Jakob Pöltl erstmals als Gegner in Toronto

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In der Nacht von Freitag auf Samstag geht für Jakob Pöltl die spielfreie Phase in der NBA zu Ende.

Die neun Tage Pause nützte der Wiener neben Training auch zu einem Kurzurlaub. Weiter geht es mit einem besonderem Spiel - und zwar dem Gastspiel bei seinem Ex-Arbeitgeber Toronto Raptors, wo der 23-Jährige erstmals seit seinem Trade zu den San Antonio Spurs als Gegner auflaufen wird.

Das erste Saisonduell mit den Raptors konnten die Spurs zu Hause klar gewinnen. Die Kanadier wurden vor der Trade Deadline aktiv und schickten drei ehemalige Teamkollegen von Pöltl fort. Eine Situation, in die sich der Center nun gut hineinversetzen kann.

Im Interview spricht Pöltl über die Auszeit, den Rodeo Trip und die spektakulären Deals vor dem Ende der Trade-Deadline.

Frage: Jakob, wie hast du die freie Zeit im Rahmen des All-Star Weekends verbracht?

Jakob Pöltl: Ich war wieder mit Pascal Siakam in Cancún, von Freitag bis Dienstag. Wir sind es großteils ruhig angegangen, die Pause hat gutgetan. Gestern Mittwoch haben wir in San Antonio trainiert, heute Donnerstag geht es nach Toronto.

Frage: Hast du im Urlaub schon viel über dein erstes Gastspiel als Spur in Toronto nachgedacht?

Pöltl: Noch nicht wirklich so viel, aber es wird sicher interessant und ungewohnt, zum ersten Mal als Gegner vor den Raptors-Fans zu spielen. Allgemein bin ich gespannt, wie die Teams aus dem All-Star Break zurückkommen, wer fit geblieben ist.

Frage: Wirst du den Aufenthalt auch sonst nützen?

Pöltl: Ich werde meine Schwester und ein paar Freunde treffen, aber allzu viel Zeit bleibt ohnehin nicht.

Frage: Ihr befindet euch gerade auf dem alljährlichen „Rodeo Trip“ der Spurs, habt wegen der Rodeo-Veranstaltung 24 Tage lang kein Heimspiel.

Pöltl: Es ist nicht so schlimm, wie ich es mir vorgestellt habe. Klar hat man lange kein Heimspiel, aber im Prinzip sind es diesmal drei Trips mit vier, einem und drei Spielen. Dazwischen kamen wir nach Hause bzw. gab es ja auch noch die All-Star-Pause.

Frage: Auf dem ersten Trip habt ihr alle vier Spiele verloren, ehe ihr vor dem All-Star Break in Memphis gewinnen konntet.

Pöltl: Defensiv lief es in letzter Zeit etwas holprig, da müssen wir wieder besser werden. Der Fokus in den nächsten Spielen wird voll auf der Defense liegen.

Frage: Vor der Trade Deadline kam es in der NBA zu einigen spektakulären Tauschgeschäften. Was hat für dich herausgestochen?

Pöltl: Es ist sehr viel passiert. Den Trade von Kristaps Porzingis nach Dallas habe ich nicht kommen sehen. Wegen seiner Verletzung wird er sich diese Saison noch nicht auswirken, in den nächsten Jahren aber sicher sehr. Allgemein haben sich drei der Top-Teams im Osten nochmals verstärkt: Raptors, Bucks und 76ers. Das wird hochinteressant. Uns betrifft mehr, dass die Clippers im Kampf um die Playoff-Plätze im Westen schwächer, die Kings stärker geworden sind. Überraschend ist, dass Anthony Davis noch in New Orleans ist, im Sommer wird er aber weg sein.

Frage: Siehst du die Trades seit deinem eigenen nun mit anderen Augen?

Pöltl: Definitiv, vor allem die Trades, die Toronto gemacht hat. Mit Delon Wright hatte ich unmittelbar danach Kontakt, mit Jonas Valanciunas und C.J. Miles habe ich bei unserem Spiel in Memphis gesprochen. Ich habe nun ein anderes Gefühl dafür. Unterm Strich bleibt, dass das Business in der NBA einfach so abläuft.

Frage: Am Sonntag reicht dem Nationalteam im Heimspiel gegen Großbritannien eine Niederlage von bis zu 13 Punkten, um die erste Chance auf den Einzug in die Hauptrunde der EM-Qualifikation wahrzunehmen.

Pöltl: Die Burschen schaffen das. Es ist „zach“, dass ich wieder nicht dabei sein kann, aber ich werde das Spiel entweder per Stream oder über die Stats live verfolgen.

Textquelle: © LAOLA1.at

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