ÖBV will gegen Deutschland ersten Sieg seit 1977

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Nach der 64:85-Auftaktniederlage in der WM-Qualifikation gegen Serbien will die österreichische Basketball-Nationalmannschaft am Montag gegen Deutschland einen vollen Erfolg landen (ab 20:20 im LIVE-Stream auf LAOLA1.tv).

Für die Mannen von Neo-Teamchef Matthias Zollner geht es im Multiversum Schwechat um den ersten Sieg gegen den Nachbarn seit 1977. Damals feierte Österreich am 22. April bei einem Turnier in Bremerhaven einen 92:76-Erfolg. Seither setzte es neun Niederlagen hintereinander.

Erfahrung spricht für Österreich

Österreich stellt im Duell mit Deutschland in der Qualifikation zur WM 2019 (Gruppe G) das routiniertere Team. Thomas Schreiner, Rasid Mahalbasic & Co bringen es auf 652 Länderspiele. Bei der von Robin Benzing angeführten DBB-Auswahl sind es mit 431 exakt 221 weniger.

Der EM-Sechste vom September muss den halben damaligen Kader vorgeben. Sowohl NBA- als auch Euroleague-Spieler stehen nicht zur Verfügung. Deutschland führt vor dem 30. Aufeinandertreffen mit 19:10 an Siegen.

Sucht man den letzten Sieg gegen ein DBB-Team in einem Bewerbspiel, muss man sogar mehr als 48 Jahre zurückblättern. Am 22. Mai 1969 gab es in der damaligen EM-Qualifikation ein 82:75 in Saloniki zu feiern.

Koch mit Alley-Oop gegen Serbien:

(Text wird unterhalb fortgesetzt)



Für Zollner "etwas Besonderes"

Matthias Zollner, der gleich im ersten Heimspiel als ÖBV-Coach auf die Auswahl seines Heimatlandes trifft, und sein Team können demnach "Geschichte schreiben". Vor eigenem Publikum war Rot-Weiß-Rot - jeweils in der EM-Qualifikation - sowohl beim 64:77 im August 2014 (Deutschland beendete die Partie mit einem 21:0-Lauf) als auch beim hauchdünnen 59:61 Anfang September 2016 (6:19 im Schlussviertel) jeweils ganz knapp dran. Am Montag erfolgt somit "Anlauf Nummer drei".

Natürlich sei das Aufeinandertreffen mit Deutschland auch für ihn "etwas Besonderes", sagte Zollner, der 2012 Assistant-Coach bei den DBB-Herren war, zur APA. "Das erste Mal mit Österreich in Österreich und dann gleich gegen mein Heimatland" sei für ihn jedoch ausgeblendet, "sobald ich in der Spielvorbereitung bin". Die größere Länderspielerfahrung sei "natürlich etwas, das für uns spricht", dürfe jedoch gleichzeitig nicht überbewertet werden. Es werde u.a. auch um die Tagesform gehen.

Von seinem Team wünscht sich Zollner am Montag, "dass wir uns zwei, drei Schritte nach vorne bewegen". Und er bezeichnete es an der "Zeit, dass wir uns alle an Nationen wie Serbien, Deutschland oder Frankreich orientieren". Der jeweilige Silbermedaillen-Gewinner bei den vergangenen drei großen Turnieren (WM, Olympia, EM) am Freitag in Belgrad zum Auftakt der WM-Qualifikation (64:85) sei "der richtige Gegner zum falschen Zeitpunkt" gewesen.

Das nun bevorstehende "Spiel des Jahres" wird auch ein wenig zum "Familientreffen": Rasid Mahalbasic empfängt seinen Oldenburger Clubkollegen Karsten Tadda, Marvin Ogunsipe ist quasi Gastgeber für Danilo Barthel und Maik Zirbes, die wie er bei Bayern München Basketball unter Vertrag stehen.

Mathias Fischer aus dem deutschen Trainerstab blickt als ehemaliger Erfolgscoach der Swans Gmunden auf eine rot-weiß-rote Vergangenheit zurück. Und nicht zuletzt hat DBB-Spieler Bastian Doreth mit Raoul Korner in Bayreuth einen österreichischen Trainer.

Textquelle: © LAOLA1/APA

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