Jakob Pöltl: "Etwas anderer Vibe als letztes Jahr"

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8,6 Punkte, 5,4 Rebounds, 1,6 Blocks in 21,2 Minuten pro Spiel - Jakob Pöltl hat einen guten Dezember im Dress der Toronto Raptors hinter sich.

Für Österreichs NBA-Legionär ist es in der zweiten Saison in der stärksten Basketball-Liga der Welt sein bisher bester Monat.

Mit den Kanadiern ist der Wiener generell auf Erfolgskurs. In der Eastern Conference rangieren die Raptors auf dem zweiten Platz.

"Es herrscht ein etwas anderer 'Vibe' als letztes Jahr", stellt Pöltl im Interview fest und blickt mit Spannung den anstehenden richtungsweisenden Aufgaben gegen diverse Spitzenteams entgegen.

Frage: Jakob, du hast einen exzellenten Dezember hinter dir. War es der beste Monat deiner bisherigen Karriere?

Jakob Pöltl: Das kann gut sein. Ich habe es geschafft, konstante Leistungen zu bringen und solide Stats hinzulegen. Es hat geholfen, dass ich eine gewisse Minuten-Anzahl fix bekommen habe – und bei guten Spielen auch Einsatzzeit darüber hinaus. Das Vertrauen des Coaches zu spüren, macht es um einiges einfacher. Das Ganze war ein Prozess über längere Zeit, die Situation kann sich aber schnell ändern. Lucas Nogueira ist wieder fit und hat bei seinen Einsätzen einen guten Job gemacht.

Frage: Worauf legst du den Fokus in den nächsten Wochen? Einfach weiter konstant deine Leistung bringen?

Pöltl: Ich habe mir vorgenommen, am Defensiv-Rebound aggressiver zu sein. Ansonsten gilt es, so weiterzumachen und gute Defense zu spielen. Die Bank wird weiter als Einheit auftreten und unsere gemeinsame Arbeit soll sich auch im Spielstand bemerkbar machen.

Frage: Raptors-Superstar DeMar DeRozan dreht in den letzten Wochen enorm auf.

Pöltl: Er spielt unglaublich, trifft heuer auch die Dreier hochprozentig. Dadurch ist es oft fast unmöglich, ihn zu verteidigen. Alles schaut so mühelos aus. Er hat sich auf unseren neuen Spielstil super eingestellt und verteilt viele Assists. Es ist cool, ihm aus der ersten Reihe zuzuschauen.

Frage: Ihr liegt ligaweit auf Platz drei, in Sachen Punktedifferenz pro Spiel sogar auf Rang zwei. Habt ihr mehr als letzte Saison das Gefühl, dass heuer richtig was gehen könnte?

Pöltl: Es ist noch ziemlich weit bis zu den Playoffs, also will ich mich noch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ja, es herrscht ein etwas anderer "Vibe" als letztes Jahr. Trotzdem haben wir noch viele schwierige Spiele vor uns, darunter alle vier gegen Cleveland. Die nächsten Partien gegen lauter Spitzenteams (Miami, Cleveland, Golden State, Philadelphia, Detroit, San Antonio, Minnesota) werden sicher richtungsweisend, danach lässt sich unsere wirkliche Stärke noch besser einschätzen.

Frage: Boston hat sich an der Spitze der Eastern Conference festgesetzt, gewinnt viele knappe Spiele. Was ist das Geheimnis der Celtics?

Pöltl: Sie haben ein gutes System, Coach Brad Stevens hat sicher großen Anteil am Erfolg. Kyrie Irving übernimmt, wenn es drauf ankommt, Al Horford und die jungen Jaylen Brown und Jayson Tatum sind ebenfalls sehr talentierte Spieler. Überhaupt hat Boston sehr viele gute Rollenspieler, die sich auch in der Defense ins Zeug legen. Für mich bleiben aber die Cleveland Cavaliers immer noch der Favorit im Osten, auch wenn sie sich im Moment schwertun.

Frage: Gemeinsam mit Pascal Siakam sorgst du in lustigen Werbespots für Lacher.

Pöltl: Google hat bei den Raptors angefragt, ob wir interessiert wären. Es macht viel Spaß und es werden noch zwei, drei weitere Spots folgen.


Textquelle: © LAOLA1.at

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