Schwere Gegner zu Saisonstart
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag (MEZ) starten die Spurs mit einem Auswärtsspiel bei den Memphis Grizzlies in die neue Saison, ehe in der Nacht von Samstag auf Sonntag Pöltls Ex-Team, die Toronto Raptors, in Texas zu Gast sind.
"Es wird nicht einfach, da sind gleich zu Beginn toughe Gegner und echte Tests dabei", so Pöltl, dessen Spurs in der Nacht von 30. auf 31. Dezember NBA-Champion Los Angeles Lakers empfangen. "Wir werden uns wie gesagt um einiges besser präsentieren müssen als in den Testspielen."
In diesen hat laut Pöltl vor allem die Defensive nicht gepasst. "Der Effort war nicht da, wir haben nicht hart gespielt, uns nicht genügend reingehauen", meint der Österreicher, der in den Trainings bessere Leistungen gesehen haben will.
"Wir müssen uns zum Saisonbeginn gegenüber den Testspielen deutlich steigern und ich bin auch zuversichtlich, dass wir das schaffen. Preseason ist Preseason – es besteht kein Grund zur Sorge, aber wir müssen unsere Defizite ernstnehmen und besser werden", konstatiert Pöltl.
Einbindung "insgesamt okay"
Persönlich fühlt sich Pöltl "ingesamt okay" ins Spiel der Spurs eingebunden. "In den beiden Spielen gegen Houston war es nicht so toll, gegen OKC grundsätzlich gut", so Pöltl, der in den Spielen gegen die Rockets wegen der kleinen Aufstellung einen "Extremfall sieht, der während der Saison nicht so häufig vorkommt".
Die Titel-Kandidaten seien laut Pöltl wieder die üblichen Verdächtigen. "Die Lage ist ähnlich wie im letzten Jahr. Im Westen sind sicher wieder Lakers und Clippers zu favorisieren, Golden State wird sich wieder nach oben orientieren. Im Osten gehören weiter Boston, Toronto, Milwaukee und Miami zu den heißesten Kandidaten, dazu kommt Brooklyn mit Kevin Durant und Kyrie Irving", analysiert Pöltl, der wegen der Coronapandemie ungewöhnliche Feiertage erleben wird.
"Ich bin heuer allein, werde sicher kein großes Weihnachtsfest haben, auch keines zu Silvester", erzählt der Wiener. Wie hoch der Betrieb in den Arenen der USA während er NBA-Saison sein wird, ist schwierig einzuschätzen: "In den Hallen wird voraussichtlich auch nicht viel los sein, die Regelungen sind von Staat zu Staat unterschiedlich und werden sich im Laufe der Saison ändern. In der Preseason hatten wir bei uns keine Zuschauer. Ich glaube aber, dass eine geringe Anzahl erlaubt ist."