Spiel der Saison außer dem ausgeruhten Lowry kaum jemand, defensiv werden wiederholt leichte Punkte unter dem Korb zugelassen.

Point Guard Ish Smith zieht nach Belieben in die Zone, Tobias Harris trifft von außen und die Pistons bauen ihren Vorsprung auf 16 Punkte aus.

Jakob Pöltl kommt beim Stand von 15:31 und spielt die letzten zwei Minuten des ersten Viertels, das 15:33 endet. Detroit verwandelt 15 von 23 Feldwürfen und dominiert am Rebound 15:6.

"Hack-a-Drummond" und Alley-oop

Im zweiten Abschnitt geht es zunächst in derselben Tonart weiter, die Pistons stellen auf 37:17. Lowry und Cory Joseph atmen den Raptors etwas Leben ein und verkürzen auf 28:43.

Da Jonas Valanciunas sein drittes Foul ausfasst, darf Pöltl bei 28:46 rund vier Minuten vor der Pause wieder auf das Parkett. Bei einem zu Rebound-Monster Andre Drummond gelangten Ball, der mit Ende der Shot-Clock zum 48:28 für die Hausherren stellt, sieht der Österreicher unglücklich aus.

Pöltl muss auf Coach-Geheiß die "Hack-a-Drummond"-Strategie anwenden, foult den freiwurfschwachen gegnerischen Center also absichtlich. Die Taktik funktioniert, Drummond verwirft beide Freiwürfe.

Danach sorgt Pöltl für das Highlight des Spiels: Lowry spielt im Fast-Break einen perfekten Alley-oop-Pass auf seinen Rookie, der sich lang macht und zum 33:48 dunkt.

Joseph mit zwei Dreiern, Serge Ibaka und Lowry verkürzen bis zur Halbzeit auf 46:56. Während Lowry und Joseph zusammen bereits 29 Punkte auf dem Konto haben, kommt das Starter-Trio DeMarre Carroll, Ibaka und DeMar DeRozan auf gemeinsam nur drei Treffer bei 18 Versuchen. Superstar DeRozan hält bei nur zwei Zählern.



Gute Aktionen von Pöltl

Nach Seitenwechsel verkürzen Valanciunas und Lowry auf 52:56, die Raptors können aber weiterhin ihre offenen Würfe nicht versenken und müssen Detroit wieder etwas davonziehen lassen.

Pöltl kommt bereits nach etwas mehr als drei Minuten bei 56:63, da sein litauischer Center-Kollege das vierte Foul ausfasst.

Der ÖBV-Teamspieler glänzt mit starker 1-gegen-1-Defense gegen Drummond, der einen Airball fabriziert, und einem schönen tiefen Post-up im Gegenangriff, das ihm zwei Punkte einbringt.

Pöltl arbeitet gut im Box-out und hält den zweitbesten Rebounder der NBA in Schach. Vorne trifft er zweimal nicht: Zunächst bei einem Push-Shot aus vier Metern und dann nach dem Abrollen aus dem Pick-and-Roll, wobei er hier aber foulverdächtig beeinträchtigt wird.

Nachdem sein Gegenspieler Aron Baynes im Fastbreak einen Putback-Dunk zum 76:63 für die Pistons versenkt, muss Pöltl wieder auf die Bank.

Patrick Patterson lässt die offensiven Probleme Torontos vergessen und stellt mit einem Buzzer-Beater-Dreier zumindest auf 68:80.

Toronto lässt nicht locker

Im Schlussabschnitt treffen zunächst beide Teams abwechselnd. Beno Udrih spielt für die Pistons stark, die Differenz pendelt lange zwischen zehn und zwölf Punkten.

Die Raptors geben nicht auf, Lowry und P.J. Tucker, der seine ersten drei Dreier-Versuche trifft, verkürzen auf 88:93.

Die Toronto-Defense wird immer stärker und auch offensiv findet man endlich in einen Flow. Valanciunas, Lowry und schlussendlich DeRozan, der bis dahin "nur" als Vorbereiter überzeugt, per Korbleger gleichen 2:50 Minuten vor Ende auf 95:95 aus.

DeRozan übernimmt spät

DeRozan trifft einen Floater und liefert den Assist zur 100:97-Führung - Ibaka verwandelt einen Dreier. Eine Minute vor Ende kontert Marcus Morris aus der Distanz zum Ausgleich, aber Valanciunas stellt nach DeRozan-Vorlage auf 102:100.

Smith hat im Gegenzug bei einem Mitteldistanzwurf großes Pech, auf der anderen Seite trifft DeRozan 25,6 Sekunden vor Schluss einen bedrängten Wurf zum 104:100.

Kentavious Caldwell-Pope verkürzt von der Baseline auf 102:104. Valanciunas wird taktisch gefoult und trifft sieben Sekunden vor Ende nur einen Freiwurf.

Das lässt die Tür vor Detroit offen, doch Smith und nach einem Offensiv-Rebound Caldwell-Pope vergeben die Chance zum Ausgleich.

Für die Raptors geht es in der Nacht auf Samstag gegen Miami weiter.

Detroit Pistons - Toronto Raptors 102:105 (33:15, 23:31, 24:22, 22:37)

Raptors: Lowry 27 (10 Assists), Valanciunas 19, Joseph 15, DeRozan 12 (10 Assists), Patterson 10, Tucker 9, Ibaka 7, Pöltl 4 (12:53 Minuten, 2/4 2er, 1 Defensiv-Rebound, 2 Fouls, Plus/Minus 0), Carroll 2, Wright; Powell, Nogueira, VanVleet

Pistons: Harris 16, Smith 16, Morris 15, Baynes 12, Drummond 11 (14 Rebounds), Udrih 8, Bullock 7, Hilliard 6, Leuer 6, Johnson 3, Caldwell-Pope 2; Ellenson, Marjanovic

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Textquelle: © LAOLA1.at

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